"Jedermann": Peter Simonischek nahm Abschied

27. August 2009, 20:50
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Nach 91 Vorstellungen in acht Jahren

Salzburg - 4 Buhlschaften, ebenso viele "Tode" und "Teufel", drei "Mütter" und ein einziger "Jedermann". Peter Simonischek, der längst dienende "Jedermann" der Salzburger Festspielgeschichte, hat viele Partner im Leben und Sterben des reichen Mannes von Hugo von Hofmannsthal an seiner Seite gehabt. Am Donnerstag gab der Publikumsliebling seinen letzten Auftritt.

Nach 91 Vorstellungen in acht Jahren ist nun Schluss. Schier endlose Standing Ovations für den 14. Salzburger "Jedermann". Simonischek ist der Nachfolger von Bühnengrößen wie Alexander Moissi, Curd Jürgens, Klaus Maria Brandauer, oder Helmut Lohner in dieser prestigeträchtigen Salzburger Paraderolle. An seiner Seite agierten Tobias Moretti oder Sven-Eric Bechtolf als "Teufel" und "Guter Gesell", sowie die "Buhlschaften" Veronica Ferres (2002-2004), Nina Hoss (2005 und 2006), Marie Bäumer (2007) und zuletzt Sophie von Kessel (2008 und 2009). In den kommenden beiden Jahren - den letzten der Inszenierung von Christian Stückl - werden Nicholas Ofczarek und Birgit Minichmayr die tragenden Partien dieses seit 1920 in jedem Festspiel-Sommer auf dem Spielplan vertretenen Mysterienspiel übernehmen.

"Ich bin traurig, dass es vorbei ist. Aber ich bin zugleich stolz darauf, dass ich den richtigen Zeitpunkt erwischt habe aufzuhören", so der 63-jährige Simonischek unmittelbar nach seiner letzten "Jedermann"-Vorstellung nach dem Schlussapplaus auf "seiner" Bühne vor dem Salzburger Dom. (APA)

 

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