Später Bonus für Pensionistinnen

25. August 2009, 14:19
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    Frauen erhalten die Ermäßigung ab 60 Jahren, Männer erst ab 65.

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    Die ÖBB argumentieren damit, dass zwischen Männern und Frauen unterschiedliche Einkommensstrukturen vorliegen und Frauen weniger Einkommen beziehen als Männer.

Warum zahlen 60-jährige Frauen beim Zugfahren weniger als gleichaltrige Männer? derStandard.at hat nachgefragt

User Herby80 will wissen: "Wie lange wird es noch dauern, bis die Ungleichbehandlung von Männern (ab 65) und Frauen (ab 60) für die Inanspruchnahme der ÖBB-Seniorenkarte abgeschafft (sein) wird?"

derStandard.at hat nachgefragt.

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Herr und Frau N. sind regelmäßige Zugfahrer. Beide sind schon in Pension. Er ist 63 Jahre alt, sie 61. Herr N. ärgert sich aber jedes Mal, wenn er vor dem Fahrscheinautomaten steht, weil er für seine Fahrkarte mehr bezahlen muss als seine um zwei Jahre jüngere Frau. Bei den ÖBB gilt nämlich folgende Regelung für PensionistInnen: Frauen erhalten die Ermäßigung ab 60 Jahren, Männer erst ab 65.

Ein Fall für die Gleichbehandlungsanwaltschaft, an die sich jeder wenden kann, der sich wegen seines Geschlechts, seines Alters, seiner ethnischen Herkunft oder seiner sexuellen Orientierung ungerecht behandelt fühlt.

Seit August des Vorjahres ist gesetzlich geregelt, dass auch im Güter- und Dienstleistungsbereich kein Unterschied zwischen Frauen und Männern gemacht werden darf. Zunehmend gehen auch diesbezüglich Beschwerden ein. So würden etwa Frauen oft bei Versicherungen oder beim Friseur mehr zahlen als Männer.

Und bei den ÖBB ist es eben umgekehrt. Gleichbehandlungsanwältin Ingrid Nikolay-Leitner sagt im Gespräch mit derStandard.at, dass schon vereinzelt Beschwerden diesbezüglich eingegangen seien. Man könne Individualbeschwerden einreichen, wie etwa auch bei der Einkommensdiskriminierung, eine generelle Aufhebung der ungleichen Regelung sei nicht so einfach möglich: "Man kann nicht direkt erzwingen, dass das System geändert wird."

Soziale Vergünstigungen

Die ÖBB berufen sich außerdem auf ein Gutachten der Gleichbehandlungskommission vom Jänner 2009. Darin wird festgestellt, "dass unterschiedliche Ermäßigungen für Frauen und Männer in einem bestimmten Alter" jedenfalls "eine unmittelbare Diskriminierung aufgrund des Geschlechts darstellen". Diese sind zu beheben, falls es sich dabei um keine "sozialen Vergünstigungen" handelt. 

Die ÖBB beziehen sich in Zusammenhang mit der geltenden Regelung bei der Vorteilscard Senior aber genau darauf, dass es sich um eine soziale Vergünstigung handelt. Dies mit dem Hinweis, dass zwischen Männern und Frauen unterschiedliche Einkommensstrukturen vorliegen und Frauen weniger Einkommen beziehen als Männer.

"Aus diesem Grund werden die ÖBB die geltende Regelung weiterhin beibehalten", heißt es seitens der ÖBB auf Anfrage von derStandard.at. (rwh, derStandard.at, 25.8.2009)

Kommentar posten
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maj jong
00
Warum ist Gott keine Frau?

Vermutlich wäre sie zu oft wegen Schwangerschaft ausgefallen....

Muß den alles kritisiert werden?

Ein bischen Ungleichbehandlung füllt die Zeitungen, ruft die FP/BZÖ auf den Plan und gibt Gelegenheit sich aufzupludern,

Also, für jeden das seine :-)

Der Joker
 
02
Die Diskriminierung der Männer dient zur Erhaltung des Status Quo.

Männer sollen offenbar weiterhin mehr verdienen und das mit Recht.

