FSF: "Windows 7 in den Mistkübel"

26. August 2009 11:07
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Free Software Foundation startet Kampagne gegen Windows 7 - Aktionen starten in dieser Woche

Die Free Software Foundation (FSF) steigt mit einer neuen Kampagne gegen den US-Softwarekonzern Microsoft in den Ring. Auf der Webseite Windows7sins.org weist die Organisation auf die Gefahren von proprietärer Software im Allgemeinen und von Windows im Speziellen hin.

Windows in den Mistkübel

Nicht nur das Logo der Kampagne zeigt einen Anwender, der Windows 7 in den Mistkübel wirft - auch bei öffentlichen Aktionen und Kampagnen soll dies Realität werden. Schon für Mittwoch ist die erste Aktion in Boston geplant, im Zuge derer man Unternehmen dazu bewegen will, Windows aus der Firma zu werfen und stattdessen freie Software einzusetzen.

499 Briefe

Im Rahmen der Aktion wurden auch Briefe an die Chefs von 499 der 500 größten Unternehmen geschickt, um sie über die Gefahren proprietärer Software aufzuklären. Den Brief an Microsoft, ebenfalls in der Liste der "Fortune 500", habe man sich gespart, so die Initiatoren. Die Protestaktion richte sich gegen proprietäre Software im Allgemeinen und nicht gegen spezifische Eigenschaften von Windows 7, erklärte FSF-Geschäfstsführer Peter Brown.

Die sieben Kritikpunkte

Auf der eigens eingerichteten Webseiten werden die sieben großen Kritikpunkte an Windows 7 von den FSF-Mitgliedern aufgelistet. So würde Microsoft viel Geld investieren, um die eigenen Produkte im Bildungs- und Erziehungswesen zu verankern. Für die SchülerInnen und StudentInnen würde dies aber nicht bedeutetn, dass sie lernen mit Computern umzugehen, sondern nur mit den Produkten eines Unternehmens. Microsoft dringe in die Privatsphäre der AnwenderInnen ein - besonders wird hier das Programm "Windows Genuine Advantage" die Systeme der Windows-Nutzer inspiziert würden. Das Unternehmen nutze sein Monopol aus, zwinge die KundInnen dazu ungewollte Updates durchzuführen und würde zudem die Entwicklung offener Standards blockieren, so die KritikerInnen. Auch die Mechanismen zum Digital Rights Management sind der Free Software Foundation ein Dorn im Auge, da dies aus ihrer Sicht aus ein großes Sicherheitsrisiko für die AnwenderInnen darstelle.(red)

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Posting 1 bis 25 von 234
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so go
31.08.2009 19:36
danke fsf!

erlerne deinem kind den umgang mit windows und es wird alle 3 jahre einen neuen rechner haben wollen...

erlerne deinem kind den umgang mit dem mac und es wird in 3 jahren noch mehr geld ausgeben können...

erlerne deinem kind aber den umgang mit linux und es wird sein leben lang einen besseren zugang zu der materie haben.

hellfast
01.09.2009 03:43

innerhalb von drei jahren kann man einen computer absetzen, aber egal. "so go" spielt eh nur damit...

mxcod
01.09.2009 08:34

und ? Meinen Sie daher das man alle drei Jahre auf jeden Fall neue IT kauft wenns nicht notwendig ist....

Bissiger Wachhund
31.08.2009 09:10
selbstdisqualifizierend

nicht mehr und nicht weniger

verleih nix
29.08.2009 10:26
haben die an apple geschrieben?

oder ist apple nicht in den fortune 500?

tomsphotography
28.08.2009 11:50
hinhauen

ich hab immer den eindruck, dass auf ms mehr hingehauen wird als auf alle andern. dabei fällt mir besonders apple negativ auf, die mit itunes in kombination mit ipod und iphone ja dermaßen einschränken und binden - aber keiner sagt was? macht gutes design und marketing blind?

