Erste Ergebnisse Ende September

24. August 2009, 18:32
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Weitere Vorgehensweise beim neuen Terminal-Bau wird analysiert

Wien - Mit Sky Europe hat der Flughafen einen chronisch nicht zahlenden Kunden verloren, beim neuen Terminal Skylink, über dem der neue Flughafen-Vorstand Ernest Gabmann einen Baustopp verhängte, wartet man auf die Ergebnisse der Sonderprüfung. Bereits Ende September könnte ein erster Zwischenbericht vorliegen.

Erst wenn die Ergebnisse dieser Prüfung durch die bayerische Kanzlei LKC Kemper, Czarske von Gronau Berz vorliegen, wird Gutachter Waldemar Jud seine Stellungnahme finalisieren, weil die Ergebnisse der Sonderprüfung einfließen sollen. Jud prüft im Auftrag des Vorstandes, inwieweit für das Skylink-Desaster der Gesamtvorstand als Kollegialorgan verantwortlich war oder nur der bis zu seinem Ausscheiden zuständige Vorstand Christian Domany. In einem internen Schreiben der Flughafen-Betriebsräte (auf ihrem Wunsch hin kam es zur Sonderprüfung) Ende der Vorwoche wurden die Mitarbeiter darüber informiert, dass die Kosten für die Sonderprüfung von in etwa einer Million Euro nicht von der Mitarbeiterbeteiligung Privatstiftung getragen werden. Der Flughafen wird die Prüfungskosten übernehmen.

Hinter den Kulissen wird darüber nachgedacht, wie es mit der Großbaustelle Skylink überhaupt weiter gehen kann. Weil alle Professionisten gekündigt wurden und ihre Leistungen abgerechnet werden, könnte der Flughafen in eine Haftungsproblematik hineinschlittern. "20.000 Meter Kabel stehen in der Luft, und es gibt keine Dokumentation darüber wo sie hingehören", berichten Firmenvertreter. Wenn also nicht zum Teil die selben Professionisten weiter beschäftigt werden, wird man kaum jemanden neuen finden, der für die Vorgängerleistungen die Haftungen übernimmt.

Bei der jüngsten Aufsichtsratsitzung wurde beschlossen auch über einen Generalunternehmer nachzudenken, der die gesamte Koordination in der Hand hat. Die Entscheidung ist noch nicht gefallen. Aber wenn neuerlich was schief läuft könnte der Terminal erst sehr viele Jahre später in Betrieb gehen. Der von Gabmann engagierte Projektleiter, Norbert Steiner, soll vor lauter Stress bereits eine Woche krank gewesen sein. (cr, DER STANDARD, Print-Ausgabe, 25.8.2009)

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