Dell: Umsatz bricht um 22 Prozent ein

28. August 2009, 08:37
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Auch Gewinn um 23 Prozent reduziert - Ergebnis aber über den Markterwartungen

Der weltweit zweitgrößte Computer-Hersteller Dell leidet weiter schwer unter der schwachen Wirtschaft. In dem Ende Juli abgeschlossenen zweiten Geschäftsquartal gab es erneut kräftige Einbußen. Der Umsatz fiel im Jahresvergleich um 22 Prozent auf knapp 12,8 Mrd. Dollar (8,97 Mrd. Euro) und der Gewinn sackte um 23 Prozent auf 472 Mio. Dollar ab, wie der US-Konzern am Donnerstag nach US-Börsenschluss mitteilte. Konzernchef und Firmengründer Michael Dell hofft auf ein besseres Geschäft in der zweiten Jahreshälfte.

Zurückhaltung

Ursache für die Einbrüche im vergangenen Quartal war vor allem die andauernde Kaufzurückhaltung der Unternehmen, die einen Großteil des Dell-Geschäfts ausmachen. Große und kleine Firmen schieben in der Wirtschaftskrise die Anschaffung neuer Computer auf. Bei Dell sackte das Geschäft mit großen Unternehmen um 32 Prozent auf 3,3 Mrd. Dollar ab, die Umsätze mit kleinen und mittleren Firmen fielen um 29 Prozent auf 2,8 Mrd. Dollar. Dell erwartet, dass die Nachfrage der Unternehmen erst im kommenden Jahr anzieht - und zuerst in den USA.

Kehrseite

Im Geschäft mit den Verbrauchern bekommt Dell wie andere PC-Hersteller die Kehrseite des Erfolgs günstiger Mini-Notebooks zu spüren. Obwohl die Sparte im Jahresvergleich 17 Prozent mehr Geräte verkaufte, sank der Umsatz um 9 Prozent auf 2,9 Mrd. Dollar. Kurz vor Dell hatte die weltweite Nummer drei, Acer, Geschäftszahlen mit ähnlichen Trends präsentiert. Man müsse sechs der sogenannten Netbooks verkaufen, um soviel Geld einzunehmen wie mit einem gewöhnlichen Laptop, rechnete Acer vor.

Trend

Auch der weltgrößte PC-Hersteller Hewlett-Packard (HP) hatte in der vergangenen Woche Rückgänge bei Umsatz und Gewinn vermeldet. HP ist jedoch breiter aufgestellt und das gutlaufende Dienstleistungsgeschäft federte die Einbußen bei Computern und Druckern ab.

Sparen

Michael Dell hatte nach seiner Rückkehr an die Konzernspitze vor zweieinhalb Jahren ein milliardenschweres Sparprogramm eingeleitet, dass die Computerbauer konkurrenzfähiger machen soll. Inzwischen sei die Produktpalette zu 70 Prozent erneuert worden und könne billiger hergestellt werden, berichtete das Unternehmen. (APA)

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