9.000 Arbeiter beenden Streik in Mexiko

23. August 2009, 18:59
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Einigung auf Anhebung der Gehälter um drei Prozent

Puebla - Die Beschäftigten im mexikanischen Volkswagen-Werk in Puebla haben ihren mehrtägigen Streik beendet. Die Tarifparteien einigten sich am Samstag auf eine Anhebung der Gehälter um drei Prozent, wie beide Seiten übereinstimmend mitteilten. Die Geschäftsleitung ging damit auf den Kompromissvorschlag der Gewerkschaften ein. Die Arbeitgeberseite hatte eine Lohnerhöhung um ein Prozent angeboten. Zuletzt hatten die VW-Beschäftigten in Mexiko im Jahr 2006 nach einem fünftägigen Streik eine Lohnerhöhung von 5,5 Prozent durchgesetzt.

Nach der Einigung sollen die Arbeiter mit sofortiger Wirkung eine Prämie von umgerechnet 105 Euro erhalten. Rückwirkend ab August werden die Gehälter um zwei Prozent angehoben, eine Erhöhung um ein weiteres Prozent soll im Dezember wirksam werden. Die Geschäftsleitung erklärte, das Unternehmen werde durch die Tariferhöhung gezwungen sein, die Produktivität weiter zu verbessern, da andere Autobauer in Mexiko in diesem Jahr die Gehälter nicht angehoben hätten. Das Werk in Pueblo produziert vier VW-Modelle für den Export. Die dortige Produktion wurde im Zuge der weltweiten Absatzkrise deutlich heruntergefahren. (APA/AFP)

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