Her mit dem Knödel!

23. August 2009, 18:12
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Kulinarische Spezialitäten als Besicherung für Kredite krisengeschüttelter Produzenten

Ein italienischer Banker hat angeregt, kulinarische Spezialitäten als Besicherung für Kredite krisengeschüttelter Produzenten zu akzeptieren. Parmesan wird bereits seit Jahren in Millionenwerten in bankeigenen Lagern ("Fort Knox") gebunkert. Jetzt sollen Prosciutto & Co dazukommen - Landwirtschaftsminister Luca Zaia (Lega Nord) ist voll dafür: weil so belegt würde, dass "die wahren Goldreserven Italiens in der hervorragenden Qualität seiner landwirtschaftlichen Produkte" liegen.

Die Idee ist zu gut, um sie sich nicht schleunigst auf Österreich umzumünzen. Unsere Goldreserven sind dank der Bemühungen Karl-Heinz Grassers ohnehin dezimiert. In den Bunkern der Nationalbank ist Platz.

Das ist die Chance, endlich "Feinkostbunker Europas" zu werden: Typische Produkte aus heimischer Produktion werden dem Nationalschatz einverleibt. Ab in den Tresor mit ihnen! Aus formalen Gründen werden Kantwurst, Leberkäse, Toastschinken und Stangengouda (optische Ähnlichkeit mit Barren) bevorzugt angenommen. Zusätzlich muss die Errichtung eines nationalen Knödel-Speichers vorangetrieben werden. (Severin Corti/DER STANDARD, Printausgabe, 24. 8. 2009)

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