Gewerkschafter mahnt zu Journalisten-KV

26. August 2009, 18:38
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APA und Zeitungsverleger ordnen Journalisten zunehmend dem Gewerbe-Kollektivvertrag zu

Wolfgang Katzian, Chef der Gewerkschaft der Privatangestellten, Druck, Journalismus, Papier sieht "eine ernste Gefahr für freien und unabhängigen Journalismus": Verlage verlagern Journalisten in Töchter und beschäftigen sie nicht mehr nach Journalisten-Kollektivvertrag. Dienstag begannen deshalb Verfahren des Betriebsrats gegen "Die Presse". Fünf Redaktionen der Styria, der Moser Holding und der APA berieten das Thema in Betriebsversammlungen.

EU-Gericht, "Maßnahmen" 

"Jeder Arbeitgeber, der diese Strategie verfolgt, muss wissen, dass er ein extrem hohes Rechtsrisiko eingeht", warnt Gewerkschaftsmanager Karl Proyer. Bis zum EU-Gerichtshof könnten solche Verfahren gehen, sagt Proyer dem STANDARD.

APA und Zeitungsverleger ordnen Journalisten zunehmend dem Gewerbe-Kollektivvertrag zu. Proyer sieht dagegen auch in der Wirtschaftskammer Skepsis.

Den Kollektivvertrag hätten die Verleger mit ausverhandelt. Verließen sie ihn einseitig, will er "gewerkschaftliche Maßnahmen nicht ausschließen". "Vernünftige" Verhandlungen über Reformen des Journalisten-KV will er wieder aufnehmen. (fid, DER STANDARD; Printausgabe, 27.8.2009)

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