Vier Polizisten bei Selbstmordanschlag in Tschetschenien getötet

25. August 2009, 12:32
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Attentäter zündete unter der Kleidung versteckte Bombe

Moskau - Ein Selbstmordattentäter hat in der russischen Kaukasusrepublik Tschetschenien nach amtlichen Angaben vier Polizisten getötet und einen verletzt. Er habe den Sprengsatz gegen Mittag an einer Tankstelle in der Nähe einer Gruppe von Polizisten in der Ortschaft Mesker-Jurt gezündet, sagte ein Sprecher des Innenministeriums am Dienstag in Moskau. Der Attentäter sei auf die fünf Polizisten zugekommen und habe eine unter der Kleidung versteckte Bombe gezündet, berichtete die russische Agentur RIA Novosti. 

Der Ort ist rund 20 Kilometer südöstlich von der Republikhauptstadt Grosny entfernt. In den vergangenen Monaten hat die Zahl der Anschläge in Tschetschenien wieder zugenommen. Vergangene Woche töteten zwei Selbstmordattentäter auf Fahrrädern vier Polizisten in Grosny. In Tschetschenien kämpfen Separatisten seit 15 Jahren für die Unabhängigkeit des Gebiets von Russland. Nach zwei Kriegen gibt es dort zwar keine größeren Kampfhandlungen mehr, die anhaltenden Spannungen haben aber auf die angrenzenden Regionen übergegriffen. Im benachbarten Inguschetien kamen am 17. August bei einem Selbstmordanschlag auf eine Polizeiwache mindestens 25 Menschen ums Leben.

Russlands Ministerpräsident Wladimir Putin war am Montag nach Tschetschenien gereist, um Präsident Ramsan Kadyrow seine Unterstützung zuzusichern. Menschenrechtsgruppen werfen Kadyrow Machtmissbrauch und Gewalt gegen politische Gegner vor. (APA/Reuters/AP/RIA)

 

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