Karl Schranz (Dreimaliger Weltmeister): "Obwohl ich gewusst habe, dass
Toni schwer krank ist, bin ich geschockt. Toni Sailer hinterlässt ein
großes Vermächtnis. Er war der erste Skifahrer, der mit seinen drei
Olympiasiegen den alpinen Skisport in Österreich populär gemacht hat.
Er hat dem Sport einen Schub verliehen, der bis heute anhält. Toni war
ein Vorbild für viele Generationen, bis herauf zur heutigen."
Franz Klammer: "Der Toni war ein Riesenidol von mir. Als kleiner
Bub wollte ich so sein wie er. Später war er mein Teamchef und Trainer.
Unglaublich, was er uns Läufern da weitergegeben hat. Es war schön, mit
ihm zusammenzuarbeiten."
Hermann Maier: "Die Nachricht vom Tod Toni Sailers macht mich betroffen und traurig. Er war ein unglaubliches Idol, nicht nur sportlich, sondern auch durch die Art, wie er mit seiner schweren Krankheit umgegangen ist. Die Begegnungen mit Toni bleiben mir unvergesslich, vor allem die erste, als ich als Bub am Schlepplift am Kitzsteinhorn einmal mit ihm hinauffuhr und sich ein nettes Gespräch entwickelte. Toni hat für Österreich und den Skisport jedenfalls Enormes geleistet. Mein Mitgefühl gilt jetzt natürlich seiner Familie."
Peter Schröcksnadel (ÖSV-Präsident): "Wir sind alle sehr, sehr traurig.
Er war eine großartige Persönlichkeit. Es waren nicht nur die
sportlichen Erfolge, die für Österreich, den Skisport und auch die
Wirtschaft von fundamentaler Bedeutung waren, sondern auch das
Menschliche. Wie er mit seiner Krankheit umgegangen ist, war
beeindruckend. Er hat seine Lebensfreude und Fröhlichkeit auch in der
Krankheit nicht verloren, das war für mich eine besondere Leistung."
Michael Huber (Präsident Kitzbüheler Ski Club ): "Das ist ein großer
Verlust für den KSC. Toni Sailer war die Speerspitze des KSC, national
und international. Er war unser Vertreter nach außen. Toni hinterlässt
ein eindeutiges Vermächtnis. Auf der einen Seite seine großen
sportlichen Erfolge, auf der anderen seine menschlichen Qualitäten. Er
verkörperte, dass beides zusammengehört, was nicht selbstverständlich
ist. Er zeigte, dass menschliche Qualitäten wichtiger sind als das
ganze Leistungsstreben."
Peter Obernauer (Rennleiter der Hahnenkamm-Rennen): "Ich bin schwer getroffen, dass mit Toni Sailer ein guter Freund von uns gegangen ist. Sicherlich haben wir gewusst, dass Toni sehr krank ist, aber zuletzt hat er sich wieder gut erholt. Es ist ein Drama und ein Riesenverlust. Ich werde versuchen, sein Vermächtnis bei den Hahnenkammm-Rennen in seinem Sinne weiterzuführen. Das ist eine große Aufgabe."
Heinz Fischer (Bundespräsident): "Toni Sailer war ein Spitzensportler,
der bereits zu Lebzeiten zur Legende geworden ist. Ich erinnere mich in
diesem Zusammenhang gerne daran, wie mich Toni Sailer als
skibegeisterten Maturanten nicht nur als Spitzensportler, sondern auch
wegen seiner großartigen menschlichen Qualitäten schon in jungen Jahren
beeindruckt hat. Gerne erinnere ich mich auch an ein Frühstück mit
Sailer anlässlich des Hahnenkammrennens im Jänner dieses Jahres, wo der
"Schwarze Blitz aus Kitz" Anekdoten aus seinem reichen Leben erzählte
und trotz schwerer Krankheit großen Lebensmut zeigte. Meine persönliche
Anteilnahme und die vieler Menschen in unserem Land gelten den
Hinterbliebenen."
Norbert Darabos (Sportminister): "Toni Sailer war einer der ganz
großen Persönlichkeiten des österreichischen Sports. Seine Auszeichnung
Ende der 90er Jahre zu Österreichs Sportler des Jahrhunderts hat
eindrucksvoll unterstrichen, dass er mehr war als nur ein erfolgreicher
Sportler. Er hat jahrzehntelang wie kein anderer Österreichs Skisport
verkörpert. Er war Vorbild für unzählige Menschen in unserem Land. Der
Skisport hätte ohne Sportgrößen wie Toni Sailer nicht den Stellenwert,
den er in unserer Gesellschaft hat. Mein Beileid gilt jetzt seiner
Familie und seinen Freunden."
Werner Faymann (Bundeskanzler): Toni Sailer sei eine "herausragende Persönlichkeit" gewesen, der unter anderem "im Sport und in der Fairness" ein "vorbildliches Leben" geführt habe. "Er war ein großer Held unseres Landes."
Josef Pröll (Vizekanzler): Sailer habe "nicht nur Sportgeschichte, sondern auch Geschichte geschrieben" und mit seinem Weg vielen Menschen "Mut gemacht".
Günther Platter (Tiroler Landeshauptmann): "Mit großer Bestürzung
habe ich die Nachricht vom Tod meines Freundes Toni Sailer vernommen.
Tirol trauert um einen der größten Sportler aller Zeiten und ein
internationales Aushängeschild unseres Landes. Wir verlieren mit Toni
Sailer auch einen stolzen Tiroler, der seiner Heimat immer eng
verbunden war. Mein besonderes Mitgefühl gilt seiner Frau."
Peter Wittmann (Präsident Bundessportorganisation): "Toni Sailer war einer der ganz
großen Ski-Helden und Vorbild für Generationen skibegeisterter
Sportlerinnen und Sportler. In einer Zeit, als Österreich im Aufbruch
und Wiederaufbau war, hat Toni Sailer gezeigt, wie man mit starkem
Willen und vollem Einsatz seine Ziele erreichen kann und wurde damit zu
einer Österreichischen Symbolfigur. Er war nicht nur sportlich eine
herausragende Persönlichkeit, sondern stellte auch als Schauspieler
sein vielfältiges Können unter Beweis. Mein persönliches Mitgefühl gilt
ganz besonders der Familie und der Gattin von Toni Sailer."
Reinhold Mitterlehner (Wirtschafts- und Tourismusminister): "Toni Sailer war nicht nur ein begnadeter Skifahrer, er hat zudem Österreich als Tourismus-Land in aller Welt bekanntgemacht. Mit Toni Sailer verliert Österreich einen bedeutenden Botschafter des Tourismus."
Leo Wallner (ÖOC-Präsident): "Toni Sailer war nicht nur eine sportliche Legende, sondern zeigte auch im Alltag menschliche Größe. Sportlich und gesellschaftlich war er bereits zu Lebzeiten ein Vorbild für jung und alt und genoss über die Grenzen hinaus einen hervorragender Ruf. Sailer war eine der ganz großen Persönlichkeiten Österreichs."