Antisemitismus-Vorwürfe

Vorarlbergs FP-Obmann Egger denkt nicht an Entschuldigung

24. August 2009, 16:12
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    foto: apa/dietmar stiplovsek

    Die Fronten zwischen FPÖ und ÖVP sind verhärtet. FP-Egger bleibt bei seinen Aussagen, die ihm Antisemitismus-Vorwürfe eingebracht haben, VP-Sausgruber schließt eine erneute Koalition mit den Freiheitlichen aus.

VP-Sausgruber bekräftigt: Keine Koalition mehr mit FPÖ - Aber keine Änderung in der Landesregierung vor Landtags-Wahl - FP-General Kickl verteidigt Aussagen des Vorarlberger Obmanns über "Exil-Juden"

Bregenz/Wien - Die Bundes-FPÖ stellt sich hinter ihren Vorarlberger Landesparteichef Dieter Egger. Dieser hatte den Direktor des Jüdischen Museums in Hohenems, Hanno Loewy, als "Exil-Juden aus Amerika" bezeichnet (derStandard.at berichtete). FP-Generalsekretär Herbert Kickl sagte nun, die Vorwürfe, wonach Eggers Aussagen antisemitisch interpretierbar seien, finde er "lächerlich". "Es gibt überhaupt keinen Grund dafür, sich zu entschuldigen", so Kickl zu einer Aufforderung von Landeshauptmann Herbert Sausgruber (ÖVP), die Aussagen zurückzunehmen.

Der Vorarlberger FP-Obmann habe nur eine Einmischungen von außen zurückgewiesen - dabei sei es "völlig egal, woher dieser Museumsdirektor herkommt", insistierte Kickl. Es werde nicht gelingen, bei jedem, "der seiner eigenen Heimat positiv gegenübersteht", den Vorwurf des Antisemitismus zu zimmern.

Sausgruber "steht nicht zur Heimat"

Egger selbst zeigte sich völlig uneinsichtig. Eine Entschuldigung lehnte er ab. Bei seinem seinem Auftritt in der ORF-Sendung "Vorarlberg heute" gab er sich betont selbstbewusst. Nachdem VP-Landeshauptmann eine Entschuldigung als Bedingung für eine Fortsetzung der blauen Regierungsbeteiligung genannt hatte, meinte Egger im ORF: "Wir lassen uns von niemandem erpressen und schon gar nicht mit der Androhung des Entzugs eines Regierungssitzes."

Die Entscheidung über eine Aufkündigung der Regierungszusammenarbeit liege bei der ÖVP, "wir werden das hinnehmen". Umgekehrt werde man sich nicht davon abbringen lassen, eigene Themen zu setzen. "Es ist eigentlich absurd: Wie weit hat es in unserem Land heruntergeschneit, wenn man Begriffe wie "heimisch" oder "Heimat" nicht mehr in den Mund nehmen kann?", fragte der FPÖ-Obmann, der seit 2003 in der Regierung sitzt. Egger stellte den Mut des Landeshauptmanns in Frage, "für seine Heimat zu stehen".

Zu seiner Entgleisung in Richtung Loewy sagte Egger: "Er ist ein Jude, das ist nichts Anrüchiges, genauso wie Christen Christen und Moslems Moslems sind."

VP steht hinter Sausgruber

In der ÖVP gab es Unterstützung für Sausgrubers Kritik am Koalitionspartner FPÖ. ÖVP-Generalsekretär Fritz Kaltenegger hat die Aussagen des Vorarlberger FPÖ-Chefs Dieter Egger scharf verurteilt. "Die Aussagen Eggers sind auf das Schärfste zurückzuweisen", sagte er. Landeshauptmann Herbert Sausgruber habe mit seiner klaren Positionierung die volle Unterstützung der Bundespartei.

