Antisemitismus-Vorwürfe

FPÖ Vorarlberg mauert

25. August 2009, 17:37

Faymann lobt Abgrenzung der Vorarlberger Parteien

Bregenz - Bundeskanzler Werner Faymann (SPÖ) zeigte sich im Pressefoyer nach dem Ministerrat "froh darüber" , dass die Vorarlberger Politik "so geschlossen" auf die Aussagen Eggers über den Direktor des Jüdischen Museums, Hanno Loewy, reagiert habe. Dass Egger Loewy als "Exiljuden aus Amerika" bezeichnet hatte, sei "niemals als Kavaliersdelikt" zu sehen. Eine ähnliche scharfe Abgrenzung wünsche er sich in der Causa Graf, sagte der Bundeskanzler.

"Wir brauchen Regierungsmitglieder, die Probleme lösen und keine, die Probleme machen" , bekräftigte Landeshauptmann Herbert Sausgruber (ÖVP) amDienstag im wöchentlichen Regierungsfoyer den Bruch mit der FPÖ. "Das Anstreifen an Antisemitismus" von FPÖ-Landesrat Dieter Egger müsse Konsequenzen haben:"Das ist eine Grenzüberschreitung, die wir nicht legitimieren wollen."

Egger kann nichts Antisemitisches an seiner Äußerung erkennen. "Loewy ist Jude, da darf man ihn auch Jude nennen" , sagte er im Gespräch mit dem Standard.Warum bezeichnet er einen in Hohenems lebenden Frankfurter als "Exiljuden aus Amerika" ? "Weil er uns angegriffen hat." Laut Egger sind die Reaktionen aus der Bevölkerung "durchwegs positiv" . Und: "Nach der Wahl am 20. September sehen wir weiter.Über das Ergebnis werden manche staunen."

Mit einer muslimfeindlichen Inseratenkampagne setzt die FPÖ ihren Anti-Ausländerwahlkampf fort. Sausgruber bekennt sich zwar zu Gemeinsamkeiten in der Ausländerpolitik, "eine gewisse Strenge tragen wir mit" , verurteilt aber die "systematische Polarisierung" . Denn: "Wer integrationswillig ist, soll Chancen haben." Die ÖVP verlange: Halten an Gesetze, Verfassung, frühes Deutschlernen,Gewaltverzicht, Gleichberechtigung von Frauen, Austrittsrecht aus der Religionsgemeinschaft.

Von einem künftigen Regierungspartner - Präferenzen nennt er keine - erwartet sich Sausgruber Akzeptanz der ÖVP-Grundlinien. Johannes Rauch, Spitzenkandidat der Grünen, will über einen Regierungssitz nur verhandeln, wenn die Grünen dazugewinnen (2004: 10 Prozent): "Entscheidend sind inhaltliche Fragen zu Energie-, Arbeitsplatz- und Sozialpolitik."

Michael Ritsch (SPÖ): "Natürlich wollen wir in die Regierung, doch Sausgruber wird eher mit den Grünen verhandeln, die sind weniger links." Die SPÖ ist mit 16 Prozent zweitstärkste Landtagspartei. (Jutta Berger, DER STANDARD, Printausgabe, 26.8.2009)

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Posting 1 bis 25 von 42
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Die FPÖ ist mir Strachegal!
33
27.8.2009, 13:30
Was habt Ihr denn für eine Angst?

Ist doch ein Blödsinn, die FPÖ gewinnt eben ein paar Stimmen dazu und sonst passiert nichts!
Das ist doch keine regierungsfähige Partei mit den paar Ahnungslosen was die da haben!
Schauen wir auf die nächste Nationalratswahl, bis dorthin ist der Strache Moderator von Wetten dass..
wenn den Kasperl der Gottschalk überhaupt lässt!
Eine echte Witzfigur sonst nichts, das ist meine Meinung!

h 90
01
28.8.2009, 08:30

ja so wie damals Haider mit Klima.....
Da warens dann auf einmal zweitstaerkste Partei und haette Schuessel Koalition nicht gemacht waeren sie dann staerkste Partei gewesen.

so go
03
27.8.2009, 18:48

das hat man "damals" auch fast 10 Jahre lang gesagt: Witzfigur... ein paar Stimmen...

http://de.wikipedia.org/wiki/Demagoge

so go
02
27.8.2009, 18:29

optimistischer Euphemist oder umgekehrt?

er ist keine witzfigur, sondern offensichtlich bekannter politiker! er, h.c. strache ist schon mehr als einmal viel zu weit gegangen... WIE WEIT DENN NOCH? Polen vllt?

