Mann starb, weil OP-Saal eingespart wurde

28. August 2009, 10:28
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Wegen Personalmangels geschlossen - Bürger protestieren

Weil der Operationssaal eines staatlichen Krankenhauses in Sizilien wegen Personalmangels geschlossen war, ist ein 23-jähriges Unfallopfer gestorben. Der junge Mann verblutete auf dem Weg in ein weit entferntes Spital, wie die Zeitung "La Repubblica" berichtete. Sein Vater kettete vor dem Krankenhaus "Santo Stefano" im Ort Mazzarino an und Bürger blockierten aus Protest eine Landstraße.

Das Krankenhaus hatte den OP geschlossen, weil aufgrund von Sparmaßnahmen zu wenig Mitarbeiter zur Verfügung standen. Die Einsparungen waren kurz zuvor von der Region Sizilien abgesegnet worden. Durch den nationalen Sparplan für das Gesundheitswesen, mit dem ein Loch von fast vier Milliarden Euro gestopft werden soll, könnten innerhalb von fünf Jahren bis zu 25.000 Krankenhausbetten wegfallen. Die Krankenhäuser in Mittelitalien und im Süden sind besonders hoch verschuldet und müssen Kapazitäten abbauen. (APA)

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