Suu Kyi legt Einspruch gegen Urteil ein

27. August 2009, 13:41
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Vor zwei Wochen zu 18 Monaten Hausarrest verurteilt - Antrag wird Anfang kommender Woche eingereicht

Rangun - Burmas Oppositionsführerin Aung San Suu Kyi will Einspruch gegen die Verlängerung ihres schon Jahre dauernden Hausarrests einlegen. Die 64-jährige habe ihre Zustimmung zu einem entsprechenden Antrag gegeben, erklärte einer ihrer drei Anwälte am Donnerstag in Rangun. Der Antrag solle am kommenden Montag oder Dienstag eingereicht werden, kündigte Anwalt Nyan Win an.

Ein Sondergericht hatte Suu Kyi vor zwei Wochen für schuldig befunden, gegen die Auflagen ihres Hausarrests verstoßen zu haben. Das Militärregime hatte die Strafe von drei Jahren Arbeitslager sofort nach der Urteilsverkündung in 18 Monate Hausarrest umgewandelt. Dadurch bleibt die Oppositionsführerin vor den für kommendes Jahr versprochenen Parlamentswahlen vom politischen Leben ausgeschlossen. Suu Kyi hat bereits fast 14 der vergangenen 20 Jahre in der Verbannung verbracht.

Anlass für die Verlängerung des Hausarrestes, der im Mai hätte auslaufen sollen, war die Tat eines amerikanischen Mormonenpriesters, der Anfang Mai auf eigene Faust zum Anwesen von Suu Kyi geschwommen war. Das Mann war zu sieben Jahren Arbeitslager verurteilt worden, fünf Tage nach dem Urteil aber in die USA abgeschoben worden. (APA)

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