Josef Pröll zeigt sich weiter zurückhaltend

28. August 2009, 06:10
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VP-Chef: Überhaupt kein Anlass, jetzt schon zu entscheiden

Wien - Vizekanzler Josef Pröll bremst weiterhin in der Frage einer Kandidatur eines ÖVP-Kandidaten für die Hofburg. Der Obmann der Volkspartei erklärte am Donnerstagabend in der "ZiB2" des ORF, er sei nicht bereit, zum jetzigen Zeitpunkt in einen Wahlkampf um das Amt des Bundespräsidenten einzusteigen. "Wir wählen im April des nächsten Jahres", und erst 30 Tage davor sei die Nennung der Kandidaten notwendig. "Es gibt überhaupt keinen Anlass, jetzt schon zu entscheiden, ob und mit wem die Österreichische Volkspartei in das Rennen um die Hofburg geht", so Pröll.

"Ich will den Österreicherinnen und Österreichern einen langen Wahlkampf ersparen", wiederholte er einmal mehr das Argument seiner Partei für die Zurückhaltung. Gleichzeitig zeigte Pröll erneut wenig Begeisterung für eine Unterstützung des amtierenden Präsidenten Heinz Fischer. "Heinz Fischer kommt aus dem Herzen der SPÖ und wir werden uns ganz genau überlegen, ob wir mit eigenem Kandidaten ins Rennen gehen". Zuvor hatte er bereits in einem Zeitungs-Interview erklärt, er sehe keinen Grund, Fischer zu unterstützen.

Das Argument von Niederösterreichs Landeshauptmann Erwin Pröll, der gemeint hatte, als staatstragende Partei sollte die ÖVP auf einen eigenen Kandidaten nicht verzichten, bezeichnete Josef Pröll als "gewichtig". Man werde die Entscheidung aber "sehr zeitnah zur Wahl treffen".

"Wenn er will, tritt er an"

In der Donnerstag-Ausgabe der Kleinen Zeitung hatt Pröll noch eindeutig eine mögliche Unterstützung aus der Partei für seinen Onkel, den niederösterreichischen Landeshauptmann Erwin Pröll, signalisiert. "Wenn Erwin Pröll sagt, es würde ihn reizen für die Hofburg zu kandidieren, dann ist die Entscheidung für mich klar. Wenn er will, tritt er an", sagte er. (APA)

  • Erwin und Josef Pröll.
    foto: standard

    Erwin und Josef Pröll.

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