Vorarlbergs Landeshauptmann Herbert Sausgruber hat am Montag seine Position gegenüber Landesrat Dieter Egger und der FPÖ bekräftigt. "Natürlich gilt, was ich gesagt habe. Egger hat seine Chance zur Korrektur seiner Aussage nicht wahrgenommen, demnach werden wir nicht gemeinsam auf der Regierungsbank sitzen", sagte Sausgruber. Eine Änderung in der Landesregierung vor der Wahl am 20. September lehnte der Landeshauptmann ab.

Antisemitismus "schlummert" in Egger

Loewy selbst erklärte, er sei über Eggers Aussage vom Freitag entsetzt. Er hätte den FP-Politiker "eigentlich für schlauer gehalten", sagte Loewy im Interview mit den "Vorarlberger Nachrichten". Auch Schriftsteller Michael Köhlmeier fand klare Worte: "Ein Mann, der so etwas sagt, ist für alle Zeiten diskreditiert. Der Mann ist erledigt."

Dass es mit Egger "so durchgegangen ist, zeigt doch, dass der Affekt ziemlich tief sitzen muss", befand der Direktor des Jüdischen Museums. Man habe befürchten müssen, dass das in Egger schlummere, aber auch "gehofft, dass das doch nicht der Fall ist". Eggers Sager bedeute die Klarstellung dessen, was der FPÖ-Chef unter "heimisch" verstehe: "Ganz offenkundig nicht EU-Bürger wie Festspiel-Intendant David Pountney und hergelaufene Juden wie mich", so Loewy.

Egger wisse, wo er - Loewy - herkomme, nämlich aus Frankfurt. "Und ich bin auch nicht als Exilant nach Österreich gekommen, sondern weil man mich geholt hat", sagte der Museums-Direktor. Mit dem Gebrauch des Begriffs "Exil-Jude" als Schimpfwort offenbare Egger, "dass er eine ganz eigene Position hat, nämlich dass es eine schandbare Handlung war, vor den Mördern davonzulaufen".

Köhlmeier schreibt an Justizministerin

Autor Köhlmeier erklärte, er werde Justizministerin Claudia Bandion-Ortner schreiben. Es sei der Straftatbestand von Verhetzung und Wiederbetätigung zu prüfen. Ihm tue Eggers Aussage auch deshalb weh, "weil Hanno Loewy so viel für diese Stadt getan hat. Der wahre Nestbeschmutzer ist Herr Egger", sagte Köhlmeier.

Die beständige Angst vor braunem Bodensatz im Land kenne er. "Aber wir erzittern beständig vor 20 Prozent und übersehen dabei, dass 80 Prozent das zutiefst ekelhaft finden. Wenn es so etwas wie einen kleinsten gemeinsamen Nenner gibt, dann den, dass man solche Nazisprüche nicht akzeptiert", so Köhlmeier.

Muzicant: "Nicht überraschend"

Der Präsident der Israelitischen Kultusgemeinde (IKG), Ariel Muzicant, hat die Äußerungen von Vorarlbergs FPÖ-Chef Dieter Egger als "nicht überraschend" bezeichnet. Gegenüber der Tageszeitung "Österreich" (Dienstag-Ausgabe) erklärte er, es gehöre zur Strategie der FPÖ, "mit derartigen skandalösen Äußerungen auf Stimmenfang zu gehen." Scharfe Kritik übte er an SPÖ und ÖVP, die bereit seien, die FPÖ in Landesregierungen oder sogar in eine Bundesregierung zu holen - für ihn der "eigentliche Skandal".

SP gegen Egger

Die Aussagen des Vorarlberger FPÖ-Chefs Dieter Egger sind für SPÖ-Bundesgeschäftsführerin Laura Rudas Beleg dafür, "dass es keine 'gemäßigte' FPÖ gibt". In einer Aussendung am Montag erklärte sie, "die Äußerungen des freiheitlichen Landesrates haben nun hoffentlich dem Letzten klargemacht, dass Hetze ein Grundelement freiheitlicher Politik ist." Kritik an SPÖ und ÖVP kam von den Grünen, die ein "glaubwürdiges Machtwort der Spitze" forderten. (APA)

Kommentar posten
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Metternichmich!
24
26.8.2009, 00:00
Mir hängen diese rechten Rülpser

so was von zum Hals raus. Es ödet mich so unendlich an. Was ich am allerwenigsten verstehe: Was hat der sich so nennen lassende kleine Mann von diesen Rülpsern, warum findet dieser Dreck Beifall?

