Facebook auf Höhenflug

25. August 2009, 13:28
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Mehr als 2000 neue MitarbeiterInnen gesucht - Mehrere führende Köpfe des Silicon Valley wurden vom Unternehmen bereits eingestellt

In den USA sorgt das soziale Netzwerk Facebook derzeit wieder einmal für Schlagzeilen. Allerdings geht es diesmal weder um Klagen, noch um Plagiatsvorwürfe. Der Konzern hat angekündigt, dass heuer noch tausende neue MitarbeiterInnen gesucht würden. Zudem konnte Facebook einige kluge Köpfe des Silicon Valley von ihren bisherigen Unternehmen abwerben.

OpenID-Entwickler und viele Andere mehr

Unter den neuen MitarbeiterInnen findet sich einige bekannte Namen, wie etwa David Recordon, der maßgeblich an der Entwicklung der OpenID-Authentifizierungssoftware mitarbeitete und als Open-Source-Experte bei Six Apart, einem Hersteller von Blogging-Software, tätig war, oder auch Arturo Bejar, der das Yahoo-Security-Team leitete. Hinzu kommen David Ebersmann, Finanzchef von Genentech und Greg Badros, ein erfahrener Entwicklung von Google.

40 bis 50 Prozent Expansion

Diese Einstellungen sind ein kleiner Teil der 40 bis 50 Prozent Expansion von Facebook, die Gründer Marc Zuckerberg diese Woche gegenüber der US-Agentur Bloomberg ankündigte. Die Rezession bietet dem weltgrößten sozialen Netzwerk eine große Möglichkeit sich gegenüber dem Mitbewerb klar abzusetzen. "Niemand stellt sonst derzeit ein", so Zuckerberg. "Es ist eine große Chance für uns", so Zuckerberg.

Trendwende

Noch im November letzten Jahres erklärte Facebook, dass man in absehbarer Zeit keine weiteren Anstellungen, außerhalb der Entwicklungsabteilung plane. Doch nun, ausgestattet mit 200 Millionen Dollar, die der russische Investor Digital Sky Technologies, im Mai zahlte, wurde eine Trendwende eingeläutet.

Erfolgsmeldung aus Deutschland

Auch in Deutschland kann Facebook einen Erfolg für sich verbuchen. Nachdem man in der ersten Instanz gegen Mitbewerber StudiVZ mit seiner Plagiatsklage gescheitert war, hat nun das Marktforschungsunternehmen Nielsen erhoben, dass in Deutschland rund 6,2 Millionen Mitglieder bei Facebook registriert sind. Facebook liegt damit erstmals vor den bisherigen "Wer-kennt-wen", den drei VZ-Netzwerken und MySpace. Alleine zwischen März und Juli dieses Jahres sei die Zahl der NutzerInnen auf Facebook in Deutschland um 50 Prozent angestiegen, so Nielsen. Nur wenn man die Reichweite aller drei VZ-Netzwerke ohne Doppelzählungen addiere, würden die Holtzbrinck-Netzwerke zusammen 8,7 Millionen NutzerInnen für sich verbuchen können und damit weiter voran liegen.(grex)

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    Tausende neue MitarbeiterInnen und deutlicher Marktführer im Bereich Social Networks - da hat Facebook-Gründer Marc Zuckerberg leicht lachen.

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