T-Mobile startet LTE-Testnetz mit 100 Mbit/s

24. August 2009, 13:30
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Mit 60 Funkzellen größtes Testnetz in Europa - Übertragungsgeschwindigkeit von 100 Mbit/s sollen erreicht werden

Ein erster Testlauf für die "vierte Mobilfunkgeneration", dem sogenannten Next Generation Mobile Network (NGMN) basierend auf LTE-Standards ist von T-Mobile Austria am Montag in Innsbruck gestartet worden. Mit 60 Funkzellen handle es sich dabei um das größte derartige Testnetz in Europa. Ermöglicht werden soll damit eine höhere Übertragungsgeschwindigkeit im mobilen Breitbandnetz.

100 Mbit/s

Als Ziel wurden bei einer Pressekonferenz am heutigen Montag 100 Mbit/s genannt. "Das Breitband von heute ist das Schmalband von morgen", sagte Günther Ottendorfer, Geschäftsführer Technik für Europa bei der Deutschen Telekom, dem Mutterkonzern von T-Mobile Austria. Was heute als schnell aufgefasst werde, gelte morgen schon als langsam. Auf Kundseite bestehe seiner Meinung nach großer Bedarf, was einer der Gründe dafür sei, dass man in diesem Bereich eine Vorreiterrolle einnehmen wolle.

Ziel 100 Prozent Durchdringung

Ziel sei es, am österreichischen Markt eine hundertprozentige Durchdringung beim mobilen Internet zu erreichen, erklärte Robert Chvatal, CEO von T-Mobile Austria. Derzeit liege die "Penetration" beim mobilen Breitband am österreichischen Gesamtmarkt bei 32 Prozent. 67 Prozent der Bevölkerung würden das Internet mehrmals pro Woche nutzen. Seiner Meinung nach sei es wirtschaftlich sinnvoll das mobile Breitbandnetz auszubauen. Chancen ortete er vor allem für den ländlichen Raum. 

Vorhandene Glasfaserinfrastruktur

Innsbruck sei als Standort für den Testlauf unter anderem deshalb ausgewählt, weil hier die bereits vorhandene Glasfaserstruktur der Innsbrucker Kommunalbetriebe genutzt werden könne, meinte Chvátal. Was einen Zeitplan für die Einführung am Markt anging, hielt sich Chvátal bedeckt. Wie schnell man in diesem Bereich vorankommen könne, sei auch von politischen Entscheidungen bezüglich der Verteilung der "Digitalen Dividende" abhängig. Dabei handelt es sich um Funkfrequenzen, die mit der Digitalisierung des Rundfunks und Fernsehens frei wurden. (APA)

  • Robert Chvatal
    foto: t-mobile

    Robert Chvatal

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