Helga Rabl-Stadler

"Wir sind eine internationale Marke"

26. August 2009, 18:37
  • Artikelbild
    foto: luigi caputo

    "Europameisterin im Sponsorensuchen": Helga Rabl-Stadler.

    Zur Person:
    Helga Rabl-Stadler, 1948 in Salzburg als Tochter von Gerd Bacher geboren, war Journalistin (u. a. "Kurier"), Miteigentümerin des Modehauses Resmann in Salzburg, ÖVP-Politikerin und Chefin der Salzburger Wirtschaftskammer. Seit 1995 ist sie Präsidentin der Salzburger Festspiele.

Die Festspielpräsidentin befürchtete das Schlimmste - und ist nun, im STANDARD-Interview, bester Dinge

Bei den Karteneinnahmen hätte man erneut die Budgetvorgaben übertroffen, erklärt sie im Gespräch mit Andrea Schurian.

Standard: Es gab heuer viele Querelen als Begleitmusik, etwa durch das Kuratorium und dessen personelle und strukturelle Entscheidungen zu Beginn der Festspiele.

Rabl-Stadler: Das war fatal. Aber Sie verstehen, dass ich aus diplomatischen Gründen aus meinem Herzen eine Mördergrube machen muss.

Standard: Wie sehen Sie den veränderten Strukturen - Stichwort: Zweier-Direktorium - entgegen?

Rabl-Stadler: Schon unter Peter Ruzicka gab es die Überlegung, ob die Salzburger Festspiele nicht, wie andere Kulturinstitutionen auch, mit einer Zweierführung auskommen könnten. Ich fand, dass sich eine breitere Aufteilung immer bewährt hat. Ich bin die, die das Geld hereinbringt - zum einen durch öffentliche Subventionen, zum anderen durch private Mäzene und Sponsoren; und Gerbert Schwaighofer als kaufmännischer Direktor wacht über die Ausgaben und dreht jeden Euro zweimal um. Wer mich kennt, weiß, dass ich immer wahnsinnig viel gearbeitet habe, die Ernte haben wir ja jetzt. Es war nicht so, dass ich zusätzliche Aufgaben gesucht habe, aber ich nehme sie entschlossen an.

Standard: Fürchten Sie, dass es bei der Aufteilung der Agenden zwischen Alexander Pereira und Ihnen heftig krachen könnte?

Rabl-Stadler: Da bin ich eine gelehrige Schülerin meines Freundes Hans Landesmann: keinen Vorschuss auf Zores nehmen! Ich habe meinen Job jetzt mit Ruzicka, mit Flimm gemacht. Und ich trau's mir auch zu, mit Pereira zusammenzuarbeiten. Alle sind ja eigentlich selbstbewusste Alleinherrscher. Sicher ist so eine neue Situation für beide schwierig. Aber Pereira und ich werden uns im Herbst intensivst zusammensetzen und klären, wie unsere Geschäftsordnung nach dem Vieraugen-Prinzip ausschauen soll. Pereira wird das Künstlerische, die Presse, das Marketing machen und wohl auch von Schwaighofer die Personalhoheit über das künstlerische Personal in seinen Aufgabenbereich übernehmen, ich nehme zusätzlich die Finanzen, das Kartenbüro und die Hausvermietungen. Das einzige mögliche Konfliktfeld sind die Sponsoren. Wir sind beide Europameister im Sponsorensuchen: Das könnte natürlich ein Krach werden. Oder, und daran will ich glauben, unsere Kraft könnte sich positiv potenzieren.

Standard: Wie ist es Ihnen gelungen, in diesem Krisenjahr die Sponsoren bei der Stange zu halten?

Rabl-Stadler: Erstens: Wir sind eine internationale Marke. Und alle internationalen Firmen möchten Kultur unterstützen, die überregionale Ausstrahlung hat. Zweitens ist es mir gelungen, von Anfang an ein ganz besonderes Vertrauensverhältnis mit den Sponsoren und Mäzenen aufzubauen.

Standard: Haben Sie Ihr Budgetziel für 2009 erreicht?

