Venezuela droht mit Abbruch der Beziehungen

26. August 2009, 08:15

Ursache ist die militärische Zusammenarbeit Kolumbiens mit den USA - Kolumbien will den USA die Nutzung einiger Militärstützpunkte erlauben

Caracas - Im Streit um militärische Zusammenarbeit mit den USA hat Venezuela seinem Nachbarland Kolumbien mit dem Abbruch der diplomatischen Beziehungen gedroht. "Wir müssen den Bruch mit Kolumbien vorbereiten, Nicolas. Das wird passieren", sagte Venezuelas Präsident Hugo Chavez seinem Außenminister Nicolas Maduro am Dienstag im staatlichen Fernsehen.

Die Beziehungen der beiden Nachbarstaaten sind angespannt. Chavez ist vor allem darüber erzürnt, dass Kolumbien den USA zunehmend die Nutzung von Militärstützpunkten gewähren will. Vergangene Woche hatte Venezuela bereits mit einem Stopp seiner Importe aus Kolumbien gedroht. Im vergangenen Jahr stieg der Handel zwischen den beiden Staaten auf ein Rekordvolumen von sieben Milliarden Dollar (4,89 Mrd. Euro).

Ende der Woche kommen in Argentinien die Regierungschefs der südamerikanischen Staaten zusammen, um über das Abkommen Kolumbiens mit den USA zu beraten. (APA/Reuters)

Kommentar posten
17 Postings
hansito
11
26.8.2009, 21:18

Als Ersatz ist ja sofort die Cristina Kirchner eingeprungen! Der Weg der Waren ist allerdings ein bisschen grösser! Na ja, dann wirds halt für die Venezolaner ein bisserl teurer, interessiert doch den Hugo nicht!

pepitant
00
7.10.2009, 11:11
Ach, darum steht bei PC-Einzelteilen

überall "Made in China" drauf. Weil das ist ja gleich beim Hofer um die Ecke, jetzt ist auch ganz klar, warum derso billig sein kann.

dr.nett
01
26.8.2009, 17:47
Handelsboykott - Fast wie die USA gegen Kuba ...

Voll gemein, aber das ist ein anderes Thema ....

Venezuela importiert bei weitem mehr aus Kolumbien als sie von da beziehen.

Naja, bisher war "freier Markt". Ich gehe einmal davon aus, es hatte wirtschaftliche Gründe, warum man in Kolumbien einkaufte. Man kann jetzt überall anders die Waren beziehen, sicher (sofern man Bares hat), nur wird es wohl einfach etwas teurer sein (und/oder die Qualität sinkt).





wider den rechten Kanaillen
00
27.8.2009, 00:28
US-Blockade gegen Kuba

Das Problem ist nicht, dass die USA keinen Warenaustausch ihres Landes mit Kuba dulden, sondern, daß sie alle Länder und Firmen mit schwersten Sanktionen belegen, wenn sie Handel mit Kuba treiben.

Selbst die EU und Kanada haben z.B. gegen die Extraterritorialität des Helms-Burton-Gesetzes protestiert. Dieses sieht vor, dass personen, die in Kuba investieren in USA vor Gericht gestellt und verurteilt werden können - auch nicht US-Bürger.

Das ist Wirtschaftsterrorismus pur.

Reto Gerber
30
27.8.2009, 09:49
und jetzt konkret ...

Was passiert, wenn die Schweiz Klopapier an Kuba verkauft? Bitte erklären ....

und ...