Placebo
 
00
27.8.2009, 13:02
Das kleine Hirn findet es ganz cool, wenn jemans stllvertretend für ihn den Kampf führt.

Dass dies blaues Gesindel selbst den meisten Dreck macht und unnötige Kosten und Probleme schafft, jede Lösung für diesen sogenannten kleinen Mann verhindert, das interessiert hier nicht.


Zum FPÖ-Anhänger wird man, wenn man sich vom Menschen entfernt und wieder Tier wird. Da gab es diesen berühmten Hund. Der sabbert dann, wann er soll. Denn so wurde er konditioniert.

NLP ist bei der FPÖ deswegen so beliebt. Um sich damit einpaar Kläffer zu züchten.

Carlo Gesualdo
61
25.8.2009, 21:20
Nein keine Entschuldigung

Wäre falsch
Wäre schwach

Veltliner saufen am Samstag Abend Kopf zudröhnen
Anständig sein am Sonntag nachmittag
An der Seepromenade mit den Kindern
Am Sonntag Abend Bier
"Der hats ihnen gezeigt, gell" am Stammtisch

Am Montag arbeiten - nix sagen
Am Dienstag - das muss man sich anschauen
Am Mittwoch - der hat nicht ganz unrecht
Am Donnerstag - bei dem Tü____ siehst es wieder
Am Freitag - Wir treffen uns Bier und Veltliner
Am Samstag - siehe oben

Leben? Einfach ohne Strache!
01
25.8.2009, 22:36
Sehr interessant!

Kannst Du noch etwas?

Placebo
 
01
25.8.2009, 14:47
Geht euch Inglorious Basterds anschauen. Dem Egger schenken wir auch ein Kinoticket. Da zuckt er dann völlig aus. ;-)

blue30
 
52
25.8.2009, 10:58

Eggers Sager bedeute die Klarstellung dessen, was der FPÖ-Chef unter "heimisch" verstehe: "Ganz offenkundig nicht EU-Bürger wie Festspiel-Intendant David Pountney und hergelaufene Juden wie mich", so Loewy.

hr. loewy sollte mal das programm der fpö vorarlberg lesen und sich nicht selbst als hergelaufenen.... bezeichnen. niemand hat das gesagt, außer er selbst.

Leben? Einfach ohne Strache!
43
25.8.2009, 22:37
Uiiii schon wieder!

Die FPÖ hat nichts gesagt!
Die FPÖ hat nichts gemacht!
Es war alles ganz anders!
Es gibt eigentlich gar keine FPÖ!

smuecke
22
25.8.2009, 12:37

Aber "Exil-Jude aus Amerika"!

Und ist er das?

http://www.hannsotte.blogspot.com
 
18
25.8.2009, 10:31
Ich hoffe, dass Egger (bei der Wahl) nicht (zu)"gewinnt".


Teil 2

Es gäbe tatsächlich Möglichkeiten, diesem Treiben ein Ende zu bereiten - "WIR alle" wissen das.

Aber man wendet sie nicht an - warum eigentlich nicht? - es kann doch wirklich nicht sein, dass Menschen, die die Geschichte kennen und auch in der Lage sind, weiter als bis zu den nächsten Wahlen zu denken, nicht in der Lage wären, diesem Treiben Einhalt zu gebieten.

Natürlich kann man (noch) nicht verhindern, dass jene Individuen ihre Meinung öffentlich verbreiten - auch die NDP in Deutschland kann noch nicht verboten werden.

Aber ich glaube (und hoffe) nicht, dass es in Deutschland seriöse Politiker gibt, die an eine Koalition mit der NDP denken.

