Neue US-Sanktionen gegen Putschregierung

28. August 2009, 07:30

Entscheidung in wenigen Tagen - Washington könnte wirtschaftliche Hilfen aussetzen

Washington - Die USA erwägen weitere Sanktionen gegen die Putschregierung in Honduras. Wie Außenamtssprecher Philip Crowley am Donnerstag sagte, will die US-Regierung bereits in wenigen Tagen eine Entscheidung treffen. Er sprach zwar nicht direkt von "Sanktionen", betonte aber, dass die Weigerung von Übergangspräsident Roberto Micheletti, über einen Plan der Organisation Amerikanischer Staaten (OAS) zur Lösung der politischen Krise zu verhandeln, bereits "Konsequenzen" gehabt habe.

"Es gibt noch andere Maßnahmen, die wir treffen können und die auch Konsequenzen haben werden", fügte er mit Blick auf die erneute Ablehnung der Putschregierung, den gestürzten Präsidenten Manuel Zelaya wieder ins Amt zu befördern, hinzu. Wie ein hochrangiger Vertreter des US-Außenministeriums sagte, geht es bei den Überlegungen in Washington unter anderem um die Aussetzung wirtschaftlicher Hilfen für Honduras.

Visas nur mehr im Notfall

Die USA hatten den Druck auf die honduranische Führung bereits Anfang der Woche erhöht: Seit Mittwoch stellt die US-Botschaft in Tegucigalpa Bürgern des lateinamerikanischen Landes nur noch im Notfall Visa aus. Mit dem Schritt sollen die honduranischen Behörden dazu bewegt werden, die Rückkehr Zelayas in sein Amt zu ermöglichen. Der linksgerichtete Politiker befindet sich seit dem Putsch Ende Juni im Exil. Im Jahr 2005 hatten Honduras und die USA ein Abkommen über Hilfszahlungen in Höhe von 215 Millionen Dollar über einen Zeitraum von fünf Jahren unterzeichnet. (APA)

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15 Postings
E. Wart.
02
28.8.2009, 20:35
die wöchentliche Publicity-Meldung aus dem Weißen Haus (Imperiumszentrale)...

um die Welt zu "beruhigen" und einzuschläfern und weiter Zeit für die Putschisten zu gewinnen - leicht zu durchschauen,aber die AssoCIAted press leistet die erwarteten Dienste ("die US-Regierung ist jetzt wirklich schon sehr böse auf die Putschisten..").
Tatsächlich ist die Strategie des Imperiums deutlicher denn je:Militarisierung Lateinamerikas (zB. Interventionsbasen in Kolumbien,in Honduras und anderswo in LA,die von Bush reaktivierte und von Obama beibehaltene 4.US-Kriegsflotte - zur Einschüchterung der Revolutionen in Venezuela,Ecuador und Bolivien)
Herr Stackl,wie wärs mit einem niveauvollen Kommentar dazu,wenns die interne Zensur zulässt?
Noam Chomsky sagt,Obama will keine positive Entwicklung in LA.US-Devise:Teile und herrsche..

pez derflotte
11
28.8.2009, 17:23
huiuiui

jetzt werden die usa aber wirklich fuchsteufelswild...

die putschisten machen sich sicher gleich in die hosen

NONE
12
28.8.2009, 15:45

Die USA versuchen krampfhaft den Anschein zu erwecken als ob sie alles mögliche unternehmen, um Druck auf die Putschisten auszuüben.

Fangen wir doch dort an, wo es wirklich weh tut - und zwar bei den Stiftungen und think tanks die Geld nach Honduras schicken. Wenn manche "Stiftungen" offiziell den Putsch gutheissen sollten sie aufgelöst werden.

Das wäre mal konsequent.

Zudem sind die Putschisten strafrechtlich zu verfolgen. Wo bleiben die internationalen Haftbefehle?

FinalDestinati0n
01
28.8.2009, 18:55

Internationale Haftbefehle bringen in dem Fall nicht wirklich was, weil es im Prinzip ein Auslieferungsabkommen ist.

Sofern also keiner der Putschisten Honduras verlässt und im Ausland festgenommen wird, ist einer intern. Haftbefehl wirkungslos.

diamant
00
28.8.2009, 16:25
Wir wissen schon das die USA manchmal 'Weltpolizist' genannt wird.

