Zwei schwarze Kandidaten machen einander bei Regionalwahl Konkurrenz

24. August 2009, 21:38
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Obama-Effekt sorgt in den Medien für Aufmerksamkeit

Moskau - Tief in Russland, wo Vorbehalte gegen Ausländer noch verbreitet sind, machen sich bei einer Regionalwahl zwei Kandidaten mit dunkler Hautfarbe Konkurrenz. Wie die Tageszeitung "Trud" am Montag berichtete, geht dort der 34-jährige Filip Kondratjew - Sohn einer Russin und eines Diplomaten aus Ghana - gegen Joaquim Crima aus Guinea-Bissau ins Rennen. Die beiden kandidieren für das Amt des Bezirkspräsidenten von Srednjaja Achtuba in der Region Wolgograd, das am 11. Oktober neu vergeben wird.

Crimas Team warf den Konkurrenten dem Bericht zufolge vor, sie wollten einen Keil in die Wählerschaft treiben und damit letztlich die Wiederwahl von Amtsinhaber Wladimir Romanow erreichen. Kondratjews Berater Andrej Schewelkow wies dies weit von sich. Der 34-Jährige werde für eine Belebung in den Bereichen Kultur und Bauwesen sorgen, versprach Schewelkow. Crima wird in den lokalen Medien als "russischer Obama" tituliert. (APA)

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