Wiener Paar in Ägypten in Quarantäne

26. August 2009, 16:36
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Behörden gehen von Virusfreiheit nach fünftägiger Medikamentenbehandlung aus

Wien - Zwei Urlauber aus Wien, die sich seit vergangenen Samstag wegen einer Schweinegrippe-Infektion in einem ägyptischen Spital in Quarantäne befinden, dürfen möglicherweise ohne weiteren Test das Krankenhaus verlassen und die für Donnerstag geplante Heimreise antreten. Die beiden wurden fünf Tage mit dem antiviralen Medikamenten Tamiflu behandelt, danach sei man laut den Ärzten nicht mehr ansteckend, sagte Außenamtssprecher Peter Launsky-Tieffenthal. Aus diesem Grund werde jetzt über eine Entlassung nachgedacht, eine Entscheidung sei aber noch nicht gefallen.

Der ursprünglich für Mittwoch geplante Test auf Virusfreiheit wurde nicht durchgeführt, da dies nach vier Tagen Medikamentenbehandlung laut Ärzten nicht aussagekräftig sei.

Entscheiden sich die ägyptischen Behörden gegen diese Lösung, müssen die beiden 20-Jährigen weiterhin im Spital bleiben. Am Mittwochabend wird dann ein Test durchgeführt, der bis Donnerstag rechtzeitig zum Rückflug ausgewertet werden soll, erklärte der Sprecher. Für den Fall, dass das Pärchen die Heimreise nicht wie geplant antreten könne, arbeite man an einer Alternative für eine möglichst rasche Rückreise.

In Ägypten werden laut dem Außenamt als Maßnahme gegen die Schweinegrippe Einreisende mit erhöhter Temperatur fünf Tage in Quarantäne mit Tamiflu behandelt. Genau dies traf auf das Pärchen bei der Ankunft des Fluges in Sharm El Sheik zu, die Frau und der Mann leiden nach eigenen Angaben aber nach wie vor nicht an Grippesymptomen. (APA)

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