Andreas Haunholter
 
00
gleichberechtigung, die zuweit geht

dabei geht es eigentlich nur um den gesetzgeber, der leider sagen kann was recht und was unrecht ist, auch wenn er in der realität einen vollkommenen Schmarrn verzapft. Wenn Frauen mit 60 in Pension gehen, sind sie eben dann Pensionistinnen und können die Pensionistenkarte (Pensionistinnenkarte?) anfordern. Wenn sich da jemand beschwert, dann bitte bei der Legislative.

dr.mamba
03

Diese ewige Diskussion über Gleichstellung der Frau! Wo bleibt diese Gleichstellung im neuen Zeitalter der Moderne? Warum müssen Frauen keinen Zivildienst/Sozialdienst leisten und dürfen früher in Pension gehen, obwohl sie laut Statistik Austria um 6 Jahre länger leben? Solche Fragen hören unsre Karrierefrauen nur ungern, Hauptsache das Gehalt ist gleichberechtigt...

Thomas Felder
00
31.8.2009, 13:17
verklagen

und aus

Abu Simbel
 
118
28.8.2009, 12:20
warum

dürfen frauen früher in pension gehen obwohl sie länger leben?

Chocoholic
01
4.10.2009, 22:12
Warum gehen Menschen in Realitaet bereits zu einem hohen Prozentsatz als Mann bereits mit 60 in Pension, wenn es eigentlich erst 65 sein sollte?

Und: Keine Sorge, die Frauen, die frueher in Pension gehen, haben ein Leben lange Arbeit geleistet, aber nur maximal 2/3 des Einkommens eines Mannes erhalten, daher auch Pensionsauszahlungen wesentlich geringer als die fuer Maenner. Also machen Sie sich nicht ins Hoserl, Sie als Mann werden gemeinsam mit Frauen mit 65 in Pension gehen, dafuer aber dennoch mindestens 1/3 mehr Pension einstecken haben und im Berufsleben mindestens 1/3 mehr Einkommen eingesteckt haben.

OEBB Preise fuer Maenner und Frauen ab 65 waere besser.

hcl
09
29.8.2009, 11:33

Weil die Gesetzgeber Schwachköpfe sind. Meiner Meinung nach gehören sämtliche Regelungen für Männer und Frauen exakt gleich ausgelegt (es sei denn es geht wirklich um Dinge, wo das Geschlecht relevant ist: Geburt, Schwangerschaft etc.).

Maxima5
01
10.9.2009, 16:04

Es sollten aber, wenn die Gesetze geändert werden, so dass Männer und Frauen genau das Gleiche bekommen, sie auch im Alltag gleichbehandelt werden. Ich wär dafür, es ist aber nunmal einfach so, dass in den meisten Familien die Frauen sich um Kinder, Haushalt und Essen kümmern. Oft genug, nach einem 8-Stunden Arbeitstag.

hcl
00
10.9.2009, 16:28

Es liegt viel weniger daran, daß Frauen für gleiche Arbeit weniger bezahlt werden als daran, daß serh viele Frauen eher Jobs haben, die prinzipiell schlecht bezahlt werden. Das drückt die Statistik viel mehr. Das läßt sich aber nicht durch Gesetze ändern, sondern nur durch die Erziehung der Mädchen hin zur Selbständigkeit. Scheint ja tatsächlich noch immer der Fall zu sein, daß viele Mädchen davon träumen einen reichen Mann zu heiraten.

Dabei sollte ihnen ein für alle mal klar gemacht werden: Reich wird man nicht durch Heirat, sondern durch harte ehrliche Arbeit – äh, ich meinte durch betrügerische Machenschaften.

