Sechs Tote bei Gefecht zwischen "Leuchtender Pfad"-Guerilla und Soldaten

26. August 2009, 21:01
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Militärpatrouille wollte Kommandant der maoistischen Guerillagruppe "Sendero Luminoso" gefangen nehmen

Lima - Bei Kämpfen zwischen dem peruanischen Militär und der maoistischen Guerillagruppe "Sendero Luminoso" (Leuchtender Pfad) sind zwei Soldaten und vier Rebellen getötet worden. Das teilte Verteidigungsminister Rafael Rey am Mittwoch mit. Eine Militärpatrouille, die einen Sendero-Kommandanten gefangen nehmen wollte, sei in der Andenprovinz Huancavelica etwa 500 Kilometer südöstlich von der Hauptstadt Lima unter Beschuss der Rebellen geraten. Erst Anfang des Monats waren bei einem Angriff der Rebellen auf eine Polizeibasis fünf Menschen getötet worden.

Der "Leuchtende Pfad" hatte das südamerikanische Land vor gut 20 Jahren mit Anschlägen und Terror an den Rand des Zusammenbruchs gebracht. Etwa 70.000 Menschen starben während des zwei Jahrzehnte dauernden Konflikts, der erst mit der Festnahme der Rebellenführer in den 90er Jahren abflaute. Die sich seit dem vergangenen Jahr wieder verstärkenden Angriffe haben nach Meinung politischer Beobachter in Lima damit zu tun, dass das Militär in Gegenden vorgestoßen sei, in denen der Staat seit Jahren nicht mehr präsent war und wo Reste des Sendero gemeinsame Sache mit Drogenbanden machen. (APA)

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