Rabl-Stadler: Ich war ehrlich gestanden der festen Überzeugung, dass die Wirtschaftslage sehr stark auf uns durchschlägt und wir unser Ziel nicht erreichen. Als ich im Herbst in London und New York war, haben selbst engste Freundesgruppen der Festspiele abgesagt. Aber wir hatten erfreulicherweise noch nie einen so starken Kartenverkauf während der Festspielzeit wie heuer. Wir haben allein diese Woche Karten um 330.000 Euro verkauft. Vorstellungen wie Theodora, Armida oder Nono haben im letzten Moment angezogen. Entgegen meiner negativen Erwartungen heißt das: Bezüglich der Karteneinnahmen überschreiten wir sogar das Budget.

Standard: Also konnten Sie in einem Jahr der Krise Ihre Einnahmen steigern?

Rabl-Stadler: Korrekt ist: Wir haben das Budget übertroffen.

Standard: Das Festspiel-Budget beträgt 50 Millionen Euro, rund 13 Millionen davon kommen von der öffentlichen Hand. Heuer gab es eine Erhöhung. Aber für die nächsten zwei Jahre hat Landeshauptfrau Gabi Burgstaller ein Einfrieren der Subventionen angekündigt. Nachvollziehbar?

Rabl-Stadler: Wir haben heuer ca. 300.000 Euro mehr bekommen. Aber allein die Gehaltserhöhungen der Mitarbeiter betragen mehr als eine Million, fast 800.000 Euro mussten wir also selbst dazuverdienen. Es trifft mich daher unerwartet, dass jetzt schon wieder vom Einfrieren die Rede ist. Es wurde diskutiert, dass wir 2010 keine Erhöhung bekommen. Damit muss man in dieser schwierigen Zeit leben. Aber die Ankündigung, dass auch danach die Unterstützung eingefroren bleibt, das ist für den neuen Intendanten ein ganz dicker Prügel vor die Füße.

Standard: Wie wollen Sie dem kommerziellen Druck gegensteuern? Die Auslastung steigern? Nur mehr Publikumshits und weniger künstlerisches Risiko? Die Kartenpreise erhöhen?

Rabl-Stadler: Wir denken nicht daran, die Kartenpreise zu erhöhen. Das haben wir in den fünfzehn Jahren meiner Präsidentschaft nie gemacht. Ich bin aber auch dagegen, sie zu senken: Die Hälfte der Karten kostet weniger als 100 Euro. Und derzeit sind wir bei einer Auslastung von 93 Prozent, also utopisch hoch. Aber es muss möglich sein, eine Oper auf den Spielplan zu setzen, wo ich nur eine Auslastung von 60 Prozent erwarten kann - denn deshalb habe ich ja einen Figaro, der eine hundertprozentige Auslastung verspricht. Das Erfolgsrezept der Festspiele war immer die richtige Mischung. Nur Sachen anzusetzen, die todsicher sind, ist meiner Meinung nach der sicherste Weg in die künstlerische Bedeutungslosigkeit.

Standard: Können Sie verstehen, dass die Menschen nicht verstehen, wenn so viel Geld in die Salzburger Festspiele fließt, während das Arbeitslosengeld nicht einmal das Existenzminimum sichert?

Rabl-Stadler: Ich bedanke mich sehr gern bei den Steuerzahlern. Sie haben mitgeholfen, das neue Haus für Mozart zu zahlen - auch wenn wir, was weltweit einzigartig ist, 42 Prozent aus eigenen Mitteln beigetragen haben. Aber der Steuerzahler zahlt nicht unsere Subventionen. Sondern er bekommt im selben Jahr mehr an Steuern zurück, als wir an Subventionen kriegen. Außerdem sind wir ja für acht Wochen mit 3600 Mitarbeitern der größte Betrieb des Landes Salzburg. Und von Umwegrentabilität möchte ich gar nicht reden: Ohne Festspiele würden Tourismus und Handel verheerende Umsatzeinbußen haben und damit hunderte Arbeitsplätze bedroht sein.

Standard: Nächstes Jahr feiern die Festspiele 90-jähriges Jubiläum. Wie schauen Ihre Prognosen aus?

