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Online-Portal von Filmladen setzt auf Arthaus-Filme und österreichische Produktionen
Während der legale Musikdownload durch zahlreiche neu geschaffene Plattformen mittlerweile ein gutes Geschäft ist, steht im Filmbereich online noch viel Arbeit bevor. In jüngster Zeit öffneten zwei österreichische Video-on-Demand-Plattformen ihre Pforten, um das legale Internet-Angebot an Filmen zu revolutionieren. Über Flimmit.com und das Downloadportal des Filmladen-Verleihs können Filmbegeisterte in Österreich mit wenigen Klicks Filme streamen oder kaufen. Doch kostenlose Angebote und regionale Rechtsprobleme machen es legalen Plattformen schwer.
Alternative zum TV-Programm
"Die meisten User besuchen uns am Abend, als schnelle Alternative zum schlechten Fernsehprogramm", erzählt Walter Huber, Mitbegründer von Flimmit.com. Seit Mai bietet seine Online-Plattform knapp 200 Filme als Kauf oder Stream, "eine Art 24-stündige Miete", an. Das bisher größte österreichische Online-Filmangebot soll bis 2010 auf 4.000 Filme erweitert werden; bis Herbst diesen Jahres sollen bereits zahlreiche Filme auch in englischer Sprache abrufbar sein. "Wir haben noch einiges vor und wollen zur international verfügbaren Videothek im Internet heranwachsen", so Huber.
Lizenzprobleme
Noch gestaltet sich dieses Vorhaben als schwierig. Lizenzen für Filmverbreitung werden meist regional vergeben, sodass "es derzeit sehr mühsam ist, global zu arbeiten". Huber und sein Team beziehen größtenteils Lizenzpakete bei Filmrechtehändlern; das Verhandeln bei Einzelfilmen und bei Lizenzen nach Territorien verlangsamt jedoch den Prozess. "Wir spüren aber bereits einen Umschwung in diesem Bereich", sagt Huber. "Die Europäische Kommission hat sich dem Problem gewidmet und wir rechnen damit, dass regionale Rechteprobleme in den nächsten Jahren nicht mehr im Weg stehen werden."
Lokale Einschränkungen
Regionale Faktoren sind es auch, die österreichischen Filmfans den Zutritt zu kostenlosen US-Plattformen wie Hulu.com verweigern. Der On-Demand-Anbieter stellt Serien wie "Die Simpsons" und "Dr. House" oder Filme wie "Super Size Me" und "Zwielicht" gratis per Stream zur Verfügung - jedoch nur für US-Bürger. Eine Restriktion, die der kostenlose Filmanbieter Myvideo.de nicht vornimmt: Die Internet-Videothek bietet sowohl Nutzern aus Deutschland als auch aus Österreich und der Schweiz insgesamt 100 Filme, darunter "Good Will Hunting", "American History X" und "Rush Hour", kostenlos per Stream an.
Massenbedarf kommt erst
Trotz illegaler Konkurrenz weltweit, wie das kürzlich von einer Millionenklage erschütterte "Pirate Bay", wird das Video-On-Demand-Konzept angenommen, so Huber: "Der breite Massenbedarf wird aber bestimmt erst kommen, wenn sich Internet am Fernseher durchsetzt." In den USA gibt es bereits Versuche, direkt am Fernsehgerät ins Internet einzusteigen und so Plattformen wie Flimmit.com zu nutzen. Der österreichische TV- und Telekommunikationsanbieter UPC ist ebenso wie u.a. aon.tv bereits auf diesen Wagen aufgesprungen: Per Knopfdruck auf der Fernbedienung gelangt der Zuseher zu einem On-Demand-Portal, in dem Filme rund um die Uhr bestellt werden können. Brandneue Produktionen wie "Der Ja-Sager" oder "Der seltsame Fall des Benjamin Button" stehen dann für 24 Stunden um 4,98 Euro zur Verfügung - die Bestellung wird später auf der individuellen Rechnung abgerechnet.
Keine Blockbuster
Anders als UPC und Flimmit.com setzt das Online-Portal von Filmladen nicht auf Quantität und Blockbuster, sondern auf Arthaus-Filme und österreichische Produktionen. "Wir wollen den Ort darstellen, an dem Leute das Besondere suchen", so Projektkoordinatorin Cornelia Dür. "Wir bieten Filme, die vielleicht bereits vergriffen, alt oder nicht auf DVD erhältlich sind." So soll auch Filmemachern der Online-Vertrieb ihrer Werke ermöglicht werden, wenn kein Geld für den DVD-Verkauf da ist. Die Erfahrungen und Kundenrückmeldungen sind bisher gut, die Nachfrage "muss und wird aber noch deutlich steigen", so Dür. "Es gibt noch vieles zu verbessern. Aber wir treffen damit auf jeden Fall den Nerv der Zeit."
