Taschendieb-Bande gefasst

23. August 2009, 12:43
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Einsatzkräfte ziehen positive Bilanz - Rotes Kreuz versorgte rund 2.200 Patienten, darunter nur wenige schwere Fälle - Polizei hatte verhältnismäßig wenig zu tun - mit Video

St. Pölten - Nach dem Ende des Frequency Festivals in St. Pölten ziehen die Einsatzkräfte eine positive Bilanz. Sowohl aus polizeilicher als auch aus Sicht des Roten Kreuzes sei man von größeren Problemen verschont geblieben. Auch der Veranstalter freute sich über ein "wundervolles und entspanntes Festival" mit 120.000 friedlichen Besuchern: Selten habe es ein so ruhiges und diszipliniertes Großevent gegeben, hieß es in einer Aussendung.

Das Rote Kreuz musste von Donnerstag bis Sonntag früh rund 2.200 Patienten versorgen. Die Bandbreite der Verletzungen reichte dabei vom Wespenstich über Schnittverletzungen und Kreislaufproblemen bis hin zu Brüchen. Alkohol war für die Rettungskräfte nur in einem eher geringen Ausmaß ein Problem. Zur Versorgung der Patienten waren acht Stützpunkte auf dem ganzen Gelände eingerichtet, 450 Sanitäter und 15 Notärzte aus ganz Österreich waren im Einsatz.

Brandverletzungen, Wespenstich im Mund

Zu den wenigen schwerwiegenden Fällen zählten drei schwere Brandverletzungen, ein junger Mann, der nach einem Kollaps oder Krampfanfall fast in der Traisen ertrank und eine 20-Jährige, die von einer Wespe in den Mund gestochen wurde. Nur 161 Patienten mussten in die Krankenhäuser St. Pölten, Melk, Krems und Lilienfeld gebracht werden.

Gemessen an den Besucherzahlen gab es für die Polizei eher wenig zu tun. 122 Diebstähle, vorwiegend Handys und Geldbörsen, neun Sachbeschädigungen, sechs Körperverletzungen und sechs Einbruchdiebstähle wurden angezeigt, fünf Beschwerden gingen von Anrainern wegen des Lärms ein. Für eine fünfköpfige Bande von - laut Exekutive - professionellen Taschendieben aus Rumänien und der Slowakei klickten am Festival die Handschellen. Über die drei Rumänen wurde mittlerweile U-Haft verhängt, ein Slowake befindet sich wegen eines aufrechten Aufenthaltsverbots in Schubhaft, der andere Slowake wurde freigelassen.

Zwei Vergewaltigungen angezeigt

Angezeigt wurden auch zwei Vergewaltigungen nach vermuteter Verabreichung von K.o.-Tropfen und eine versuchte Vergewaltigung durch unbekannte Täter. Bestätigt werden konnten diese Vorwürfe aber noch nicht, betonte der Veranstalter. (APA)

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