Rabl-Stadler: Ich bin, was das Finanzielle angeht, wieder nicht so optimistisch, obwohl wir ein besonders attraktives, leichter zugängliches Programm als 2009 haben werden. Ich möchte das Jubiläum als Trägerrakete für die nächsten Jahre verwenden. Es wird einen Richard Strauss geben; unsere schönen Mozartopern; die Uraufführung einer Rihm-Oper. Anna Netrebko wird die Juliette in Romeo und Juliette singen - jene Rolle, die sie uns absagen musste, weil sie damals schwanger wurde. Und was uns alle sehr freut: Es wird wieder zu einer Zusammenarbeit von Harnoncourt und Flimm kommen. (DER STANDARD, Print-Ausgabe, 27.8.2009)

 

Traurige Premiere: Den ganzen Sommer über gab es Karten

Für das Salzburger Kartenbüro Polzer endet der Festspielsommer mit einem tristen Ergebnis: Die Umsätze gingen gegenüber 2008 um 20,4 Prozent zurück. "Es war die schlechteste Saison, seit ich das Kartenbüro betreibe", so Wilhelm Prommegger. Seit neun Jahren kauft er die Karten immer im Dezember von den Festspielen an; aufgrund der geringen Nachfrage war er gezwungen, sie zum Teil um den halben Preis abzugeben.

Als Grund nennt Prommegger die Zurückhaltung der Firmenkunden: Den ganzen Sommer über seien für fast alle Veranstaltungen Tickets direkt beim Kartenbüro der Festspiele erhältlich gewesen. Die Touristen waren daher nicht gezwungen, auf die teureren Polzer-Kontingente zurückzugreifen.

Abgesehen von den Premieren waren etliche Vorstellungen (u. a. Judith und Al gran sole) schwach besucht. Im Republic blieb bei Welcome to Nowhere rund die Hälfte der Plätze leer. Nicht einmal die Konzerte der Philharmoniker sollen ausverkauft gewesen sein.

Aufgrund kurzfristiger Buchungen liegt die Gesamtauslastung dennoch bei 93 Prozent. Die Karteneinnahmen der letzten Jahre (24 Millionen Euro 2007, 25,1 Millionen Euro 2008) werden aber nicht erreicht. Dass man positive Bilanz zieht, hängt damit zusammen, dass man mit noch geringeren Einnahmen rechnete. (trenk)

 

Kommentar posten
18 Postings
nigeria-connection
 
01
27.8.2009, 12:23

Die Frau ist mir seit meiner Kindheit unsympathisch.
Wir haben als Kinder anläßlich eines Besuches (sie war damals noch Politikerin) im nördlichen Flachgau zum Empfang mit Blasinstrumenten gespielt. Worauf sie sich vor allen Leuten bei uns bedankte und meinte: "Das nächste mal, wenn ich komme, zieht ihr bitte schwarze Hosen an!".

chetan anurag
00
27.8.2009, 07:27

"... Es gab heuer viele Querelen als Begleitmusik ..."

Seit ich mich erinnern erklingt diese Begleitmusk alljaehrlich zu den Festspielen. Einerseits intern, anderseits durch die Kritik an den Corporate Sponsors, die Kritik and den Subventionen und der Elitaerenabkapselung und den ganzen Prominentenwirbel etc etc... Eine Kritik die zum Teil Berechtigt ist, zum Teil nur demagogischer Firlefanz.

Aber Fakt ist doch das die Salzburger Festspiele weltweit eine einzigartige Kultureinrichtung auf sehr hohem Niveau sind. Nennen sie mir bitte andere Festivals die eine derartige Dichte and hochklassigen Darbietungen bietet.

Ich denke mir auch das bei einer Kulturveranstaltung die Kritik auch ein Anzeichen eines gesunden Dialoges ist. My 2c :)

Walter Tiefenthaler
04
27.8.2009, 02:16
schade...

...entsprechend der fuer provinznester typischen gier 'weltstadt' sein zu wollen, werden die salzburger festspiele aufgeblaeht. die grossmannssucht der lokalen kulturoligarchie hat dazu gefuehrt, das der normalbueger nicht mehr erwuenscht ist. 'internationale marke' bedeutet die aufgabe der individualitaet und eine art mcdonald-isierung der festspiele. was einst ein fest fuer kulturelle feinschmecker war, ist nun einen tummelplatz fuer jet-set proleten. dies schreit - trotz eines monopols der organisatoren auf kultursubventionen (millionaere brauchen ja unterstuetzung) und medienberichterstattung nach einem gegenfestival. sollte dieses kommen, dann haette frau rabl wenigstens etwas kutlurell wertvolles erreicht. so ist das nur penlich...