awsd
01.09.2009 08:27

absolut berechtigter einwand!
apple verkauft seine produkte auf den keynotes wie in einem (scientology-) gottesdienst. und die kunden werden genauso entmündigt und an der kurzen leine gehalten, wie in besagter organisation.

das design/die benutzerführung mag gut sein. das geht allerdings auch leicht, wenn man die flexibilität so weit zurückschraubt, wie apple das tut.

muss dazusagen, dass ich aber kein windows-fan bin. arbeite seit vielen jahren mit beiden und muss sagen, dass kein system zufriedenstellend ist. linux kommt für viele branchen leider nicht in frage...
lg

xray -
29.08.2009 01:32

marketing, offenbar ja.
gutes design kanns nicht sein, gutes design dient dem nutzer und schränkt ihn nicht ein.

apple und skype sind da derzeit meine lieblinge ... alle finden's super, und das obwohl beide äußerst einschränkend sind.

Al Borland
29.08.2009 18:17

Was ist denn an skype so einschränkend?

xray -
31.08.2009 23:05

1. dass ich den dienst nicht so nutzen kann wie ich möchte - also getrennt vom skype-client. ich bin gerne bereit was zu zahlen wenn ich den dienst nutze, aber nicht mit dem skype-client, der unpraktisch und nicht transparent ist - niemand weiß was er alles macht.

2. sollte das protokoll offen dokumentiert sein, oder skype sollte ein standardisiertes protokoll verwenden. die gesamte zukünftige sprachkommunikation in die hände eines beliebigen unternehmens zu legen, halte ich für grob fahrlässig. sie könnten mit dem protokoll machen was sie wollen ohne dass es jemand merkt. sie könnten den dienst quittieren aus unternehmerischen gründen, ... sprich: wenn skype nicht mehr da ist (oder böse wird), sollte man weiter voipen können.

so go
31.08.2009 19:40

sämtliche TKU; also "Telekommunikationsdiensteanbieter"... bin gespannt wielange man uns voip vorenthalten kann.

chrilo
27.08.2009 19:32
Lieber Mails kaufen ;)

Ich war gerade auf der seite von FSF und bemerkte auf der rechten Seite, das man Mails, das gratis Nachrichtenformat überhaupt, kaufen konnte, damit diese an weitere Firmen gesendet werden.
100EUR für 200 Mails

Ich muss ehrlich sagen, um das Geld geh ich lieber in den nächst besten Laden und kauf mir die OEM von Windows 7 bevor ich den Firmen den Spamordner vollmache.

FalscherProphet
28.08.2009 02:52
Manche Leute lieben es halt förmlich,

kontrolliert und "geleitet" zu werden.

Ich nicht: Es ärgert mich jetzt noch, dass ich der Installation der (unter WinXP noch nicht zwingenden) "Windows Genuine Advantage" in Form eines Auto-Updates zustimmte.

Aber man muss WinXP ja sowieso jedes zweite Jahr einmal neu installieren, damit's wieder flüssig läuft...

Borg101 (Flip Mode)
01.09.2009 11:17
Was? Sie müssten jedes Jahr XP neu installieren?

Also ich habe XP 6 Jahre lang benutzt ohne es noch mal installieren zu müssen!

Habe es für mein Studium (Informatik) verwendet, Geld verdient (Softw. geschrieben, Web-Design,...), gespielt (z.B. Counter Strike), im Internet gesurft und "Dateien" heruntergeladen.

Tja, und es funktioniert immer noch.
MfG

FalscherProphet
02.09.2009 17:20
Na dann richten Sie sich einfach einmal testweise

eine zweite (od. weitere) System-Partition ein, und installieren darauf WinXP neu -
plus allen momentan in Verwendung stehenden Programme.

Der Geschwindigkeitsvergleich macht sicher.
(Alle ZWEI Jahre hab' ich geschrieben.
Und zwischen bremsen und laufen sollte unterschieden werden...)

chrilo
28.08.2009 07:41

Nochmal zur WGA, ich hatte deinen Beitrag etwas zu schnell gelesen.

