Wenig Chancen für die seltenste Ente der Welt

25. August 2009, 15:51
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    foto: lily-arison rene de roland, the peregrine fund

    Der Madagaskar-Moorente, hier ein männliches Exemplar, geben Tierschützer nur mehr geringe Überlebenschancen.

Laut Tierschützern gibt es von der Madagaskar-Moorente nur mehr 19 Exemplare - Aufbau einer ständigen Brutstation geplant

Antananarivo - Die seltenste Ente der Welt, die Madagaskar-Moorente (Aythya innotata), soll vor dem völligen Verschwinden gerettet werden. Wie die drei Organisationen Wildfowl and Wetlands Trust (WWT), Durrell Wildlife Conservation Trust (Durrell) und der Peregrine Fund am Dienstag mitteilten, gibt es nur noch 19 Exemplare dieser Tauchente; sie ist damit unmittelbar vom Aussterben bedroht.

Ursprünglich galt sie schon Anfang der 1990er Jahre als ausgerottet, doch wurden 2006 einige Exemplare auf der Tropeninsel entdeckt. Als Hauptursache für die Rückgänge der Bestände gilt die Einführung des pflanzenfressenden Tilapia. Die Fischart trug wesentlich zur Veränderung der Vegetation der Brutgewässer der Madagaskar-Moorente bei.

Ornithologen zählten im Bereich des Lac Alaotra - des größten Süßwasser-Sees östlich der Hauptstadt Madagaskars - gerade mal sechs weibliche Vertreter dieser endemischen Entenart gezählt. Ziel ist laut WWT-Manager Nigel Jarrett, spätestens im nächsten Jahr eine ständige Brutstation aufzubauen. Im Oktober 2009 ist eine weitere Exkursion geplant, um eventuell Gelege der Moorente zu finden.

Geringe Chancen

Durrell-Projektleiter Glyn Young bestätigte, dass die Chancen, diese Vogelart vor dem Aussterben zu retten, sehr gering seien. "Wir müssen viel Energie aufbringen, die Moorente und auch weitere Arten davor zu bewahren, ebenfalls ausgerottet zu werden", meinte er. Seit der Wiederentdeckung 2006 habe man elf Jungenten aufziehen können. (red/APA)

Ruth Schlabbeeritzka-Pangl
00
26.8.2009, 07:56
"...Exkursion geplant, um eventuell Gelege der Moorente zu finden."

Na da werden die armen Viecherln eine besondere Freude haben, wenn die selbsternannten "Tierschützer" in ihren Brutgebieten herumstiefeln...

dasistkeinpostingname
43
25.8.2009, 17:39

wie schmecken die ?

falkenhayn
93
25.8.2009, 17:32

Ich frage mich immer, ob man Ressourcen nicht sinnvoller einsetzen könnte, als eine unbekannte, unwichtige Art zu retten, die niemandem abgehen wird. Im Ernst: schon einmal von der Madagaskar-Mooerente gehört? Selbst wenn ja, wem würde sie wirklich abgehen? Wieviele Milliarden Tierarten sind schon ausgestorben und werden noch aussterben (inklusive Mensch). Solange bspw Menschen an Hunger sterben und das Energieproblem nicht gelöst ist, sind diese Aktionen zwar ehrhaft aber nicht mehr als gewissensberuhigende Feigenblätter.

karakal
01
28.8.2009, 10:26
Tja.

Vielleicht wäre die Lösung, dass Menschen weniger Energie brauchen und die reichen Länder weniger Nahrungsmittel verschwenden. Alleine mit dem könnte das Hunger-Problem schon leicht gelöst werden.
Solange aber Gier nach mehr Geld die einzige Triebfeder menschlichen Handels ist, wird sich da net wirklich viel ändern.

scrollradl
 
00
26.8.2009, 08:12
"wem würde sie wirklich abgehen?"

Das kommt davon, wenn man nach der virtuellen Moorhuhnjagd sich auf Moorenten spezialisiert.

Der letzte (reale) Moorentenerpel hat da andere Ansichten, wenn ihm die Weibchen andopogen abhanden kommen.

Jojo07
210
25.8.2009, 20:32
Falkenhayn? Wer oder was ist Falkenhayn?

Würde dieses hirnlose Wesen seinen Geist aufgeben, würde es niemandem abgehen. Hat jemand schon mal von diesem nutzlosen Ding gehört? Wäre es nicht sinnvoller, alle Ressourcen, die das Sozialsystem und alle anderen Systeme für das Überleben dieses völlig nutzlosen Dings aufwenden, in sinnvollere Agenden zu investieren?

Es ist ja ehrenhaft, diesem unwichtigen Falkenhayn ein Überleben zu sichern - aber es ist, solange es noch tatsächlich intelligente Wesen auf diesem Planeten gibt, die der Hilfe bedürfen, doch nichts anderes als ein sinnloses Feigenblatt, dass man ihn weiterhin am Leben erhält.

I bis
15
25.8.2009, 18:05
Das Artensterben ist das schlimmste Verbrechen an der Natur und gegenüber künftigen Generationen.


Wäre vor der Entdeckung des Penicillins durch Alexander Fleming irgendjemandem der Schimmelpilz Penicillium notatum abgegangen?

Jede verlorene Art ist ein Buch weniger in der Bibliothek des Lebens. Und das ist für mich abseits der potentiellen Nützlichkeit auch ein ästethischer und ethischer Verlust.

Das derzeitige anthropogene Artensterben ist das schlimmste seit 65 Mio. Jahren, und es ist das größte Verbrechen der heutigen Menschen an der Natur und auch gegenüber unseren fernen Nachkommen.

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