Dr. Lari and Mr. Fari
 
00
27.8.2009, 12:01
kulturpessimistisches Gejammere!

Bitte sich die Besucherlisten anhand der "Gesellschaftsmeldungen" und sonstiger Klatschpresse der 20er- und 30er-Jahre zu Gemüte zu führen...

In Salzburg "mußte" "man" sein, vom Duke of Windsor mit seiner Simpsonin "abwärts"...

Walter Tiefenthaler
00
27.8.2009, 12:49
ach ja...?

so toll hat das damals nicht begonnen, es waere fast gescheitert. aber die perpetuisierung dieser alten und traditionellen veranstaltung in den 20ern war ein meilenstein der auf fruchtbaren boden fiel. damals war es ein fest von menschen fuer menschen (am besten '49-'59). es ging um kunst und nicht um kultur, um die buehne und nicht um das buffet. heute spielt nur noch das beste was man international buchen kann. wer mehr will muss nun woanders suchen. die alten zeiten kann man leider nicht so einfach wieder-holen wie den jedermann. ausserdem sind die gebisse der herrschaften, die nun im publikum sitzen inzwischen mehr wert als deren traeger. man sollte eine parallelveranstaltung fuer prothesen und leibartikel einfuehren.

Dr. Lari and Mr. Fari
 
00
27.8.2009, 15:12
Sowohl in den 1920ern als auch nach dem 2. WK bis zu den frühen 50ern

herrschte der Mangel. Daß dieser die Kreativität fördert, ist ein alter (und richtiger) Schmäh.
Aber: Gesellschaftsereignis waren die Sbg. FS schon lange. Es sei nur an die großen Feste Reinhardt's im Schloß Leopoldskron erinnert.
Daß das Marketinggenie Karajan seine Spuren hinterlassen hat, daran besteht kein Zweifel.
Aber ich kann Ihnen sagen: meine Eltern als Besserverdiener (Mittelschullehrer mit ordentlich Überstunden in den 1950ern) schafften es auch damals schon sehr selten, an Karten zu kommen.

Walter Tiefenthaler
00
27.8.2009, 15:35
ja, die kreativitaet geht heute ab...

...es gibt im moment wenig zwischen einheitsbrei und dumber provokation. gebildeten und wirklich kulturinteressierten menschen wie ihren eltern sind die karten auch wirklich zu goennen (solch ein publikum wuerde die kuenstler ja auch motivieren). ich nehme an, dass es diesen um die kunst an sich ging und nicht darum ihren schmuck zur schau zu stellen. bezueglich kartenmangel: in england z.b. wird immer mehr zu verlosungen uebergegangen. das demokratische prinzip sollte bei staatlich gefoerderten veranstaltungen eigentlich eine gleichstellung aller interessenten bewirken. leider ist dies nicht der fall (gibt es aber auch beim baellen und diversen sportgrossveranstaltungen).

Dr. Lari and Mr. Fari
 
00
28.8.2009, 13:05
naja, bei Preisen bis 370 Eumel und mehr

für gute Karten bei Opernaufführungen wird man eh fast nur mehr unter Schmuckausführern verlosen...


;-)))

dr.faymann
22
26.8.2009, 20:29

ein sponsor ist übrigens nestle: der konzern der für zigtausende tote kinder, kontaminiertes milchpulver, trockene brunnen, null arbeitsrechte, unfaire kaffeepreise, ausbeutung, genetisch mutiertes saatgut etc. steht. gerade arbeitet nestle an einem wassermonopol in den entwicklungsländern, durch tiefbohrungen versiegt das grundwasser, tausende verdursten und leiden. herzlichen glückwunsch an die salzburger festspiele und ihre künstler. vielleicht gibt es ja einmal ein kritisches hinterfragen, wenn aus den eigenen leitungen kein wasser mehr kommt. mehr zu dem tollen sponsor in dem buch "nestle:anatomie eines weltkonzerns"

Dr. Lari and Mr. Fari
 
01
27.8.2009, 15:13
Deine diffuse Mordanklage

ist ebenso wahr wie der Doktortitel des Feymann...

tramezzino
11
27.8.2009, 11:49

ja, ja, die armen kinder auf der ganzen, großen, weiten welt...

