Ryanair zahlt für "Ja zum Lissabon-Vertrag"

27. August 2009, 14:57
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Billigfluglinie lässt 500.000 Euro für Kampagne springen

Brüssel - Die irische Billigfluglinie Ryanair macht wieder mit einer ungewöhnlichen Aktion von sich reden. Laut "Irish Times" lässt Ryanair 500.000 Euro für günstige Flugtickets und Werbung für ein "Ja zum Lissabon-Vertrag" springen. Der Chef der Luftlinie, Michael O'Leary, erklärte, wenn man die Kampagne für die zweite Volksabstimmung "inkompetenten" Leuten wie (dem irischen Ministerpräsidenten) Brian Cowen oder (dem irischen Außenminister) Michael Martin überlasse, dann sei ein Nein möglich.

"Vor Langeweile fast gestorben"

Es gebe keinen besseren Grund für ein "Ja zu Europa" als das Gegenteil von dem zu machen, was jene empfehlen, die für ein Nein bei der Abstimmung aufrufen. Und für ein Ja ruft O'Leary auf, obwohl er vom Lissabon-Vertrag selbst nicht sonderlich angetan ist. Er habe den Vertrag gelesen. Das Dokument sei ein "verdammtes Ärgernis. Ich bin vor Langeweile beim Lesen fast gestorben, aber ja, ich habe den Vertrag gelesen".

Der Billigflieger hatte zuletzt mit verschiedenen Sparmaßnahmen für Aufsehen gesorgt. Ryanair habe damit versucht, sich als "Aldi (Hofer) der Lüfte" zu profilieren, hieß es. Kritisch wurden die Ideen einer Toilettengebühr oder eines Gratisflugs für Stehplätze beäugt.

Zum Lissabon-Vertrag hatte auch "European Voice" Stellung genommen. Unter der Schlagzeile "Bürger von Irland, wählt 'Ja' für Sex mit Osteuropäern" berichtete die Wochenzeitung, dass ein Komödiant ein Buch mit dem Titel "100 Gründe für ein Ja zu Lissabon II" herausgebracht hat. In dem Werk heißt es u. a.: "Carla (Bruni) will uns auch. Und was Carla will, bekommt Carla auch" sowie "es regt einen größeren Gen-Pool an". (APA)

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