Chocoholic
00
4.10.2009, 22:15
Nachdem Maedchen und Frauen realitaetsgerecht fest stellen, dass ihnen der Zugang zu den

finanziell gut gestellten Positionen nach wie vor fast unmoeglich sind, ganz im Gegensatz zu Maennern, dann ist es wohl klar, dass die einzige andere Moeglichkeit, dazu zu kommen dann ueber einen Mann laufen muss. Das ist Ihnen wohl zu hoch, macht nichts, Sie haben trotzdem als Mann gute Karten, einen gut bezahlten Job zu bekommen. Daher brauchen Sie nicht einen anderen realistischeren Weg herbeitraeumen.

r. g.4
03
27.8.2009, 14:53

Wieso heißt es `motherboard´ ?

NetSpider
00

da werden die verschiedensten Erweiterungen "aufgesteckt"

Ex-Volkskanzler in spe, jetzt Baulöwe
46
27.8.2009, 11:38
Weil Frauen eben überall bevorzugt sind:

Gehen mehr zum Arzt, früher in Pension, arbeiten nur Teilzeit........sind eben faule Geschöpfe...und im Alter leider gar nicht mehr hübsch anzusehen.....ist echt ein Entsorgungsproblem, das wir da haben!

Little Willy
00
Dafür waren die Böden gelegentlich sauber.

Nur so konnten deren Männer so lange überleben.

lupus_in_fabula
02

70% der Pflegefälle sind Frauen, kostet den Staat und die Länder einiges mehr als für Männer.

miguelito
12
28.8.2009, 11:09

ich hoffe, das war ironisch gemeint...

anonym92
06
27.8.2009, 10:32

Die allgemeine Vergünstigung für PensionistInnen ist im Jahr 2009 ohnehin obselt. PenisonistInnen sind die einkommensstärkste Gruppe in Österreich, mit einem Brutto-Jahreseinkommen von etwa 52.000 Euro pro Person (über 60 jährige). Seht euch die Statistiken mal an! Die pauschale PensionistInnenermäßigung ist ein Relikt aus anderen Zeiten, wo es noch massive Altersarmut gab, heute kommen auf einen armen Pensionisten fünf arme Kinder. Es wäre Zeit solche Ermäßigungen von einem konkreten Alter auf die persönliche Situation umzulegen, genauso alle anderen PensionistInnenermäßigungen. Warum gerade die einkommensstärkste Schicht in Österreich Ermäßigungen bekommen soll, ist im Jahr 2009 nicht mehr verständlich.

hcl
03
29.8.2009, 11:35

Ganz meine Meinung, denn Pensionisten, die wirklich wenig verdienen fallen sowieso unter diverse allgemeine Sozialbestimmungen (bzw. müßte man das dahingehend ändern). Wenn jemand Zuschüsse bedarf, dann sind es junge Menschen. Wird in 40 Jahren aber wieder anders sein, dann haben wir Pensionisten ohne Geld und Junge ohne Geld.

riddler2008
 
13
30.8.2009, 09:40
Sie glauben

aber ned wirklich dass wir in 40 Jahren noch eine Pension haben oder?

Thomas Felder
00
31.8.2009, 13:18

natürlich, wieso nicht ?

hcl
01
30.8.2009, 12:14

Deswegen habe ich ja "Pensionisten ohne Geld" geschrieben. ;)

Kriti Kaster
01
27.8.2009, 10:01
Es gibt doch bereits

anhängige Gerichtsverfahren gegen die Wiener Linien, wenn ich nicht irre. Weiß wer was drüber? Oder könnte gar der Standard recherchieren?

Def. Izit
01
26.8.2009, 20:33
Einfach ab 60 mit Ermäßigung fahren, der Schaffner soll halt eine Anzeige machen, die bis zum EU-Gericht geht! Wenns alle machen, ist die Lösung schnell da -

meint das Obige

epek
22
26.8.2009, 12:22

Interessant:
* Die Lebenserwartung der Frauen ist immer noch höher als die der Männer.
* Die Verallgemeinerung widerspricht dem Gleichheitssatz. - bei sozialen Vergünstigungen ist das Alter allein kein Maßstab - es müßte individuell ein Einkommsnachweis her. Auch unter Frauen gibt es sogenannte "Besserverdiener".

Die Argumentation der ÖBB verschleiert also einen offenen Feminismus.

F*ck gender mainstreaming.

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