Lirum Larum
11
27.8.2009, 07:54

Vermutlich haben sie recht. Ich trinke dennoch jeden Tag meinen Nespresso in der Früh und blende das schlechte Gewissen aus - und außerdem sind die Alukapseln Umweltverschmutzung ...
Das politische Bewusstsein von Künstlern? Erst das Fressen ... so wie bei uns allen.

Ingrid Goeschl
20
27.8.2009, 13:59

Sarkasmus in diesem Zusammenhang ist geschmacklos, vor allem, weil die Vorwürfe gegen Nestle stimmen.

robert rittersmann
10
27.8.2009, 08:06

wie lange können wir alle das schlechte Gewissen noch ausblenden?
Es wird jeden Tag schwieriger!

Walter Tiefenthaler
11
27.8.2009, 02:40
richtig...

nestlé wird, durch diese art von gesellschaftlich opportunistischer akzeptanz, dazu angeregt seine anruechigen praktiken fortzusetzen. kunst, als wertvolles hinterfragen unser existenz - auch im sinne von jedermann, hat leider nichts mit kultur zu tun. dass sich kuenstler ueberhaupt die muehe machen vor dieser rotte von schwerhoerigen schaufensterpuppen aufzutanzen, laesst sich nur durch das hohe schmerzensgeld erklaeren. den 'kulturfolgern', die fest-spielen und die sich in bedeutungslosen kabalen ergehen, sind menschliche schicksale gleichgueltig. stiehlt man tausend euro kommt man ins gefaengnis, ab einer million in die seitenblicke und ab 10 millionen mit dem goldenen ehrenzeichen fur verdienste um die republik auf den opernball.

René Herndl
14
26.8.2009, 19:42
An und in den Salzburger Festspielen ist Vieles faul, ...

... aber Frau Rabl versteht es dank unkritischer Fragestellung und der Unkenntnis der Salzburger Verhältnisse seitens der Fragesteller, alle Flecken zuzudecken und sich selbst bestens zu präsentieren. Salzburg und die Festspiele sind zu einem reinen Kommerzevent verkommen, das zudem durch perönliche Untergriffe, Machtspiele und Intrigen gekennzeichnet ist. Eine Frau, deren Kultur mit dem was Max Reinhard konzipierte, nichts zu tun hat, als Präsdentin noch in ihrem Amt zu verlängern, ihre Macht auszubauen, das grenzt an kulturellen Selbstmord eines ganzen Landes.

Thomas Rothschild
 
14
26.8.2009, 19:32
Gut so

Da kommt Schadenfreude auf. Das Kartenbüro Polzer schlägt auf die ohnehin schon hohen Kartenpreise unverschämte 30 Prozent auf und verkauft die beliebten "Jedermann"-Karten meist nur bei gleichzeitiger Abnahme von Karten zu ansonsten weniger gefragten Veranstaltungen. Das aggressiv werbende Kartenbüro hat so in den vergangenen Jahren gut verdient. Das wäre noch nicht schlimm. Der Skandal besteht darin, dass viele Besucher, gerade junge Menschen aus dem Ausland, gar nicht wissen, dass die Festspiele ein eigenes Kartenbüro haben und sie sich den Zuschlag sparen könnten. Leider verzichten die Festspiele auch darauf, in ihren Publikationen auf diesen Umstand hinzuweisen. Ein Ende von Polzers räuberischer Praxis wäre nur zu begrüßen.

Lilly Vanessi
00
27.8.2009, 08:34
Googlen ist zuweilen hilfreich

Wenn die jungen Menschen aus dem Ausland nicht nach "Salzburg Festival" googlen können, um dann der Web-Site der Festspiele ihre Karten zu bestellen bzw. um sich dort über die Verkaufsmodalitäten der Festspiele zu informieren, dann finde ich eine dreißigprozentige "Deppensteuer" für so viel Unbedarftheit durchaus angebracht.

Die Kommentare von Usern und Userinnen geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder. Die Redaktion behält sich vor, Kommentare, welche straf- oder zivilrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen (siehe ausführliche Forenregeln), zu entfernen. Der/Die Benutzer/in kann diesfalls keine Ansprüche stellen. Weiters behält sich die derStandard.at GmbH vor, Schadenersatzansprüche geltend zu machen und strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.