Gazastreifen

Israel griff Tunnel aus der Luft an

25. August 2009, 10:05

Laut palästinensischen Angaben kamen dabei vier Menschen ums Leben

Gaza/Tel Aviv - Bei einem Angriff der israelischen Luftwaffe auf einen Tunnel zwischen dem Gazastreifen und Ägypten sind am frühen Dienstagmorgen mindestens vier Palästinenser getötet und sieben weitere verletzt worden. Die Opfer wären Schmuggler gewesen, erklärte das Hamas-geführte palästinensische Gesundheitsministerium in Gaza.

Die israelischen Streitkräfte erklärten, der Angriff sei eine Vergeltung für einen Granatenangriff auf den Süden Israels vom Montag gewesen. Seit dem Ende der dreiwöchigen israelischen Gaza-Offensive, in deren Verlauf zu Jahresbeginn mehr als 1.400 Palästinenser getötet und über 5.000 weitere verletzt wurden, hätten Palästinenser 220 Raketen und Granaten auf Israel abgefeuert. Bei dem Angriff vom Montag wurde ein israelischer Soldat leicht verletzt.

Nach Augenzeugenberichten aus der Grenzstadt Rafah im südlichen Gazastreifen warfen israelische Kampfflugzeuge zwei Bomben auf den Grenzstreifen zwischen Ägypten und dem Gazastreifen ab. Die Bewohner verließen in Panik ihre Häuser.

Das durch die Grenze geteilte Rafah dient als Ausgangspunkt für den Schmuggel in den von Israel und Ägypten vollständig blockierten Mittelmeerstreifen, in dem die radikale Hamas das Sagen hat. Über ein verzweigtes Netz von unterirdischen Gängen werden sowohl Handelswaren für die Bevölkerung als auch Waffen transportiert. (APA/ag./dpa)

gert poelzl1
24
25.8.2009, 13:19

Gaza soll zu Ägypten und dann ist der Spuk zu Ende

Artischocke
 
58
25.8.2009, 12:18
Und wieder ein feiger Angriff

auf die Lebensmittelversorgung der Palästinenser.

George Zelikoff
82
25.8.2009, 18:23
Lebensmittelversorgung?

Lebensmittel und Arzneien passieren die Grenze zwischen Israel und der Gazazone ungehindert und
zwar taeglich. Die Tunnels dienen (a)dem Waffen-
schmuggel und (b) der Finanzierung der Hamas, die
von den Schmugglern fuer jeden Tunnel eine recht
ansehnliche Steuer kassiert. Wenn Artischocke die
dämliche antiisraelische Hetze hier betreiben will,
sollte er etwas informierter sein.

Reddogg
 
25
26.8.2009, 19:59

Ihr zeitlicher Ablauf ist irreführend, denn es müßte heißen zu "einem gewissem Teil", und erst "seit wenigen Tagen" durch "fast alle Grenzpositionen". Aber ich denke sie haben dass in der "Aufregung" nur vergessen oder ist Ihr Statement doch sehr einseitig.

George Zelikoff
62
26.8.2009, 20:14

Weder “zu einem gewissen Teil”, noch “seit wenigen Tagen”. Israel legte vor und nach dem letzten Gaza-Feldzug im Jänner grossen Wert darauf, keine „humanitäre Krise“ heraufzubeschwören, um
internationale Kritik zu vermeiden. Deshalb wurden Lebensmittel-und Arzneien-Transporte, ebenso wie eine gewisse Quantität von Treibstoffen und elektrischen Stroms für Gaza zugelassen. Es musste
schon zu einem Terroranschlag direkt am Grenzübergang kommen, um diese Lieferungen kurz zu unterbrechen.

Reddogg
 
35
26.8.2009, 21:29

Woran machen Sie das fest? An den Aussagen von Israel oder nicht doch eher von den Transportleistungen die auch wirklich durch die Grenze kommen. Israel hat hier selbst eine Übersicht davon, Treibstofflieferungen waren sehr zurückgegangen, da mögliche "Fremdnutzung", Arzneimittel waren gerade während des Krieges auf ein Minimum reduziert, z.T. war nicht einmal eine einzige Grenze offen, wie soll dann bitte Lieferung über die Grenzen kommen, wo Israel doch selbst sagt, das z.T. kein Lieferungen durchgingen. Also ich wäre ja höchst interessiert über eine Quelle diesbezüglich...

Makronaut
91
25.8.2009, 14:59

es zwingt die pal doch niemand, ihre nachschubrouten für waffenschmuggel zu verwenden, oder?

aber bei der trennung zwischen militärisch und und zivil nimmt's die hamas halt nicht so genau...

Die Kommentare von Usern und Userinnen geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder. Die Redaktion behält sich vor, Kommentare, welche straf- oder zivilrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen (siehe ausführliche Forenregeln), zu entfernen. Der/Die Benutzer/in kann diesfalls keine Ansprüche stellen. Weiters behält sich die derStandard.at GmbH vor, Schadenersatzansprüche geltend zu machen und strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.