Türkische Reeder beklagen Embargo gegen Abchasien

25. August 2009, 16:26
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Zehn Schiffe und mehr als zwanzig Personen von Tiflis festgehalten

Istanbul - Türkische Reedereien und Exporteure beklagen die Folgen des georgischen Embargos gegen die abtrünnige Region Abchasien. In den vergangenen 15 Jahren habe Georgien mehr als 100 türkische Schiffe beschlagnahmt, die Ladung nach Abchasien bringen sollten, berichtete die türkische Wirtschaftszeitung "Referans" am Dienstag. Die Schiffe würden zerstört. Derzeit würden zehn Schiffe festgehalten, darunter Frachter und Fischerboote. Mehr als 20 Türken seien in Haft.

Türkische Unternehmensvertreter forderten ihre Regierung auf, sich für die Reedereien und ihre Besatzungen einzusetzen, berichtete die Zeitung. Die Türkei unterstützte die Blockade Abchasiens und habe mit Georgien ein entsprechendes Abkommen geschlossen. Abchasien liegt an der nordöstlichen Küste des Schwarzen Meeres.

Russland hatte die Gebiete Abchasien und Südossetien nach dem Südkaukasus-Krieg im vergangenen Jahr trotz internationaler Proteste als unabhängig anerkannt. Der Südkaukasus-Krieg hatte im August 2008 mit einem georgischen Angriff auf Südossetien begonnen. Russische Einheiten marschierten ins Nachbarland ein und besetzten vorübergehend Teile des georgischen Kerngebiets. (APA/dpa)

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