ECO Business dreht in die roten Zahlen

25. August 2009, 09:10
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Durch Abwertungen des Immobilienportfolios schreibt das Unternehmen einen Verlust von 14,6 Millionen Euro

Wien - Die börsenotierte ECO Business-Immobilien AG hat im ersten Halbjahr 2009 in die roten Zahlen gedreht: Durch Abwertungen des Immobilienportfolios (-25,3 Mio. Euro) fiel das Konzernergebnis mit -14,6 Mio. Euro negativ aus, nachdem in der Vorjahresperiode noch ein Gewinn von 5,8 Mio. Euro erzielt wurde, teilte das Unternehmen Dienstag früh ad hoc mit. Trotz sich zuletzt aufhellender Konjunkturprognosen und einem sich langsam erholendem Kapitalmarkt rechnet ECO mit einem weiterhin angespannten und herausfordernden Marktumfeld. Weitere Abwertungen auf das Immobilienportfolio können in diesem Umfeld nicht ausgeschlossen werden, heißt es.

Das Immobilienvermögen reduzierte sich durch das Verkaufsprogramm von 1,074 Mrd. Euro zum Jahresende 2008 auf 843,6 Mio. Euro. Die Vermietungserlöse kamen mit 31,7 Mio. Euro dementsprechend unter dem Vorjahreswert von 36,8 Mio. Euro zu liegen.

Belastet durch die negativen Auswirkungen der internationalen Finanzkrise auf die europäischen Business-Immobilienmärkte lag der Fokus der ECO Business-Geschäftstätigkeit auf der weiteren Optimierung des Immobilienportfolios und der Stärkung der Bilanzstruktur durch Immobilienverkäufe. Durch den Verkauf von insgesamt 55 Immobilien mit einem Gesamtwert von rund 240 Mio. Euro wurde die Nettoverschuldung reduziert und die Eigenkapitalquote auf 39,3 Prozent erhöht.

Schwieriges Umfeld

Die Erträge aus dem Abgang von Anlagevermögen sind im ersten Halbjahr 2009 auf 0,1 Mio. Euro gesunken, nach 3,3 Mio. Euro in der Vorjahresperiode. Die durch unabhängige Sachverständige durchgeführte Bewertung des Immobilienportfolios ergab im ersten Halbjahr 2009 eine Abwertung in Höhe von 25,3 Mio. Euro, was rund 3 Prozent des Immobilienvermögens entspricht. Dies sei auf das allgemein schwierige Umfeld am Business-Immobilienmarkt und weiter fehlende Referenztransaktionen zurückzuführen, so das Unternehmen. Im ersten Halbjahr 2008 war ein Nettogewinn aus der Anpassung der Zeitwerte in der Höhe von 5,4 Mio. Euro ausgewiesen worden. Die Abwertungen waren damit hauptverantwortlich für den Rückgang des Betriebsergebnisses (EBIT) auf -8,3 Mio. Euro, nach 25,8 Mio. Euro im ersten Halbjahr 2008.

Infolge des verminderten Finanzierungsvolumens sowie der positiven Auswirkungen des günstigen Zinsniveaus auf bestehende Verbindlichkeiten wurde im ersten Halbjahr 2009 das Finanzergebnis auf -11,2 Mio. Euro verbessert (1-6/2008: -21,2 Mio. Euro). Das Ergebnis vor Steuern wurde mit -19,5 Mio. Euro ausgewiesen (1-6/2008: 4,7 Mio. Euro). Das Ergebnis nach Steuern lag bei -14,7 Mio., nach 3,8 Mio. Euro im ersten Halbjahr 2008.

Die Bilanzsumme von ECO reduzierte sich von 1,1 Mrd. Euro Ende 2008 infolge der Verkäufe auf 897,4 Mio. Euro zum 30. Juni 2009. Das Immobilienportfolio von ECO setzte sich nach den im ersten Halbjahr 2009 erfolgten Verkäufen aus 63 Objekten mit rund 551.000 m# Gesamtnutzfläche im Gesamtwert von 843,6 Mio. Euro zusammen (1.074 Mio. Euro Ende 2008).

Aufgrund der Marktsituation stehen im Geschäftsjahr 2009 keine neuen Development-Projekte am Plan. ECO hat sich auch im rezessiven Marktumfeld 2009 zum Ziel gesetzt, die Auslastung der im Bestand befindlichen Immobilien und somit die erwirtschafteten Mieterträge stabil zu halten. Dies soll größtmögliche Liquidität sichern und einen Cash-Ertrag aus dem operativen Betrieb ermöglichen. Zusätzliche Liquidität soll durch die Nutzung von Verkaufs-Opportunitäten generiert werden. Der Vorstand geht im Vergleich zum Jahr 2008 von einer im Jahresverlauf weiter steigenden Eigenkapitalquote aus. Darüber hinaus sollte sich das Finanzergebnis aufgrund des niedrigen Zinsniveaus und der reduzierten Verbindlichkeiten weiter verbessern. (APA)

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