Handy-Apps, die reale und virtuelle Welt mixen

23. August 2009, 14:10
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Reale Personen werden mit Web-Profilen "verlinkt" und die Handy-Kamera weist den Weg zur nächsten U-Bahn-Station

Die Integration von Features wie Kompass, GPS-Empfängern und immer besseren Kameras in Handys hat eine neue Kategorie mobiler Anwendungen geschaffen: die sogenannten Augmented Reality Apps - auf Deutsch "erweiterte Realität". Dabei werden virtuelle Inhalte mit Objekten der realen Welt verknüpft. Für Android-Handys sind bereits einige Anwendungen erhältlich, am iPhone sollen sie mit iPhone OS 3.1 Einzug halten. Mashable hat einige, mobile Apps vorgestellt, die einen guten Einblick in der Potential von AR geben.

TwittARound

Die Anwendungen TwittARound zeigt am iPhone an, in welcher Richtung und wie weit entfernt sich Twitter-User befinden. Dabei werden die User-Icons über das Bild der Kamera gelegt, ein Klick auf die Icons zeigt den letzten Tweet an. Bewegt man das Handy, ändert sich auch die Position der Icons. Die Anwendung befindet sich noch im Beta-Status.

Layar

Bei Layar handelt es sich um einen AR-Browser für Googles Smartphone-Plattform Android, der AR-Inhalte verschiedener Anbieter anzeigen kann. Entwickler können ihre Content-Layer über das Live-Video des Handys legen. Aktuell sind 87 Layer unter anderem von Google, Twitter und Wikipedia verfügbar. Layar ist vor kurzem in Version 2.0 erscheinen.

Nearest Tube

Eine besonders nützliche Funktion soll Nearest Tube bieten. Die Anwendung zeigt am iPhone 3GS die nächsten U-Bahn-Stationen an. Zwar deckt die App, die zum Release von iPhone OS 3.1 veröffentlicht werden soll, vorerst nur London ab, doch zeigt die das Potential und die Einsatzmöglichkeiten von AR sehr gut auf. 

TAT Augmented ID

AR-Anwendungen sollen nicht nur Informationen zu Orten, sondern auch zu Personen liefern, wie beispielsweise TAT Augmented ID für das iPhone. Die Anwendungen nutzt die Gesichtserkennungstechnologie von Polar Rose und zeigt mit der Person verknüpften Online-Profile und Kontaktinformationen von YouTube, Facebook etc. an. Die Nutzer sollen zwar selbst entscheiden, welche Profile mit ihrem Gesicht "verlinkt" werden, dennoch dürften derartige Anwendungen früher oder später von Datenschützern unter die Lupe genommen werden. Augmented ID befindet sich jedenfalls noch in der Entwicklungsphase.

SREngine

Ähnlich wie Augmented ID funktioniert auch SREngine (Scene Recognition Engine), statt Gesichter soll diese Anwendung jedoch Objekte wie Geschäfte, Bauwerke oder Sehenswürdigkeiten erkennen und zeigt beispielsweise an, wo sich der nächste Bankomat befindet. SREngine soll für das iPhone veröffentlicht werden.

Wikitude AR Travel Guide

Im Zusammenhang mit Augmented Reality Anwendungen am Handy wurde auch bereits der Begriff Augmented Tourism geprägt. So zeigt beispielsweise Wikitude AR Travel Guide für Android-Handys Informationen aus Wikipedia an, indem die Kamera einfach auf das entsprechende Motiv gehalten wird. Im Demo-Video erkennt die Anwendung die Festung Hohensalzburg und zeigt den dazugehörigen Eintrag an. (red)

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