Uniqa mit herbem Gewinnrückgang

28. August 2009, 09:26
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Der Versicherer enttäuscht die Analystenerwartungen, die Gesamteinnahmen wuchsen bis Juni um 2,6 Prozent auf 2,369 Milliarden Euro

Wien - Der börsenotierte UNIQA-Versicherungskonzern musste im 1. Halbjahr eine herben Gewinnrückgang hinnehmen, der deutlich stärker ausgefallen ist als von Analysten erwartet. Das Vorsteuerergebnis (EGT) ging von 110 auf 35 Mio. Euro zurück, prognostiziert waren im Mittel 83 Mio. Euro. Die UNIQA verwies am Freitag auf eine stark erhöhte Zuführung zur latenten Gewinnbeteiligung in der Lebensversicherung zu Gunsten der Versicherungsnehmer, die den Anstieg der Kapitalerträge überkompensiert habe. Prognosen für 2009 und darüber hinaus enthält sich die UNIQA, dies sei derzeit wegen der volatilen Kapitalmärkte und des unsicheren wirtschaftlichen Rahmens nicht möglich.

Die Prämieneinnahmen steigerte die UNIQA Gruppe bis Juni um 2,6 Prozent auf 2,369 Mrd. Euro, etwa wie erwartet. Bereinigt um Effekte der Wechselkursschwankungen in Ost- und Südosteuropa betrug das Wachstum sogar 4,0 Prozent. In Ost- und Südosteuropa sanken die abgegrenzten Prämien trotz Währungsabwertungen auf Euro-Basis marginal um 0,4 Prozent auf 487 Mio. Euro. In Österreich wuchsen die abgegrenzten Einnahmen im Eigenbehalt um 3,3 Prozent auf 1,540 Mrd. Euro, besonders stark in Schaden/Unfall um 5,3 Prozent auf 651 Mio. Euro. Die Combined Ratio (brutto) habe man trotz der zahlreichen Unwetter auf erfreulich niedrigen 90,8 Prozent halten können. In der Lebensversicherung legte man in Österreich um 0,7 Prozent auf 503 Mio. Euro zu, in der Krankensparte um 3,6 Prozent auf 386 Mio. Euro.

Die Kapitalanlagen der UNIQA Gruppe erhöhten sich leicht auf 21,772 Mrd. Euro. Die Erträge daraus erhöhten sich um 71,9 Prozent auf 334 Mio. Euro. (APA)

 

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    Das erste Halbjahr war für Uniqa-Chef Konstantin Klien kein Honiglecken

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