Jerry Garcia
 
09
26.8.2009, 14:21
Exiljude aus Amerika

Diese Ausdrücke
gehören zur antisemitischen Sprechweise. Sie sind verklausuliert mit klarer Bedeutung für die rechte Szene. Und sie suggerieren auch den meisten Aussenstehenden ihre gemeinte Bedeutung:

1.Der Mann gehört nicht hierher, auch wenn seit Generationen Österreicher.
2.Juden gehören nicht hierher
3. Amerika ist für die Rechten Sitz der jüdischen Weltverschwörung.

Hinterher war der Spruch natürlich ganz harmlos.

Sir Panda
 
02
26.8.2009, 14:00

wenn laut Egger die Reaktionen aus der Bevölkerung "durchwegs positiv" wären (was sie ja nicht sind; aber diese Phrase ist ja heutzutage bei jedem Politiker sehr beliebt), dann müsste man sich Sorgen bei uns in Gsiberg machen. Vielleicht verpflichtender Geschichtsunterricht für alle?

so go
00
27.8.2009, 18:35

1 nachhilfestunde für alle österreicher -jeden alters- und wurscht ob vor- oder hinterm arlberg zu diesem thema wäre wohl ausreichend um den rechten längere zeit 1-5% zu kosten.

das phänomen der unterschiedlichen wahrnehmung ist bei populistischen politikern keines! kein populitiker (illegal abgekürzt) darf jemals verlieren. wer verliert ist schwach. so schlicht gehalten... und doch so trügerisch!

Milieubedingter-Hojac oder besser Saualm-Haider?
00
17.9.2009, 10:14

Diese eine Stunde wird bei dem Klientel nichts bringen.

NONE
03
26.8.2009, 12:40

"Nach der Wahl am 20. September sehen wir weiter.Über das Ergebnis werden manche staunen."

So, und für den Fall das das Ergebnis schlecht wäre, was dann? Löst sich die FPÖ dort auf?

Das wäre mal was. Dann würde man endlich einmal Verantwortung den eigenen Aussagen gegenüber zeigen. Ich bezweifle stark das die FPÖ gross mit Ausländerhetze punkten kann. Sich selbst als Opfer darstellen, aber beständig verbale Attacken reiten - irgendwann wird die Opferrolle unglaubwürdig.

travelmike
03
26.8.2009, 14:27
Ihre Zweifel in Ehren,

aber die Ausländer/Rassenhetze ist seit 1986 das einzig und alleinige Programm der FPÖ und warum soll ausgerechnet diesmal nicht funktionieren, was seit 23 Jahren so hervorragend geklappt hat.

hack in den sack
 
03
26.8.2009, 11:53
Ich liebe diesen Stehsatz danach: die Reaktionen aus der Bevölkerung sind "durchwegs positiv"

Die FPÖ hat enormes Sparpotential.
Sie könnte eigentlich eine Aufziehpuppe zu allen Gesprächen schicken und die Fragesteller würden es nicht einmal merken.

so go
00
27.8.2009, 18:38
kein sparpotential. diese aufziehpuppen kosten viel geld ...

Bergsee
02
26.8.2009, 11:22
sausgruber hebt sich wohltuend ab,

- von den meisten eigenen, oft reaktionären parteikollegen,
- vom feigen bundeskanzler
- und auch von den richtungslosen grünen

so einen mann bräuchte die bundespolitik, dann könnte man selbst wieder schwarz wählen (nach busek).



