TU Wien reduziert auf fünf Forschungsschwerpunkte

27. August 2009, 13:12
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Neuer Strategieplan, um die Uni als "führende Forschungs-Universität" zu positionieren

Alpbach - Eine radikale Verschlankung der Forschungsschwerpunkte von 32 auf nur mehr fünf steht im Mittelpunkt eines neuen Strategieplans, den die Technische Universität (TU) Wien Mittwochabend bei einem Pressegespräch im Anschluss an das Universitätenforum beim Europäischen Forum Alpbach vorgestellt hat. Damit will sich die TU künftig als "führende Forschungs-Universität" positionieren, erklärte Sabine Seidler, Vizerektorin für Forschung.

Die thematischen Schwerpunkte des neuen Entwicklungsplans sind "Computational Science and Engineering", "Quantum Physics and Quantum Technologies", "Materials and Matter", "Information and Communication Technology" und "Energy and Environment". Dieser Neuausrichtung sei laut Seidler ein "eineinhalbjähriger Diskussionsprozess" quer durch die Fakultäten und TU-Mitarbeiter vorausgegangen.

Professuren

Zum Tragen kommen werde die Strategie vor allem bei den 45 bis 2013 neu zu vergebenden Professuren, von denen 39 in den neuen Schwerpunkten angesiedelt sein sollen. Entsprechende Konzepte für die fünf Gebiete sollen im Herbst erarbeitet werden. Aufbauen wolle man auf vorhandenen Stärkefeldern und dabei "Bereiche mit hohem ökonomischem Potenzial entwicklen", so Seidler. Die Motivation der Forscher soll im Rahmen des Entwicklungsplans mit umfangreichen internen Förderprogrammen angekurbelt werden.

"Österreich ist kein technikfreundliches Land", findet TU-Vizerektor Paul Jankowitsch. Dem will man unter anderem mit der Gründung eines "Servicecenter TUalumni" entgegenwirken - eine Art "Dialog-Gruppe", die als Schnittstelle zu relevanten Stakeholdergruppen aus Wirtschaft, Politik und Medien fungieren soll.

Rankings

Ein wesentlicher Eckpfeiler der neuen Strategie soll auch eine "erhöhte internationale Sichtbarkeit" werden, so Seidler. Damit wird wohl auch das für die TU Wien leidige Thema der internationalen Uni-Rankings - im Vorjahr ist die Hochschule in der "Times"-Wertung nur auf Platz 244 gelandet - wieder aktuell werden, bei dem man sich deutlich verbessern will. "Wir sind nicht gut in Rankings, weil bei uns der Umgang mit diesem Phänomen nicht gut entwickelt ist", so Jankowitsch, der sich wünscht, dass Europa ein Gegenmodell zu lange etablierten amerikanischen oder chinesischen Ranking-Systemen entwickelt. (APA)

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