Leistungshörschau für Flaneure

28. August 2009, 10:33
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Am Samstag gibt es zwischen Urban-Loritz-Platz und Alser Straße wieder jede Menge heimischer Bands zu hören und sehen

Die außerordentliche Beliebtheit des Gürtel Nightwalk bleibt ein Phänomen: Die Programmierung verzichtet seit jeher auf internationale Namen - und als beschauliche Flaniermeile taugt der Bereich zwischen den ehemaligen Stadtbahnbögen und den Gürtelfahrspuren nur bedingt. Doch vor allem der Umstand, dass die ansonsten vom großen Publikum geschmähte Musik österreichischer Bands tatsächlich ihre Massentauglichkeit unter Beweis stellt, löst positive Verwunderung aus. Morgen, Samstag, werden zwischen Hauptbibliothek und der Alser Straße wieder über 20.000 Menschen feucht-fröhlich die Lokalmeile am Gürtel abschreiten. Der Auftakt erfolgt traditionellerweise um 18 Uhr auf dem Dach der Hauptbibliothek. Heuer mit der Musikarbeiterinnenkapelle mit Unterstützung des Game-Boy-Music-Club. Das bedeutet Arbeiterlieder und Technohits, dargebracht von Blasmusikerinnen - verfeinert durch Lo-Fi-Sounds. Etwas erdiger tönt es im Anschluss, wenn Nowhere Train einen auf Americana machen. Überhaupt herrscht eine beachtliche Bandbreite: Beim Chelsea ist mit Son Of The Velvet Rat erlesenes Singer-Songwritertum zu hören. Bell Etage werden vor dem Rhiz in eine ähnliche Kerbe schlagen. (lux, DER STANDARD - Printausgabe, 28. August 2009)

29. 8., Gürtel Nightwalk, zwischen Urban-Loritz-Platz und Alser Straße. 18.00

  • Stellen mit Americana die Massentauglichkeit heimischer Musik unter Beweis: Nowhere Train.
    foto: gürtel nightwalk

    Stellen mit Americana die Massentauglichkeit heimischer Musik unter Beweis: Nowhere Train.

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