Jerry Garcia
 
03
26.8.2009, 14:12
Nicht gleich übertreiben

aber diese Reaktion tat schon gut. Gerade weil sie aus dieser Richtung kam.

Magic Wand
 
05
26.8.2009, 11:10
"Wir brauchen Regierungsmitglieder, die Probleme lösen und keine, die Probleme machen"


also, ich find' das sensationell mutig, wie hart der Sausgruber da unter anderem mit der eigenen Ministerriege ins Gericht geht ...

belalabe
01
26.8.2009, 09:12
Fortsetzung ihrer Kampagne mit Schwerpunkt Anti-Ausländerwahlkampf ...

Ganz Österreich weiß jetzt, dass Egger der FPÖ Kanditat für die Landtagswahl in Vorarlberg ist ...
Unbezahlbare Gratiswerbung mit vielen Schaltungen um das eigene Klientel zu bedienen. Solche "Versprecher" sind strategisch geplante Zufälle.

Frederic
01
26.8.2009, 10:30
das würde ich auch so sehen

ich kenne persönlich leute aus meinem bekanntenkreis, die fpö wählen und sich häufig darüber mokieren, dass sie nicht einmal mehr sagen dürfen, dass "nicht alles schlecht war beim hitler". gut der typ - und seine frau die alles nachplappert (und wählt) sind zwar schon älteren semesters, aber wählen immer noch fleißig ...

Norbert Richard Wolf
 
00
25.8.2009, 22:02
Beleidigung?

In einem Punkt haben Strache und Egger recht: Mitglieder dieser Partei mit diesem Gehabe können einen "anständigen Österreicher" nicht beleidigen, mit keiner Vokabel, mit keinem Ländernamen ...

Eine Frage: Wird sich Herr Pröll auch mit Herrn Egger nur politisch auseinandersetzen, so wie mit Herrn Graf?

4freedom
314
25.8.2009, 21:40
Dümmer kann man sich nicht herausreden.

Warum bezeichnet er einen in Hohenems lebenden Frankfurter als "Exiljuden aus Amerika" ? "Weil er uns angegriffen hat."

Warum kontert er den Angriff mit dem o.a. Zitat. Egger sieht seinen Satz als Gegenangriff, warum argumentiert er im Interview sonst so? Wie greife ich jemanden an, wenn ich angebliche, für mich emotional neutrale, nicht negative Tatsachen behaupte? Egger versteht das Wort "Jude" offenbar ebenso wie "Exil" (da kommt dann gleich "Asyl") als Diskriminierend, daher zum Gegenangriff verwendet.

Eine traurige Figur, nicht nur beleidigend, sondern auch noch mit Intelligenzdefizit.

Helmut Mayer
01
26.8.2009, 18:43
Ist Intelligenzdefizit...

...nicht Eintrittsbedingung..;-)

nachtflug71
00
26.8.2009, 13:09
gut analysiert

suboptimal
 
16
25.8.2009, 22:16
Für die "Heimatschützer" vor 70 Jahren war das noch wesentlich,

ob jemand Jude ist oder nicht, und hat sie zu selbsternannten Herren über Leben und Tod gemacht. Heute interessiert das keinen normalen Menschen mehr außer ausgewiesene Antisemiten.

Anscheinend hat Egger den alten Level nie verlassen oder will ihn wieder einführen. Wer weiß schon, wie diese retardierten Gammelhirne ticken?

love is all you need
 
02
26.8.2009, 10:26
ich verstehs auch nicht ganz

antisemitism. ist der mehrheitsbevölkerung doch nicht mehr wichtig (hoffe ich doch)

warum diese form von "wahlwerbung" ?

Dr Grulka
 
00
26.8.2009, 19:47

Gehört ja gar nicht zur Wahlwerbung. Das war ja nur eine von den vermutlich vorgeschriebenen heiteren FP-Wuchtln am Rand. Was für die Feinspitze im Publikum (hö-hö-hö-hö).

harald83
32
25.8.2009, 21:27
meinetwegen, sollen sich einmauern

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