Ressort-Zusammenlegung bei "Berliner Zeitung" und "Frankfurter Rundschau"

24. August 2009, 17:56
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Deutscher Journalisten-Verband sieht Gefährdung der Medienvielfalt

Bei der "Frankfurter Rundschau" und der "Berliner Zeitung" werden Ressorts zusammengelegt. Beide Zeitungen gehören zum Kölner Medienhaus M. DuMont Schauberg (MDS). Wie MDS am Montag in Köln mitteilte, soll die Wissenschaftsberichterstattung der "Berliner Zeitung" künftig von der "Frankfurter Rundschau" übernommen werden. Gleichzeitig solle die "Berliner Zeitung" die Medienberichterstattung der "Frankfurter Rundschau" mitmachen.

Bei allen anderen Neuerungen, über die zurzeit gesprochen werde, handle es sich noch um Ideen. Diese würden zurzeit gemeinsam mit den Redaktionen beraten. "Wir befinden uns in einem Diskussionsprozess, und es ist noch nichts entschieden", betonte MDS.

Der Deutsche Journalisten-Verband (DJV) lehnte in diesem Zusammenhang Einsparungen ab, die zu Lasten der journalistischen Qualität gehen würden. "Die geplante Zusammenlegung von Ressorts und der Austausch von Artikeln bei "Berliner Zeitung", "Frankfurter Rundschau" und anderen Zeitungen des Verlags gefährden Medienvielfalt und redaktionelle Arbeitsplätze", teilte der DJV-Bundesvorsitzende Michael Konken in Berlin mit. (APA)

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