Der Hybridanteil steigt

23. August 2009, 15:04
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Immer mehr Hersteller bringen Hybridmodell auf den Markt. Was nicht bedeutet, dass in nächster Zukunft überwiegend Hybridautos produziert werden

Toyota/Lexus hat in der Entwicklung des Hybridantriebs mindestens zehn Jahre Vorsprung gegenüber europäischen Autoherstellern. Auch Honda beschäftigt sich schon fast so lange mit der Verheiratung von Verbrennungs- und Elektromotor. Nun hat Mercedes das erste Hybridmodell auf den Markt gebracht, den S 400 Hybrid. In etwas mehr als zwei Jahren ist es also gelungen, zumindest eine konkrete Stellungsnahme zu derartigen Konzepten abzugeben.

Unsere ersten Testfahrten haben eindeutig einen signifikanten Verbrauchsvorteil ergeben, nicht nur auf dem Papier. Mit knapp zehn Liter Benzinverbrauch je 100 km liegt der Hybrid in etwa auf dem Niveau eines vergleichbaren Diesel-Modells und damit im CO2-Ausstoß sogar etwas besser, ein durchaus respektabler Wert für eine schwere Limousine der Oberklasse.

Die Wahrscheinlichkeit, dass es in Kürze überwiegend Hybridautos geben wird, ist trotzdem gering.

Toyota entwickelt parallel zur Nickel-Metallhydrid-Batterietechnik jetzt auch eine Lithium-Ionen-Variante. Mercedes beherrscht das Zusammenspiel von Elektro- und Verbrennungsmotor zwar grundsätzlich, aber Verfeinerungen sind notwendig. Außerdem müssen erst Herstellungskapazitäten für die Lithium-Ionen-Batterien aufgebaut werden. Jetzt ist die Einführungsrunde im Gang. Der echte Startschuss, damit die Technologie wirklich in die Breite gehen kann, wird erst später erfolgen. Schließlich geht es auch darum, die äußerst komplexe Technik absolut alltagssicher zu machen. (Rudolf Skarics/DER STANDARD/Automobil/21.8.2009)

  • Mit einer überwiegenden Produktion von Hybridautos ist in nächster Zukunft nicht zu rechnen.
    foto: mercedes

    Mit einer überwiegenden Produktion von Hybridautos ist in nächster Zukunft nicht zu rechnen.

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