"Der Helms-Burton Act verbietet _US-Bürgern_, Ausländern mit _dauerhafter Aufenthaltsgenehmigung_ und Vertretern der USA Darlehen, Kredite oder eine andere Finanzierungsform zum Zwecke finanzieller Transaktionen, die in irgendeiner Form _konfisziertes Eigentum_ betreffen, auf das ein Bürger der USA Anspruch erhebt, zu verlängern."

wider den rechten Kanaillen
00
27.8.2009, 21:16
Den Rest hat er wieder unterschlagen ...

http://de.wikipedia.org/wiki/Helms-Burton

"Der Helms-Burton Act wurde vom Europarat, der EU, Kanada, Mexiko, Argentinien und anderen Ländern, die normale Handelsbeziehungen mit Kuba führen, verurteilt. Kritik kam auch von Menschenrechtsorganisationen. Um den Effekten des Gesetzes entgegenzusteuern, erließen verschiedene Länder eigene Gesetze. Dies waren bisher Kanada mit dem Foreign Extraterritorial Measures Act und Mexiko mit dem Law of Protection of Commerce and Investments from Foreign Policies that Contravene International Law of Mexico."

Du solltest bei den Putschzeitungen in Venezuela und Honduras anfangen...

Austro-Spanier0
41
26.8.2009, 17:18
Kolumbien sollte diesen Rüppel weiterhin ignorieren,

deshalb schäumt er ja auch vor Wut. Sollte es aber diesem Möchtegern Caudillo wirklich einfallen, Kolumbien anzugreifen, dann wäre das sicher der letzte Blödsinn in einer langen Reihe von idiotischen Massnahmen, die der Clown getätigt hätte.

Nowotila
12
27.8.2009, 10:18
Venezuela sollten den Drogenhändler Uribe

und obersten Todesschwadron NICHT ignorieren.

Horst Holger
00
30.8.2009, 23:13
Uribe wird Chavez nicht ignorieren

solange der den FARC Gesellen Unterschlupf auf ven. Gebiet bietet.

hexe caracas
00
26.8.2009, 10:53
die amerikanische Ölversorgung ist bedroht

die Spannungen nehmen zu!

dr.nett
01
26.8.2009, 17:30
Wieso denn ?

Venezuela liefert sein (schwierig zu verarbeitendes) Öl nicht mehr an Venezuela - Konsequenzen?

1. USA haben ein Öl-Problem, müssen für Ersatz sorgen. Beim letzten Monatelangen Ausfall aus Venezuela hat das reibungslos geklappt.

2. Venezuela geht bankrott - weil ausser Öl haben sie praktisch null Einnahmen.

und ....

Haben die USA eine ernsthafte Wirtschaftskrise, wen betrifft das dann nicht ? Alle ? Wer braucht dann eigentlich noch das ganze (zusätzliche) Öl (China, Indien - für was, wenn nicht für die ganzen Exportwaren ?

Chavez poltert und liefert - die USA nehmen, zahlen und planen.

P.S. Aber im Irak .... Nein, die USA oder US-Firmen kontrollieren kein einziges Ölfeld in den USA.

diamant
21
26.8.2009, 13:51
Chavez wird also Kolumbien besetzen und so

die USA von deren Oelquellen abschneiden!!

Geniale Strategie!!

Com Pirx
10
26.8.2009, 09:38

Er will nur Flugmeilen für seinen Botschafter sammeln.

Herzerzog Johann
11
26.8.2009, 09:23
Die Kolumbianer werden jetzt wohl vor Schreck erstarren, ...

... die Yankees landesverweisen und den kubanischen Weg einschlagen.

Nicolas Castillo
21
26.8.2009, 09:36
ja, ich kann sie schon hören ...

die Fidel- und Hugorufe auf der Plaza Bolivar ...

Nicolas Castillo
00
26.8.2009, 09:19
das ist jetzt die nächste Runde der Verzweiflung

diamant
44
26.8.2009, 08:29
Und eines schoenen morgens wird Chavez uns

im Fernsehen entgegentreten und uns mit schwuelstiger Revolutionsprosa berichten dass nun seit 0545 'zurueckgeschossen' werde.......

Die Kommentare von Usern und Userinnen geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder. Die Redaktion behält sich vor, Kommentare, welche straf- oder zivilrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen (siehe ausführliche Forenregeln), zu entfernen. Der/Die Benutzer/in kann diesfalls keine Ansprüche stellen. Weiters behält sich die derStandard.at GmbH vor, Schadenersatzansprüche geltend zu machen und strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.