Kärnten

Veranstalter sagen Ulrichsberg-Treffen ab

27. August 2009, 11:50
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    Die Gedenkstätte auf dem Ulrichsberg war über Initiative des damaligen Klagenfurter ÖVP-Vizebürgermeisters Blasius Scheucher errichtet und im Jahre 1959 eröffnet worden.

Darabos: "Absage zu begrüßen" - Umstrittenes Heimkehrertreffen soll zu späterem Zeitpunkt nachgeholt werden

Klagenfurt - Das für 20. September geplante umstrittene 50. Heimkehrertreffen am Ulrichsberg in Kärnten ist am Donnerstag abgesagt worden. Die Veranstaltung werde zu einem späteren Zeitpunkt nachgeholt, hieß in einer Aussendung der Ulrichsberggemeinschaft. Als Gründe wurden die Absage der Unterstützung des Bundesheeres, sowie "spürbare Turbulenzen" rund um die Feier ins Treffen geführt.

Verteidigungsminister Norbert Darabos sagte gegenüber derStandard.at, die Absage sei zu begrüßen, weil "das Ulrichbergtreffen seit jeher einen rechtsextremen Anstrich hatte." Erst Anfang der Woche hatte Darabos die Beteiligung des Bundesheeres am heurigen Ulrichsberg-Treffen definitiv abgesagt. Darabos entschloss sich zu dem Schritt, nachdem bekannt geworden war, dass der Geschäftsführende Obmann der Ulrichsberggemeinschaft, Wolf Dieter Ressenig, NS-Devotionalien im Internet angeboten haben soll. "Eben diese jüngsten Vorfälle haben die Hoffnung völlig zerschlagen, dass aus dieser Veranstaltung noch einmal eine echtes Mahnmal gegen Krieg und für Frieden werden könnte", so Darabos.

"Politisch zu weit rechts"

Am Dienstag hatten der Präsident der Ulrichsberggemeinschaft, der ehemalige SPÖ-LHStv. Rudolf Gallob, sowie Obmann Peter Steinkellner ihren Rücktritt erklärt. "Die klare Vorgangsweise der Abgrenzung zu Extremismus" sei gescheitert, begründete Steinkellner seinen und Gallobs Schritt. Zuvor hatte Landeshauptmann Gerhard Dörfler seine Teilnahme mit der Begründung, das Treffen sei "politisch zu weit rechts" ausgeschlossen.

"Abgrenzung gegen den Extremismus vorangetrieben"

Rudolf Gallob bedauert die Absage der Feier, die, wie er im Gespräch mit derStandard.at sagt, "bestens vorbereitet war." Im "Rahmen der demokratischen Ordnung" hätten die Verantwortlichen alles getan, um die Personen, die rechtsextremes Gedankengut vertreten, vom Berg fernzuhalten. "Wenn wir unsere Reden gehalten haben, dann haben wir in unseren Inhalten die Abgrenzung gegen den Extremismus immer vorangetrieben und deutlich auf die Gräuel des Krieges hingewiesen. Aber das war offensichtlich alles zu wenig."

Dennoch glaubt er, dass das Treffen in diesem Jahr noch stattfinden wird. "In einigen Wochen wird es eine Generalversammlung geben, in der die neuen Gremien beschlossen werden. Und da wird es dann Überlegungen geben, wie und wo die Feier stattfinden kann."

Die Gedenkstätte auf dem Ulrichsberg war über Initiative des damaligen Klagenfurter ÖVP-Vizebürgermeisters Blasius Scheucher errichtet und im Jahre 1959 eröffnet worden. Seit Jahrzehnten schwelen Debatten um das Treffen, da immer wieder Rechtsradikale und Ex-Nazis teilgenommen hatten.