Das heist aber nicht das internationale Haftbefehle nur von den USA ausgestellt werden......

wwg
38
28.8.2009, 13:20

blablabla, und das geld an die junta fliesst weiter. in deutschland werden die moerder von der fdp empfangen. militaerputsch, leute verschwinden, werden ermordet, systematische vergewaltigungen? alles kein problem fuer usa und eu, hauptsache es schwaecht die alba und sichert die imperialistischen interessen. billige bananen, billiger kaffee, billiges oel.

diamant
00
28.8.2009, 16:27
'leute verschwinden, werden ermordet, systematische vergewaltigungen'

Haben sie einen link oder nur eine etwas wirre Fantasie?

wwg
00
30.8.2009, 16:03
Belege? Schon mal was von Google gehoert?

Zum Beispiel hier:

http://womblog.de/2009/08/1... iderstand/

Es ist uebrigens nicht besonders schwer, und man muss dazu auch nicht spanisch koennen, auch wenn es hilfreich ist, sich ein Bild ueber die Geschehnisse zu machen. Man muss nur wollen.

insertnamehere
 
21
28.8.2009, 14:35
Der internationale Bananen-, Kaffee- und Ölpreis is also ursächlich von den Regierungen Lateinamerikas abhängig?

Der mit Abstand größte Bananenproduzent weltweit ist lt. wikipedia Indien, das dreimal so viele produziert wie die Nr. 4, Brasilien, der größte lateinamerikanische Produzent.

Beim Kaffee ist tatsächlich Brasilien Nr. 1. Die HABEN übrigens einen zumindest mittig-linken Präsidenten und es wär mir NICHT aufgefallen, dass Kaffee deshalb sonderlich teurer geworden wär.

Der Ölpreis macht bekanntlich auch nicht immer grade das, was der gute Hugo in Venezuela gerne hätte.

Ich stelle die Annahme, dass uns rechte Regierungen in Lateinamerika billige Bananen, Kaffee und Öl beschererten, also mal einfach in Frage.

Fritz Wunderlich
00
28.8.2009, 19:14

komm doch nicht mit empirie, wo es hier um weltverschwörungen geht

*space
21
28.8.2009, 15:04
1

Dann nehmen wir mal an, das sich in diesen Ländern die Arbeits- und Lebensbedingungen verbessern sollen. Konkret die Sozialstandards im Arbeitsschutz, die Gewerkschaften also mehr für die Rechte der Unterdrückten kämpfen und auch etwas zum Positiven verändern. Wer zahlt das dann? Sagen Sie jetzt nicht der Staat! Natürlich die Arbeitgeber, und sind die z. B. in Honduras bereit etwas zu ändern? Sie sprechen hier von einem ehe. Präsidenten, der ihre "Klasseninteressen" hintergangen und verraten hat. (Ich zitiere! Sonst lehnen die doch alles ab, was von Marx kommt.)

*space
11
28.8.2009, 15:03
2

Und ganz sicher werden dann die Preise dafür steigen, weil der Kapitalist ja seine Gewinne nicht halbieren möchte. Und welches Land sollte damit anfangen? Damit es nicht mehr konkurenzfähig ist? Und genau hier spricht man vom Marktdiktat! Wo ist nur die Freiheit hin? Wer soll denn denen die Krankenversicherung bezahlen? Welche Beträge sollen von ihrem kargen Lohn dabei abgeführt werden? Und deshalb soll man ja auch für die Menschen und nicht für den Profit arbeiten! Was für uns Luxus und Wohlstand bedeutet ist für andere die pure Diktatur. Da braucht man keine andere Ausgrenzungs- und Unterdrückungsmechanismen, die Armen werden schon ökonomisch brutal unterdrückt.

insertnamehere
 
21
28.8.2009, 15:08
Bananen und Kaffee werden also in absehbarer Zeit NICHT teurer, ja?

Wär doch etwas blödsinnig, extra Militärputsche anzuzetteln, wenns eh das Marktdiktat gibt.

*space
10
28.8.2009, 21:04

Ich glaube allgemein nicht verstanden worden zu sein, aber egal.

wwg
00
30.8.2009, 16:05

Glaub ich auch nicht, ist halt ein bisserl zu komplex fuer Leute bei denen es zu mehr als "Weltverschwoerung" und "der Markt wirds scho richten" nicht reicht.

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