Durst nach Mineralwasser verebbt

27. August 2009, 12:06
5 Postings

Exporte brechen ein - "Near-Water"-Bereich legt zu

Wien - Die Österreicher haben im ersten Halbjahr 2009 weniger Mineralwasser getrunken: Der Inlandsabsatz lag laut dem Fachverband der Lebensmittelindustrie bei 307 Millionen Litern und sank somit gegenüber dem Vorjahr um 2,2 Prozent. Die Exporte gaben im selben Zeitraum um 8,6 Prozent auf 30 Millionen Liter nach. Zurückzuführen sei diese Entwicklung auf die Flaute in der Gastronomie und im Tourismus sowie auf die Fußball-Europameisterschaft EURO 2008, bei der im Vorjahr mehr Wasser verkauft wurde, sagte Verbandsgeschäftsführer Josef Domschitz.

Gespürt hat diese Entwicklung auch der niederösterreichische Mineralwasserabfüller Vöslauer. Die Umsätze der Marke Vöslauer (einschließlich Biolimo und Balance) gingen auf 32 Mio. Euro zurück, nach 33,5 Mio. Euro. Gegen den Trend hat sich aber der "Near-Water"-Bereich entwickelt. Die Wässerchen mit Geschmack legten mengenmäßig um 3 Prozent zu, sagte Marketing-Leiterin Birgit Aichinger. Der Gesamtmarkt wuchs im ersten Halbjahr nach Angaben der Lebensmittelindustrie um 6,1 Prozent auf 51,4 Mio. Liter.

Im Herbst wird das Near-Water-Segment bei Vöslauer weiter wachsen und ein neues "Balance"-Produkt eingeführt, kündigte Aichinger an. Welchen Geschmack es haben wird, dürfen erstmals die Kunden entscheiden. Ausgewählt werden kann zwischen "Kalamansi-Mandarine" und "Birne-Vanille". Der Near-Water-Bereich ist für Vöslauer von großer Bedeutung. Fast 20 Prozent des Umsatzes werden in diesem Bereich generiert, sagte Aichinger.

Bei Römerquelle spielt das angereicherte Wasser auch eine große Rolle. Welchen Anteil die "emotion"-Produkte am Umsatz haben wird zwar nicht kommuniziert, aber das Wachstum. Wertmäßig legte dieses Segment um 7,4 Prozent zu, hieß es aus dem Unternehmen. Künftig möchte Römerquelle in diesem Segment weiter mit neuen Produkten punkten, sagte Frank van der Heijden, Commercial Director von Coca-Cola Hellenic Österreich. (APA)

  • Bild nicht mehr verfügbar

    Zurückzuführen ist diese Entwicklung bei Mineralwasser auf die Flaute in der Gastronomie und im Tourismus.

Share if you care.