Faymann mahnt: "Es darf keine Kooperation mit der FPÖ geben"

25. August 2009, 17:20
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Kanzler ruft Parteifreunde auf: Ganz scharfe Abgrenzung, kein Taktieren

Wien - Bundeskanzler und SPÖ-Chef Werner Faymann spricht sich dezidiert gegen jegliche Zusammenarbeit mit der FPÖ aus. Das gelte insbesondere auch für die SP- Landesorgansiationen, sagt Faymann im Standard-Gespräch. Dem steirischen Landeshauptmann Franz Voves, der sich "jederzeit" von der FPÖ wählen lassen würde, will Faymann "keine Empfehlung geben", aber "ganz deutlich die Meinung sagen": Zur FPÖ müsse man "eine ganz scharfe Trennlinie ziehen, da darf es keine Kooperation geben". Faymann: "Ich bin überzeugt, dass sich meine Meinung auch in der Steiermark durchsetzen wird. Der Wahlkampf wird uns leider wieder recht geben."

Die FPÖ würde antisemitische und rassistische Aussagen bewusst einsetzen, um ihr Wählerklientel zu bedienen, sagt Faymann. Dass der Vorarlberger Landeshauptmann Herbert Sausgruber dem FPÖ-Spitzenkandidaten Dieter Egger die zusammenarbeit aufgekündigt hat, bezeichnet der Kanzler als den richtigen Weg. Egger hatte den Direktor des Jüdischen Museums in Hohenems als „Exiljuden aus Amerika" bezeichnet.

Den "Taktikern" in der eigenen Partei, "die glauben, sich eine Option mit der FPÖ offen lassen zu müssen, weil das auch die ÖVP tut", erteilt Faymann eine Absage. "Wir haben hier auch eine moralische Verpflichtung."

"Die jetzige Debatte sollten wir auch gleich zum Anlaß nehmen, Martin Graf abzuwählen", fordert Faymann auch vom Koalitionspartner ÖVP entschlossene Schritte gegen den dritten Nationalratspräsidenten. (völ, DER STANDARD, Printausgabe, 26.8.2009)

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    Faymann: "Ich bin überzeugt, dass sich meine Meinung auch in der Steiermark durchsetzen wird. Der Wahlkampf wird uns leider wieder recht geben."

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