Bewegung im Fall Shalit

25. August 2009, 20:58

Bemühungen um Befreiung des gefangenen Israeli - Hamas: Berlin an Verhandlungen beteiligt

Gaza - Die Bemühungen um die Freilassung des von der radikal-islamische Palästinenser-Organisation Hamas verschleppten israelischen Soldaten Gilad Shalit kommen offenbar voran. Die Beteilung der Deutschen bei den Verhandlungen über einen Austausch Schalits gegen in Israel inhaftierte Palästinenser hätten Bewegung in die Angelegenheit gebracht, sagte der Hamas-Funktionär Ayman Taha, am Dienstag Reuters. Allerdings habe es noch keinen Durchbruch gegeben. Die Verhandlungen zur Freilassung des im Juni 2006 an der Grenze zum Gaza-Streifen entführten Schalit werden unter Vermittlung Ägyptens geführt.

In verhandlungsnahen Kreisen heiß es ergänzend, Israel habe Vorbehalte gegen die Freilassung einiger auf der Hamas-Liste genannten Palästinenser fallen lassen. Hamas fordert im Gegenzug für die Freilassung Shalits die Freilassung von Hunderten in Israel inhaftierter Palästinenser.

Vor kurzem hatte Ägyptens Präsident Hosni Mubarak überraschend eine Beteiligung Deutschlands an den Bemühungen zur Freilassung Shalits öffentlich gemacht. Ein Sprecher der deutschen Bundesregierung wollte keine Einzelheiten nennen und verwies auf die Vertraulichkeit der Vermittlungsbemühungen. Im Auswärtigen Amt hieß es am Dienstag lediglich, man hoffe, Shalit aus der "Haft" freikomme. Der Soldat war auf israelischem Boden gekidnappt und in den Gaza-Streifen verschleppt worden. (APA/Reuters)

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