So sollte es auch in Österreich sein - das ist doch gar nicht schwer.................

http://www.hannsotte.blogspot.com
 
13
25.8.2009, 10:30
Ich hoffe, dass Egger (bei der Wahl) nicht (zu)"gewinnt".


Teil 3

Sausgrubers Aktion war gut, aber noch nicht ausreichend und vor allem nicht ganz glaubhaft:

Meiner Ansicht nach hätte er die Regierungsarbeit SOFORT beenden müssen.......

Diese paar Tage hätte Vorarlberg schon "irgendwie selbst" überlebt.

Ich kann nur sagen vielen Menschen in diesem Land und auch mir reicht es schon lange - das Mass ist mehr als voll.

Ich habe mich gestern sogar schon dabei ertappt, dass ich mit Postern sympathisiere, die keine ganz klare Stellung zum Thema Gewalt in diesem Zusammenhang mehr haben.......

So, und mit diesem dreiteiligen Posting möchte ich mich (vorerst?) aus dieser Diskussion zurückziehen.

Ich habe auch noch anderes zun tun...............

;-)

badblackguy.blogspot.com
 
00
26.8.2009, 11:34
Warum, es ist unnötig, es wird in 4 Wochen gewählt und der Landtag ist de facto aufgelöst.

MFG

http://www.hannsotte.blogspot.com
 
10
25.8.2009, 11:36
Teil 1:


http://derstandard.at/?url=/pli... 4/12899662

Bitte um Nachsicht (dort wollte ich es ursprünglich posten)

http://www.hannsotte.blogspot.com
 
11
25.8.2009, 11:47
:-( - das ist heute nicht mein Tag

Teil 1 befindet sich unterhalb des Artikels "Rattenwerber für FPÖ Vorarlberg"...............

Geistiger Tiefflieger
 
11
25.8.2009, 12:10
Ja ja, der Permalink.............


Hat mich trotzdem gefreut, Ihr Posting vom 11. 5. noch einmal zu lesen!

maximaxi
24
25.8.2009, 10:21
""Exil-Jude" als Schimpfwort offenbare Egger, "dass er eine ganz eigene Position hat, nämlich dass es eine schandbare Handlung war, vor den Mördern davonzulaufen".

Bei Egger ist es also "feige" wenn Opfer vor diesen Nazi-Bestien flüchteten um nicht ermordet zu werden. Loewys Eltern konnten dem Holocaust gerade noch entrinnen!

Darüber dürfte man gar nicht lange diskutieren. Das ist ein klarer Fall von Verhetzung- hohe Geldstrafe, Gefängnis und Psychotherapie, damit der Herr Egger etwas Zeit für Einsichten bekommt. Das wäre auch zur Abschreckung von Nachahmungstätern höchst empfehlenswert.

R.U.GAY
24
25.8.2009, 09:29
Faszinierend finde ich die Postings hier,...

...welche keinerlei Antisemitismus in dieser Aussage von Egger erkennen wollen. Wenn ein FPOe-Mann, der in einem durchgeplanten Auftritt, mit einer geschriebenen Rede, eine Aussage taetigt, die man mit Gewissheit als antisemitisch interpretieren kann, dann ist diese "Zweideutigkeit" gewollt. Vermoege einer gespielten "Entruestung" ueber die "Gutmenschen", welche den Herrn Egger gewollt missverstehen wuerden, kann dieser "Politiker" sich einerseits als Retter gegen eine vermeintliche "Meinungsdiktatur" darstellen, andererseits bedient er die rechten Ressentiments und stellt einen juedischen Suendebock zur Verfuegung.

Von ungewolltem Missverstaendnis zu sprechen ist angesichts der Geschichte der FPOe und ihrer Proponenten sehr blauaeugig.

Neues Österreich
13
25.8.2009, 09:22
Man kann einfach gegen seine innere Einstellung

nicht ewig ankämpfen. Irgenwann bricht sie doch durch. Die ewig gestrigen outen sich immer einmal, denn sie können auch nicht erfolgreich gegen ihren inneren Druck standhalten. Auch wenn sie jahrelang Kreide fressen und ihre Ergüsse irgendwie verniedlichen, der Durchbruch kommt mit Sicherheit. Daher, wie auch immer, niemals mit Parteien wie FPÖ oder auch BZÖ. Es ist nur eine Verschwendung der Gutgläubigkeit.

