Rebellen kündigen Waffenruhe auf

23. August 2009, 09:55
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Angriffe sollen ab dem 15. September fortgesetzt werden - Distanzieren sich von Rebellen, die an Amnestieprogramm des Präsidenten teilnehmen

Yenagoa - Die wichtigste Rebellengruppe Nigerias hat am Samstag die Wiederaufnahme ihrer Anschläge gegen die Ölindustrie angekündigt. Nach dem Auslaufen einer 60-tägigen Waffenruhe würden die Angriffe ab dem 15. September fortgesetzt, erklärte die Bewegung für die Emanzipation des Niger-Deltas. Die Friedensverhandlungen mit der Regierung seien ausgesetzt worden.

Nur Geldgierige geben Waffen ab

Zugleich distanzierte sich die Bewegung von Rebellen, die an einem Anmestieprogramm von Präsident Umaru Yar'Adua teilnehmen. "Das laufende Anmestieprogramm der nigerianischen Regierung hat es offenbar geschafft, diejenigen mit dem Eifer zum weiteren Kampf für unsere Freiheit von jenen zu trennen, denen es um das Geld ging", hieß es in der Erklärung der Bewegung.

Zuvor hatten sich bei einer öffentlichen Feier in der Hauptstadt des Bundesstaats Bayelsa, Yenagoa, Hunderte Rebellen ergeben. Dabei übergaben sie den Behörden auch zahlreiche Waffen sowie Munition und Kanonenboote. Es handelte sich um die größte derartige Aktion seit Beginn des Amnestieprogramms vor zwei Wochen.

Rebellenangriffe auf Pipelines und Ölanlagen im Niger-Delta sowie Entführungen von Ölarbeitern haben seit Anfang 2006 Milliarden Dollar an wirtschaftlichem Schaden für Nigeria angerichtet. Das OPEC-Mitglied ist der achtgrößte Erdöl-Exporteur der Welt. (APA/Reuters)

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    Nur diejenigen, denen es ums Geld ging, hätten gestern ihre Waffen abgegeben und ihre Teilnahme an einem Amnestieprogramm zugesichert - sagen die Rebellen. Die anderen wollen am Mitte September weiterkämpfen.

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