Kritik von Kärntner BZÖ und FPÖ

Der Landesparteiobmann des BZÖ, Uwe Scheuch, forderte, dass das Ulrichsberg-Treffen keinesfalls "am Altar des linken Gesinnungsterrors" geopfert werden dürfe.Scheuch forderte in einer Aussendung, dass die Veranstaltung in die Hände von "parteiübergreifend anerkannten Persönlichkeiten" gelegt werden müsse, um die Durchführung weiter zu gewährleisten. "Eine Absage ist keine gute Lösung, weil ein Gedenken der eigenen Geschichte weiterhin erlaubt sein muss", so der BZÖ-Politiker.

Der geschäftsführende FPÖ-Chef Harald Jannach ging sogar noch einen Schritt weiter und ortete eine mediale Hinrichtung des in Verruf geratenen geschäftsführenden Obmann der Ulrichsberggemeinschaft, Wolf-Dieter Ressenig. Jannach bezeichnete Ressenig, der NS-Devotionalien im Internet angeboten haben soll, als "Bauernopfer", gegen ihn würde eine "menschenverachtende Hatz" geführt.

(red/APA)

Nachlese: Lothar Höbelt, Brigitte Bailer-Galanda und Rudolf Gallob beantworten fünf Fragen zum Ulrichsbergtreffen - "Da ist jeder Kegelverein gefährlicher"

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Animation
 
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eine "menschenverachtende Hatz" geführt

daham statt islam

Wr. Bezirksrätin 83
 
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die geschichtliche Ironie liegt ja auch in der Bedeutung

des Ulrichsberges
;-)

war schon vor Jahrtausenden WEIBLICHEN Gottheiten gewidmet..

die sich -so vorhanden- vmtl. heftig gegen diese machistische Übernahme ihrer Kultstätte gewehrt hätten...

Ich bin der Meinung...
00
Schade :-)

hat sich die deutsche Naziszene schon so auf das Jubiläum gefreut!

Wesentliches (Un)Wesen
02
28.8.2009, 13:06

Bucher, du kannst nicht einen auf Mitte machen, Dörfler ins Boot holen und Scheuch auf den ganzen Plan spucken lassen.

Halt, eigentlich kannst du das natürlich schon. Jegliche BZÖ Selbstvernichtungsaktion ist willkommen!

Lord Lurch
01
28.8.2009, 12:38
Ulrichsbergtreffen abgesagt, weil u.a. Dörfler nicht hingeht?

An was erinnert mich das? Ach ja: "Nur Nixon konnte nach China gehen"

suboptimal
 
02
28.8.2009, 12:21
der 88. April wäre ein feines Datum dafür ... :-)

Und bitte in Zukunft keine Co-Finanzierung durch die Steuergelder der vielen linken Gesinnungsterroristen !

Eine Finanzierung durch das Verscherbeln der familieneigenen NS-Devotionalien im Internet müsste noch für lange Zeit reichen.

project subvert
01
28.8.2009, 11:54

Das ist so gemein! Alle stellen sich gegen sie, dabei wollen die doch nur ein wenig "arischen" Märtyrermythos feiern. Aber neeeein, die feinen Herren 'wir leben im 21.Jhdt' wollen ja nicht geschickt-getarnter-Neonazi mit Ihnen spielen... ;)

the photographer
00
28.8.2009, 11:44
Welche Geschichte?

Welche Geschichte meinen Sie, Herr Scheuch?
Einige Tatsachen haben Sie aus IHRER GESCHICHTE ja bereits ausgeblendet (Umweltschutz ist wichtiger!).
Wildern Sie also am Altweibersommer-Sonntag Bartgeier aus!

cipf
 
00
28.8.2009, 11:39

Jetzt hab´ ich das erst gelesen (wohl vorher überlesen ;-)):

[...] Uwe Scheuch, forderte, dass das Ulrichsberg-Treffen keinesfalls "am Altar des linken Gesinnungsterrors" geopfert werden dürfe. [...]

Süß dämlich. Das erinnert ein wengerle an: "Wer hats erfunden?"

peace & love
00
28.8.2009, 11:37
brav.

