40.000 bei größter Tomatenschlacht der Welt

26. August 2009, 17:51
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Die Ursprünge der "Tomatina" sind unklar - Vermutlich ist der matschige Spaß in den 40er-Jahren entstanden

Bunol - In der spanischen Kleinstadt Bunol nahe Valencia fand am Mittwoch zum 64 Mal die größte Tomatenschlacht der Welt statt.

Etwa 40.000 Menschen bewarfen sich am Mittwoch eine Stunde lang mit 120 Tonnen überreifen Tomaten. Die matschige Munition stellte die Stadtverwaltung zur Verfügung. Das beliebte Spektakel verwandelt jährlich die Plätze, Straßen in eine matschige rote Brühe.

Die "Tomatina" findet seit über 60 Jahren am letzten Mittwoch im August statt. Sie lockt zahllose Touristen aus ganz Europa, aus Asien und den USA an. Das Ziel der Schlacht besteht darin, den anderen Teilnehmern möglichst viele Tomaten ins Gesicht zu werfen.

Wurf-Regeln

Um schwerere Blessuren zu verhindern, ist es nach dem Reglement vorgeschrieben, die Paradeiser vor dem Werfen in der Hand zu zerdrücken. Zudem sind die Lieferanten angewiesen, nur überreife Früchte bereitzustellen. Ein Böllerschuss setzte der Schlacht nach einer Stunde ein Ende. Manche Teilnehmer standen fast bis zu den Knien in Brei. Mit Holzschiebern und Wasserschläuchen entfernten die Stadtreinigung und die Feuerwehr dann in Minutenschnelle die schleimige Masse von den Straßen.

Ursprung des Festes unbekannt

Die Ursprünge des Festes sind unbekannt. Nach der Legende sollen junge Leute in den 40er Jahren einen Umzug mit Paradeisern beworfen und damit die erste Tomatenschlacht ausgelöst haben. Die "Tomatina" war unter der Franco-Diktatur bis 1959 verboten. Die Stadt unternahm später einen neuen Versuch, das Spektakel zu unterbinden, beugte sich aber dem Druck der Bevölkerung und übernahm 1980 selbst die Veranstaltung des Festes. (APA)

 

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    Das Ziel der Schlacht besteht darin, den anderen Teilnehmern möglichst viele Tomaten ins Gesicht zu werfen

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    Um Verletzungen weitgehend zu verhindern, ist es vorgeschrieben, die Paradeiser vor dem Werfen in der Hand zu zerdrücken

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    120 Tonnen Gemüse-"Munition" stellt die Stadt zur Verfügung

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