Nach 15 Jahren will Salzburg wieder rein

23. August 2009, 14:31
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Auch 1994 führte der Weg über Maccabi Haifa - Stevens: Chancen von Wr. Neustadt in Tel Aviv verwerten

Wien/Salzburg - Fast auf den Tag genau 15 Jahre ist es her, dass Salzburg zum bisher einzigen Mal die Gruppenphase der Fußball-Champions-League erreicht hat - durch einen Sieg in der Qualifikation gegen Maccabi Haifa (24. August 1994). 15 Jahre und einen Tag nach Konrad, Feiersinger, Pfeifenberger und Co. wollen die Nachfolger der einstigen Europacup-Helden zum insgesamt zweiten Mal und erstmals in der Red-Bull-Ära in die Königsklasse einziehen. Und wieder heißt der Gegner Maccabi Haifa. Nach einer 1:2-Heimniederlage gehen die Salzburger am Dienstag (20.45 Uhr/live ORF1) aber als klare Außenseiter ins Rückspiel.

Mladenovic (2) und Jurcevic haben den damaligen SV Salzburg im Rückspiel zu einem 3:1-Erfolg geschossen. Schon im Hinspiel hatte die Baric-Elf durch zwei späte Treffer von Hütter (83.) und Mladenovic (90./Elfmeter) mit 2:1 gewonnen; ein Ergebnis, das auch diesmal zumindest nötig ist. Seitdem hat Maccabi Haifa allerdings beide Europacup-Heimspiele gegen österreichische Vereine gewonnen: 4:1 im Jahr 1998 gegen SV Ried und 2:0 im Jahr 2002 gegen Sturm Graz, letztere Partie jedoch auf neutralem Boden in Sofia.

Sekagya wieder da

Die Salzburger heben am Montagvormittag Richtung Tel Aviv ab. Ohne Aufhauser, Pitak und Ngwat-Mahop, die allesamt verletzt sind, sowie ohne Augustinussen und Schwegler, die nach der Gelben Karte im Hinspiel für die Retourbegegnung gesperrt sind. Dafür ist der zuletzt angeschlagene Abwehrchef Sekagya wieder dabei, der Verteidiger aus Uganda spielte am Samstag in Wr. Neustadt durch. Die Generalprobe gegen den Aufsteiger verlief zwar nicht nach Wunsch (1:1), dennoch gab sich Trainer Hubb Stevens nicht unzufrieden.

"Ich denke, die Defensive hat sich auf so einem schwierigen Platz gut verhalten. Wir haben es in der zweiten Halbzeit verabsäumt, das 2:1 und 3:1 zu machen. Diese Chancen, die wir uns hier erspielt haben, müssen wir dann in Tel Aviv verwerten", sagte Stevens, der diesmal wieder Marc Janko vertraut hatte. Der Torschützenkönig der vergangenen Saison saß zuletzt nur auf der Ersatzbank, in Wr. Neustadt holte er sich mit seinem zweiten Saisontreffer aber wieder ein bisschen Selbstvertrauen. Ob das reicht, um auch in Israel wieder von Beginn weg dabei zu sein, ist aber offen.

Mehr als nur die Ehre

Für Red Bull Salzburg steht am Dienstag nicht nur der größte sportliche Erfolg seit der Übernahme des Fußball-Vereins durch den Getränkekonzern im April 2005 auf dem Spiel, sondern auch viel Geld. Die UEFA hat die Antrittsgelder und Prämien für die Champions League um rund 33 Prozent erhöht. Jeder der 32 Teilnehmer der am 15. September beginnenden Gruppenphase, die am Donnerstag ausgelost wird, erhält 7,1 Millionen Euro Startgeld. Dazu gibt es pro Sieg 800.000 Euro und pro Remis 400.000 Euro Erfolgsprämie.

Zum Vergleich: Scheitert Salzburg gegen Haifa, spielt die Stevens-Truppe in der Gruppenphase der Europa League (Beginn am 16./17. September, Auslosung am Freitag) weiter. In dem aus dem UEFA-Cup hervorgegangenen Bewerb gibt es zwar deutlich mehr zu verdienen wie im Vorgängerbewerb, allerdings mit 900.000 Euro nur einen Bruchteil der Prämien in der Champions League. Auch die Erfolgsprämie (120.000 für Sieg, 60.000 für Remis) ist um einiges bescheidener. (APA)

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    Zickler & Co. versuchen es der Baric-Elf von 1994 nachzumachen

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