Ja wenn das so ist - dann Prost!
 
33
25.8.2009, 09:20
Künstliche Empörung,

wenn echte natürlich Gründe fehlen.

4freedom
15
25.8.2009, 08:31
Schlimm, dass die Überzeugungen der FPÖ noch so viele Wähler findet.

Schlimm, dass andere Parteien noch bereit sind mit ihnen Regierungskoalitionen einzugehen.

Im gegenständlichen Fall schlimm, dass Beschimpfung zum Wahlkampf gehört, das die Worte "Exil", "amerikanisch", "Jude" als Negativassoziation verwendet werden. Schlimm, dass Egger sich nicht entschuldigt, sondern trotzig darauf beharrt. Entlarvend, dass ihn seine Parteifreunde unterstüzen.

Gut, dass es immer deutlicher wird, welche Geisteshaltung sich hinter der "Freiheitlichen" Partei verbirgt.

Vorarlberg, das vier ausländische Nachbarn hat, sollte keine Ausländerfeinde brauchen.

Egger ist einer von denen, die überzeugt sind, alles von "DRAUSSEN" gehört abgelehnt.

Es wundert mich, dass er nicht "Piefke" gesagt hat.

an kog
02
25.8.2009, 22:06

"Vorarlberg, das vier ausländische Nachbarn hat..."

Einerseits haben Sie recht, die Tiroler werden in Vorarlberg in etwa gleich nah oder fern gesehen wie die Ostschweizer, die Liechtensteiner oder die Süddeutschen, aber irgendwie dann doch nicht als "ausländische Nachbarn":-)

Njörd
11
25.8.2009, 08:10
Jede Partei hat Dreck am Stecken.

Ich halte keine der österreichischen Parteien für wählbar.
Auch in diesem Fall versuchen die ÖVP und die SPÖ durch scheinheiliges Aufschreien von den eigenen Problemen abzulenken.
Scheinheilig ist dieses Murren deshalb, da ja wohl jedem, außer der ÖVP und der SPÖ, klar ist, dass in Österreich nicht nur linksgesinnte Genossen sondern auch rechtsorientierte Bürger leben.
In einem kommunistisch-stalinistischen Staat oder in einem diktatorischen Staat gäbe es natürlich nur eine erlaubte Meinung. Eine Demokratie zeichnet aus, dass jeder seine Meinung frei äußern darf. Mit allen Vor- und Nachteilen.

Dr.Nötigenfalls
00
25.8.2009, 11:29
KEINE???

der österreichischen Partein ist wählbar?

Na der Herr haben aber einen exquisiten Geschmack...

Karlheinz Huber a.d.
11
25.8.2009, 07:52
Ist halt Tradition ...

in Österreich und vor allem in Wien, mit Antisemitismus Politik zu machen. Solange es einen "Karl Lueger-Ring" und etc. gibt, wird sich daran wohl kaum etwas ändern.

H. Kienhammer
01
25.8.2009, 12:47
Der Karl Lueger-Ring ....

... wurde nicht deshalb nach Lueger benannt, weil dieser Antisemit war, sondern weil während seiner Amtszeit viele Großprojekte realisiert wurden, die für Wien auch heute noch von großer Bedeutung sind.

gustl
 
11
25.8.2009, 20:48
Tja,

und WEIL er Antisemit war, sollte man schleunigst Namen verdienstvoller Personen heranziehen, die keine Antisemiten waren.

Z.B. Wehrmachtsdeserteure, Widerstandskämpfer und Leute die trotz Lebensgefahr Juden und andere gefährdete Personen vor den Nazis versteckt haben.

Österreich hat Helden genug, man wird sie aber nicht unter Nazis, Antisemiten und Ausländerfeinden finden.

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