EU will in Emissionshandel 4000 Firmen einbinden

23. August 2009, 17:33
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Brüssel - Die Europäische Union hat fast 4000 Fluggesellschaften, Flugzeughersteller und Luftwaffen weltweit benannt, die in den Emissionshandel im Luftverkehr eingebunden werden sollen. Folgen sie den Vorgaben nicht, werden sie ab 2012 bei Flügen in EU-Staaten zu einer Klimaschutzabgabe gezwungen, sofern sie ihren CO2-Ausstoß nicht senken.

Die am Samstag im offiziellen Amtsblatt der EU veröffentlichte Liste enthält die Namen von Unternehmen wie Lufthansa, Alitalia, Qantas, KLM, Emirates, US Airways und United. Auch rund 30 österreichische Luftfahrzeugbetreiber werden genannt, darunter Austrian Airlines (AUA), Air-Styria, Tyrolean oder Niki.

Auch die Flugzeughersteller Airbus und Dassault, hunderte Betreiber von Privatflugzeugen, die US-Marine und die Luftwaffen von Israel und Russland werden angeführt. Eine EU-Sprecherin sagte, die Einbeziehung der Luftfahrtindustrie in den Emissionshandel sei 2008 beschlossen worden, und die Liste sei der nächste Schritt für die Umsetzung des Plans.

Mit den heftig umstrittenen Klimaschutzauflagen will die EU den rasant steigenden Treibhausgas-Ausstoß im Luftverkehr begrenzen. Die Klimaschutzauflagen sollen für alle Flüge gelten, die in der EU starten oder enden. Die EU strebt langfristig ein weltweites Abkommen zur Einbeziehung aller Fluggesellschaften in den Emissionshandel an.

Europas Luftfahrtindustrie hat zuletzt moniert, dass umständliche Verwaltungsprozesse innerhalb der EU-Kommission den Start konkreter Forschungsprojekte zum Bau spritsparender und damit CO2-ärmerer Flugzeuge verzögert haben. (AP, DER STANDARD, Print-Ausgabe, 24.8.2009)

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