Ein Programm, dasss bei Eingabe eines Keys, diesen Online Aktiviert und dazu noch überprüft ob er nicht schon 100 mal vergeben wurde oder aus einem Unternehmen geschmuggelt wurde (Volumenlizenzkeys) ist doch sowas von Standard bei kommerzieller Software und ärgert immer nur die, die keine legale Kopie besitzen, zumal auch bei außnahmsweise fälschlicher Erkennung keine produktiven Funktionen des OS eingeschränkt sein würden.

FalscherProphet
28.08.2009 12:19
Das siehst Du falsch:

1.) Kann man unter WinXP
wGA sowieso durch die Installation von Offline-Updates (SP3, IE8, ...) umgehen -
somit ärgert einem (der sich auskennt) die WGA nicht aufgrund Update-Einschränkungen.

2.) Besitze ich WinXP Pro (en).

free2g
28.08.2009 17:05

also ärgert es dich doch nicht?

FalscherProphet
29.08.2009 01:54
Jedes Vehikel weniger, das private Daten

von sich aus an unbestimmte Ziele sendet, ist gut.

Deshalb auch nicht Google Chrome, sondern Iron.

free2g
29.08.2009 12:39

...so wie die Onlineaktivierung und UpdateManager vieler vieler anderer Anwendungen?

Also was genau hat MS mit WGA verbrochen, dass von anderen Herstellern, ganz groß dabei: Adobe, nicht schon hundertfach verbrochen wurde (wohlgemerkt ohne dass sich eine breite Front gegen diese Firmen bildet)?

FalscherProphet
29.08.2009 18:07
Dass sich bei einem Hersteller mit hunderten millionen Kunden

keine entsprechend breite Front (gegenüber anderen "Privatsphäre-Sündern) bildet,
leuchtet Dir nicht ein, oder was...

UND: Der Update-Manager von Open-Source Anwendungen wie z.B. Firefox ist bezüglich der übertragenen benutzerbezogenen Daten überprüfbar.

FalscherProphet
02.09.2009 17:28
EINE entsprechend breite Front.

free2g
29.08.2009 18:57

ja genau, Adobe ist ja nur ein kleines Softwarestübchen -.-

Und was Firefox jetzt damit zu tun hat ist mir völlig fremd, seit wann muss den Firefox keys prüfen?

Onlineaktivierung und überprüfung ist schon längst zum Standard für kommerziele Software geworden, aber bei MS wärs plötzlich "ärgerlich" (obwohl du ja ne legale Version besitzt)...

chrilo
28.08.2009 07:34

Ich sprach
1. auch von Windows 7 nicht von XP
2. überprüft die WGA den Key von Windows und demnächst auch Office online ob er auf einer gesperrten Liste steht, mehr nicht.
3. Ist die verwendung der WGA noch immer freiwillig, da sie von MS vorwiegend dazu verwendet wird den Leuten feststellen zu Helfen, ob sie von ihrem Händler betrogen worden sind. (Alles andere würde auch den Kunden von vorneherein als Dieb hinstellen)
4. Sind die Datenschutzbestimmungen von MS im Gegensatz zu google wirklich ausreichend um auf dieses ständige gefläme verzichten zu können
5. Kann man unter Windows 7 unter der Aufgabenplanung wirklich jede automatische Aktion (Wartung, UEP, Problemberichte, Windows Defender) kontollieren und auch deaktivieren.

Teraniel
27.08.2009 17:47
FSF...the dark side of Open Source.....

Also während des durchelesens der 7 gründe wusst ich ned ob ich lachen oder heulen sollte...

kann eigentlich keinem einzigen der gründe wirklich zustimmen die sie genannt haben...

Ich sehs schon dass sind genau die art "rebellen" die in nem halben jahr auf ihre lohnzettel von microsoft kriegen...

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