Roter Baron
01
28.8.2009, 10:01
recht so

so gehen wir mit unseren oraniern um
passt.


roter baron

re flexion
00
28.8.2009, 09:03
Die Frage ist auch:

Wehalb schaffen es ein Landeshauptmann, ein Minister, ein Vereinspräsident und ein Vereinsobmann nicht, so eine Veranstaltung vom Extremismus abzugrenzen, wenn's eh bereit sind, eine "klare Vorgangsweise der Abgrenzung zu Extremismus" umzusetzen?

Kontrollen der Besucher, Anwesenheit von STAPO und konsequentes Anzeigen aller Verstöße gegen das Verbotsgesetz sollte doch ausreichen.

schnurri (so heisst mein auto)
00
28.8.2009, 10:57
ergaenzend

ungefaehr das wollt ich auch grad schreiben.
und: ein echter sieg ist, wenn man die veranstaltung und ein paar teilnehmer "umfaerbt".
die leute zu "veraergern" laesst oesterreich vielleicht international etwas besser dastehen, aber sonst.
denkanstoss: obama redet davon, mit gemaessigten taliban reden zu wollen.

Urbin
07
28.8.2009, 10:04

Die beste und sicherste Abgrenzung ist die konsequente Nichtteilnahme der demokratischen Kräfte sowie aller Vertreter von Land und Bund. Dann ist klar, wer sich dort noch trifft.

cipf
 
00
28.8.2009, 07:34

Na geh, wo treffen sich denn dann all die ewig gestrigen????
In Kneipen und auf Fechtböden???
Das wäre aber höchst ungewöhnlich ;-))

Herzerzog Johann
00
28.8.2009, 09:22
Na geh, wo treffen sich denn dann all die ewig gestrigen????

Täglich am Biertisch!

Der Wählerwille
 
00
28.8.2009, 05:51
gute nachrichten

wenn nun folgt dass derlei treffen generell ausbleiben sollten wärs eine noch bessere nachricht.

undjetzt
00
27.8.2009, 23:44
DAFÜR GIBT'S JEDEN MONAT EINEN " JÖRG HAIDER-DAY"....!!!

khaleb
12
27.8.2009, 22:22
Darabos hat endgültig abgesagt

als bekannt wurde, dass BZÖ-Dörfler nicht hingehen wird, weil es ihm zu weit rechts ist.

denkender Mensch
05
27.8.2009, 22:19

Dem Dörfler ists zu rechts und der Scheuch wills retten? ^^

jimmydean
04
28.8.2009, 09:25
der dörfler geniesst jetzt sowieso narrenfreiheit

seit dem er es schriftlich von der staatsanwaltschaft hat, das er unzurechnungsfähig ist...
soll jetzt aber keine kritik an der absage des ulrichbergs sein, auch ein narr kann manchmal richtige dinge machen...

herwig81
01
28.8.2009, 12:05

der dörfler liegt mir ja fern, aber diese unpopulistische entscheidung, welche garantiert stimmen kostet hätte ich ihm nicht zugetraut...

Wr. Bezirksrätin 83
 
00
ihr unterschätzt DIESE BZÖ-ler..


die sind vom Typ; bodenständige Realisten
made in Karantanien
*g*

Da werden sich noch viele wundern, WIE da gedacht & agiert (werden) wird

JH war da z.B. ein `Zuagraster` aus OÖ, der als Polittalent -AUCH von einschlägig bekannten Kreisen heftigst gefördert, via Wahlonkel-Erbe etc.- sich opportunistisch perfekt nach oben hievte, und dem dann längst selbst dieses ewig-Gestrige zu hinderlich geworden war..und das nicht nur wg. seiner sex. Orientierungen (Mehrzahl)

momodeluxe
013
27.8.2009, 21:42

die absage durch die organisatoren versteh ich nicht.

ich dachte, das wären alles leute, die auch bei gegenwind zu ihrer gesinnung stehen.

monoton
05
28.8.2009, 08:27

nazis mit rückgrad! haha, das gibts nicht.

da nun mit dem bundesheer das organisatorische rückgrad wegfällt müßten die ja alles selber erledigen, aber das bekommen die nicht auf die reihen

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