Nettogewinn von EVN schrumpft

27. August 2009, 08:10
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Das Konzernergebnis sinkt um 7,6 Prozent auf 175,6 Millionen Euro, die Umsätze steigen, der Ausblick für das Gesamtjahr wird bestätigt

Wien - Der börsenotierte niederösterreichische Versorger EVN musste in den ersten drei Quartalen des Geschäftsjahrs 2008/09 (per 30. September) beim Nettogewinn einen Rückgang hinnehmen: Das Konzernergebnis sank um 7,6 Prozent auf 175,6 Mio. Euro. Das operative Ergebnis (Ebit) erhöhte sich dagegen um 8,3 Prozent auf 179,2 Mio. Euro, das Ebitda um 8,0 Prozent auf 324,9 Mio. Euro, teilte das Unternehmen am Donnerstag mit. Der Umsatz stieg im Zeitraum Oktober bis Juni um 16,7 Prozent auf 2,15 Mrd. Euro. Der Ausblick für das Gesamtjahr wird bestätigt.

Die Rezession werde im Geschäftsjahr 2008/09 zu entsprechenden Auswirkungen auf das Konzernergebnis führen. Das operative Ergebnis des Vorjahres (167 Mio. Euro) sollte "aus heutiger Sicht - ohne etwaige negative Einflüsse aus politischen und regulatorischen Risiken" - gehalten werden können. Das Finanzergebnis wird, vor allem aufgrund der niedrigeren Ergebnisbeiträge der im Primärenergiebereich tätigen Beteiligungsunternehmen der EVN, unter dem Vorjahresniveau bleiben. Nach neun Monaten lag das Finanzergebnis mit 45,1 Mio. Euro um 37,6 Prozent unter dem Wert des Vorjahreszeitraum.

Zahlen im Plan

Die veröffentlichten Zahlen lagen großteils im Rahmen der Erwartungen: Von der APA befragte Analysten hatten im Mittel einen Umsatz von 2,12 Mrd. (+15,3 Prozent), einen Nettogewinn von 175,0 Mio. (-7,9 Prozent) und ein Ebit von 190,6 Mio. (+15,2 Prozent) sowie ein Ebitda von 300,0 Mio. Euro (+9,7 Prozent) erwartet.

Die EVN habe sich in den ersten drei Quartalen 2008/09 in einem schwierigen Marktumfeld behaupten können, heißt es in der Mitteilung des Unternehmens weiter. Die Krise habe Österreich und Südosteuropa im ersten Quartal 2009 voll erfasst. Nach einem deutlichen Verfall der Primärenergiepreise seit Mitte 2008 ging seit Jahresbeginn die Nachfrage, vor allem bei Industriekunden, zurück. Auf die EVN habe sich der Rückgang des Energieverbrauchs aber aufgrund der stabilen Kundenstruktur wenig ausgewirkt. Der Stromverkauf an Endkunden stieg im Konzern um 2,9 Prozent auf 15.114 GWh. Beim Gas gab es ein Minus von 4,7 Prozent auf 5.768 GWh. Der Wärmeabsatz stieg um 24,9 Prozent auf 1.411 GWh. (APA)

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