Noch viele Hürden
In seiner Diplomarbeit "Digitale Filmdistribution" beschäftigt sich der nunmehrige Filmakademie-Absolvent Hannes Kreuzer mit eben diesem "Nerv der Zeit": Die Zukunft liege zwar im Internet, weil es Filmschaffenden den Einstieg in das Geschäft auch um ein Vielfaches erleichtere, heißt es darin. Jedoch gebe es noch viele Hürden zu überwinden. Das Internet kann die Ausfälle des alten Systems (Kino und DVD-Verkauf) demnach nicht auffangen, auch territoriale Rechte beschränken das Potenzial noch zu sehr. Und die Nutzerzahlen der erforderlichen Breitbandanschlüsse, die Videostreaming in DVD-Qualität erlauben, sind derzeit einfach noch zu gering, um die notwendige Masse zu erreichen.(APA)
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bei LOAD.TV (www.load.tv) kann man das auch, über 1.000 Filme verfügbar, laufen insbesondere auch auf MOBILEN Endgeräten! (iphone, ipod, smartphones, videoplayer, etc.)
downloade ist nicht gekauft, nur geliehen.
Für "Kauf"-Modelle ist DRM schlichtweg ungeeignet, mir was DRM-geschütztes per Download auszuleihen, damit könnte ich leben. - Allerdings nicht zu den Preisen, die derzeit angeboten werden - In der Videothek um die Ecke kostet die DVD/BRD 1,40€ am Kalendertag (also typischerweise 2,80€) - da kann oder will kein Downloadprovider mithalten, obwohl der Vertriebsweg unkomplizierter ist, keine eigenen Immobilien vor Ort angemietet werden müssen, und auch die Zahl der erforderlichen Angestellten niedriger ist. Dazu dann vielleicht noch Probleme, das Ding auf den Fernseher zu kriegen, oder DRM-Bedingte Einschränkungen was das Betriebssystem angeht, und die Originalsprache fehlt auch noch: uninteressant.
die Grundidee finde ich ja gut, aber nach kurzem drüberschaun komme ich zu folgendem Schluss:
- Von den Filmen die es bei flimmit gibt will ich kaum einen sehen.
- Die Filme die es beim filmladen gibt schaue ich mir lieber im Kino an oder hab sie dort schon gesehen.
Na vielleicht wir es mal ein Gelegenheitskauf - Andererseits glaub ich, dass ich dann erst recht wieder die 5 Minuten bis zum Votivkino geh!
Wenn ich das nur höre! Wie kann es sein, daß so ein Geschäftsmodell in der EU überhaupt erlaubt ist? Wie kann es sein, daß ich als Nicht-Deutscher von jedwedem Konsum an Downloadportalen (IP-Adresse, Hauptwohnsitz) ausgeschlossen bin. Wieso stellen wir Maut-, Park- und alle anderen Gebühren nicht auf ein Lizenzmodell um, und kassieren bei Nicht-Österreichern Länge mal Breite ab?! Uni-System auf Lizenz umstellen und das Zugangsproblem ist gelöst! Wenn die Musik-, Film- und Videospielindustrie einen Titel xyz in der EU verkaufen will, dann nur mit der Auflage, daß dies in JEDEM EU-Land unter der gleichen Voraussetzung geschehen muß!
warum kann man im deutschen itunes fernsehserien kaufen und in österreich nicht. lustigerweise liegt es diesmal nicht an apple, sondern an der lizenzpolitik der contentindustrie.
für jedes pupsland müssten extra die rechte geklärt werden – sicher nicht das zukunftsmodell
aber das begann ja schon mit unterschiedlichen ländercodes für dvds
zu wenig filme, folge: ich geh zu anderen seiten. teurer als dvd, folge: ich bleibe bei dvd. die umsetzung der idee ist leider vollig diletantisch, wahrscheinlich an wifi kurs gemacht oder bei humbolt einen webmaster kurs belegt.. ;-) vor allem wundert mich, dass sie sich selber keine chance geben: "wir rechnen damit, dass regionale Rechteprobleme in den nächsten Jahren nicht mehr im Weg stehen werden." nun, da seid ihr schon lange nicht mehr dabei...
Das Angebot ist einfach absolut nicht durchdacht. Gehe im vom Status Quo aus, kann ich mir die Filme nur in Deutsch ansehen. Um 2,80-3,80€ bekomme ich für 24h einen Stream, ab 5,99-6,99€ kann ich mir die Filme als MP4 oder als DVD(Rip?) kaufen. Lustigerweise bekommt man einen großteil der angebotenen Filme um 5€ beim Saturn oder in jedem anderen Großmarkt.
Auch wenn ich keinen Platz für DVDs hätte, was hindert mich daran mir die Dinger zu kaufen, sie mir dann zu rippen (in Englisch, damit ich mir die deutschen Synchros nicht geben muss) und die DVD dann zu entsorgen? Ist ein absurder Gedankengang, ich weiß, aber zur Zeit würde nicht einmal extremer Platzmangel für dieses Angebot sprechen. :/
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