Schiitenpolitiker Hakim in Najaf beigesetzt

29. August 2009, 20:18
1 Posting

Iranischer Außenminister warnt vor Destabilisierung des Irak

Najaf - Im Beisein tausender Anhänger ist der am Mittwoch verstorbene irakische Schiitenführer Abdulaziz al-Hakim in seiner Geburtsstadt Najaf bestattet worden. Hakims sterbliche Überreste wurden am Samstag in einer Gruft neben dem Grab seines Bruders, des 2003 bei einem Anschlag getöteten Schiitenführers Mohammed Bakr al-Hakim, beigesetzt. Nach einer am Freitag abgehaltenen nationalen Trauerfeier am Flughafen von Bagdad war der Sarg erst in die den Schiiten heilige Stadt Kerbala und dann nach Najaf gebracht worden.

An der Beisetzung nahm auch der iranische Außenminister Manouchehr Mottaki teil. Zuvor hatte Mottaki in Bagdad Regierungschef Nuri al-Maliki getroffen und vor einer Destabilisierung des Irak gewarnt. Sicherheit und Stabilität im Irak hätten einen direkten Einfluss auf die Nachbarstaaten, sagte Mottaki nach Angaben der irakischen Regierung. Nach einem Treffen mit dem irakischen Außenminister Hoshyar Zebari sagte Mottaki, die Beziehungen der beiden Länder hätten sich "in allen Bereichen" verbessert.

Der Iran und der Irak stünden "in guten wie in schlechten Zeiten" Seite an Seite. Thema der Unterredungen waren unter anderem die verheerenden Anschläge vom 19. August in Bagdad, bei denen mindestens 95 Menschen getötet und mehr als 560 weitere verletzt worden waren.

Hakim war am Mittwoch in Teheran gestorben, wo er sich wegen Lungenkrebs behandeln ließ. Der Chef der größten Schiitenpartei Oberster Islamischer Rat im Irak (SIIC) war ein wichtiger Gegenspieler von Ministerpräsident Al-Maliki. (APA)

  • Bild nicht mehr verfügbar

    Hakims Sarg wird bei einer Trauerzeremonie am Flughafen von Bagdad von einer Ehrengarde getragen.

  • Bild nicht mehr verfügbar

    Hakim war Führer der Partei Oberster Islamischer Rat im Irak (SIIC) und galt als einer der mächtigsten Politiker des Landes.

Share if you care.