Keine Einigung auf Übergangspräsidenten

28. August 2009, 09:42
posten

Internationale Vermittler gescheitert

Maputo - Im Ringen um einen Ausweg aus der Regierungskrise in Madagaskar haben sich die führenden politischen Bewegungen des Landes nicht auf einen Übergangspräsidenten einigen können. Die internationalen Vermittler müssten "mit Bedauern" mitteilen, dass bei dem in der Nacht zum Freitag zu Ende gegangenen Gipfel eine Einigung über die Besetzung von Schlüsselposten in einer Übergangsregierung unmöglich gewesen sei, erklärte der Vertreter der Afrikanischen Union (AU), Ablasse Ouedraogo, in der mosambikanischen Hauptstadt Maputo. Die AU bemüht sich seit Monaten mit den Vereinten Nationen und der Südafrikanischen Entwicklungsgemeinschaft um ein Ende der Krise.

Neuer Interimspräsident bis 4. September

Der derzeitige Übergangspräsident Andry Rajoelina, sein von ihm im März aus dem Amt gedrängter Vorgänger Marc Ravalomanana und die Ex-Präsidenten des Landes, Albert Zafy und Didier Ratsiraka, hätten aber zugestimmt, bis zum 4. September einen neuen Interimspräsidenten zu bestimmen, sagte Ouedraogo. Über die Besetzung der Posten der drei stellvertretenden Regierungschefs und der Parlamentspräsidenten seien sie sich bereits einig geworden. Rajoelina, Ravalomanana und die beiden Ex-Präsidenten von Madagaskar hatten sich Anfang August vertraglich auf die Bildung einer Übergangsregierung geeinigt. Das Abkommen sieht zudem Neuwahlen Ende 2010 vor. (APA)

Share if you care.