Schwarzenegger: "Fels der Familie"

26. August 2009, 10:58
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Reid, Reagan und Justizminister Holder würdigen langjährigen Senator - Blair und Cowen würdigen Beitrag für Nordirland

Washington - Zahlreiche Politiker, Prominente und Personen des öffentlichen Lebens reagieren auf den Tod Kennedys mit Würdigungen. Der ehemalige britische Premierminister Tony Blair hat den verstorbenen US-Senator Edward Kennedy für seinen "leidenschaftlichen Beitrag" im Friedensprozess in Nordirland gewürdigt. Kennedy sei ein "wahrer Diener des Volkes" gewesen, der sich "Werten wie Fairness und Gerechtigkeit" verschrieben hatte, erklärte Blair am Mittwoch in London. Auf der ganzen Welt habe er "Bewunderung, Respekt und Hingabe erweckt".

Auch der irische Ministerpräsident Brian Cowen hob die Verdienste Kennedys in Nordirland hervor. "Er hat seinen beträchtlichen Einfluss im mächtigsten Parlament der Welt genutzt, um diese Insel zu einem besseren Ort zu machen", sagte Cowen. Die Kennedys sind irischer Abstammung.

Schwarzenegger: "Mann von starkem Glauben und Charakter"

Der Gouverneur des US-Staates Kalifornien hat den verstorbenen Senator Edward Kennedy als "Mann von starkem Glauben und Charakter" gewürdigt. "Teddy lehrte uns, dass der Dienst an der Allgemeinheit kein Hobby, sondern eine Lebenseinstellung ist." Der demokratische Senator sei der "Fels unserer Familie" gewesen, erklärte Schwarzenegger nach Angaben des Nachrichtensenders CNN vom Mittwoch.

Der republikanische Gouverneur ist mit einer Nichte von Edward Kennedy verheiratet. Kennedy ist im Alter von 77 Jahren an Krebs gestorben.

"Gebrüll des liberalen Löwen verstummt"

Der Mehrheitsführer im US-Senat und die Witwe des konservativen Präsidenten Ronald Reagan haben den verstorbenen US-Senator Edward Kennedy gewürdigt. "Das Gebrüll des liberalen Löwen ist jetzt vielleicht verstummt, aber sein Traum wird nie sterben", erklärte der demokratische Senator Harry Reid zum Tod seines politischen Weggefährten. Kennedys Vermächtnis "steht in einer Reihe mit den größten, engagiertesten und patriotischsten Männern und Frauen, die jemals in diesen Hallen gedient haben", erklärte Reid am Mittwoch.

Nancy Reagan, Witwe des republikanischen Präsidenten Ronald Reagan, verwies auf Gemeinsamkeiten zwischen ihr und Kennedy bei der Frage der Stammzellenforschung. Nancy Reagan setzt sich für die Ausweitung dieses Forschungsbereichs ein, um Alzheimer-Kranken zu helfen. Ihr Mann war an dieser Krankheit gestorben. "Bei all unseren politischen Differenzen wundern sich die Leute manchmal, wie nahe Ronnie und ich der Kennedy-Familie standen." In den vergangenen Jahren habe sie in Edward Kennedy einen "Verbündeten und engen Freund" gefunden.

"Einer der außergewöhnlichsten Menschen, die dem Land je gedient haben."

In einer Erklärung, die am Mittwochabend vom Justizministerium veröffentlicht wurde, betonte der amerikanische Justizminister Eric Holder, welche Inspiration Kennedys Einsatz für Bürgerrechte und Fairness auch heute noch für ihn sei und "wie ich weiß, zahllose Mitarbeiter des Justizministeriums".

"Jeden Tag schaue ich auf das Porträt seines Bruders Robert, das in meinem Büro hängt und es erinnert mich daran, dass die Kennedy-Familie Amerika gezeigt hat, wie wichtig es ist, für das zu kämpfen, was richtig ist", sagte Holder. Senator Kennedys Leben sei zu Ende gegangen, doch das Ziel, allen Amerikanern Gerechtigkeit und Gleichheit zu garantieren, werde das Ministerium weiterführen. "Sodass seine Träume für ein besseres Amerika niemals sterben werden."

Merkel würdigt Kennedy

Die deutsche Bundeskanzlerin Angela Merkel hat den verstorbenen US-Senator Edward Kennedy gewürdigt. In einem Beileidsschreiben sprach Merkel am Mittwoch US-Präsident Barack Obama "und dem amerikanischen Volk" ihre Anteilnahme aus und bat Obama darum, "der Familie des Verstorbenen mein tiefes Mitgefühl zu übermitteln".

"Edward Kennedy war über Jahrzehnte hinweg eine der herausragenden Persönlichkeiten der amerikanischen Politik. Sein Eintreten für Gerechtigkeit und Frieden war geprägt von Überzeugung und Standhaftigkeit. Deutschland und Europa verlieren mit Senator Kennedy einen guten und geschätzten Freund", schrieb Merkel. (APA/dpa)

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