Dokumentationsserie über den Zweiten Weltkrieg im ORF

27. August 2009, 19:08
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Fischer: Menschen lernen oft nicht aus der Geschichte

Wien - Der ORF sendet anlässlich des 70. Jahrestags des Beginns des Zweiten Weltkriegs ab 1. September eine Dokumentationsserie über den Zweiten Weltkrieg. Der Jahrestag solle genutzt werden, um das Bekenntnis zum Frieden zu erneuern, betonte Bundespräsident Heinz Fischer (SPÖ) am Donnerstag bei der Präsentation des ersten Films.

Nach dem Ende des zweiten Weltkriegs habe laut Fischer auch die Möglichkeit bestanden, dass es wie nach dem Ersten Weltkrieg durch "Revanchismus" zu einem Dritten Weltkrieg kommen hätte können. Organisationen wie die UNO oder die EU hätten aber "viel dazu beigetragen (...), die Kräfte des Friedens zu stärken". Oft werde die Frage gestellt, ob Menschen aus der Geschichte lernen würden. "Sie lernen oft nicht, aber manchmal doch etwas", meinte Fischer. Er glaube, aus dem Nationalsozialismus habe man etwas gelernt. Er sei "froh und dankbar", dass der ORF diesen Jahrestag entsprechend wahrnehme.

ORF-Generaldirektor Alexander Wrabetz erklärte, die "Menschen & Mächte"-Dokumentationen würden die Tradition von Zeitgeschichte-Dokumentationen im ORF fortsetzen. Man wolle damit der jetzigen Generation die Geschichte des Zweiten Weltkrieges aus einer neuen Perspektive erzählen.

Den Anfang macht am 1. September um 20.15 Uhr in ORF2 der Film "Hitlers Blitzkriege" von Andreas Novak. Am 3. September folgt der Teil "Sterben für Hitler", am 10. September "Die Ungehorsamen". Fortgesetzt wird die Reihe am 17. September mit dem Film "Verfolgt, verschleppt, vernichtet" und am 24. September mit der Dokumentation "Gipfelstürmer und Wüstenfüchse - Abenteurer und Forscher in Hitlers Diensten". (APA)

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