Jamaika-Festspiele gehen weiter

22. August 2009, 22:19
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Auch beide Sprintstaffeln an die karibischen Teams, drittes Gold für Usain Bolt - Blamage für US-Läufer - Hammerwurf-Weltrekord durch Polin Wlodarczyk

Berlin - Usain Bolt hat seine Mission Dreifach-Gold bei der Leichtathletik-WM in Berlin erfüllt. Der 23-Jährige, der bereits über 100 (9,58 Sek.) und 200 m (19,19) mit fantastischen Weltrekorden geglänzt hatte, gewann am Samstag mit Jamaikas Sprintstaffel (Steve Mullings, Michael Frater, Usain Bolt, Asafa Powell) mit dem WM-Rekord von 37,31 Sekunden den WM-Titel über 4 x 100 m. Den eigenen Weltrekord von 37,10 von Olympia 2008 verpasste das Quartett.

Silber holten Trinidad Tobago, Bronze ging an die Briten. Japan musste sich mit Platz vier zufrieden geben. Die USA hatten das Finale durch einen Übergabefehler verpasst.

Bei der Damen-Sprintstaffel setzten die Jamaikanerinnen (Simone Facey, Shelly-Ann Fraser, Aleen Baily, Kerron Stewart) in 42,06 Sekunden dann mit ihrem Sieg den Erfolgslauf des karibischen Teams fort, das nun alle Sprintentscheidungen für sich entschieden hat. Zweite wurden die Bahamas, Dritte überraschend die deutsche Staffel. Die US-Damen verpassten wie die US-Herren das Finale durch einen Übergabefehler.

Die Polin Anita Wlodarczyk stellte im Hammerwerfen einen neuen Weltrekord auf. Im zweiten Versuch schleuderte sie das Gerät auf 77,96 Meter, die bisherige Weltbestmarke stand bei 77,80 m. Auf den Plätzen landeten die Deutsche Betty Heidler (77,12) und die Slowakin Martina Hrasnova (74,79).

Über 5.000 m setzte sich am Samstag die Kenianerin Vivian Cheruiyot (14:57,97 Min.) über 5.000 m vor ihrer Landsfrau Sylvia Jebiwott Kibet durch. Die äthiopische Titelverteidigerin Meseret Defar wurde Dritte.

Der Australier Steven Hooker gewann den Stabhochsprung mit 5,90 m vor den Franzosen Romain Mesnil (5,85) und Renaud Lavillenie (5,80). Hooker machte nur zwei Sprünge, er riss bei 5,85 einmal und überquerte dann 5,90. Auf weitere Versuche verzichtete der Olympiasieger, er humpelte leicht.

Der 31-jährige Dwight Phillips holte seinen dritten Weitsprung-Titel nach 2003 und 2005. Der US-Amerikaner, der 2004 auch Olympiasieger wurde, gewann mit 8,54 Metern vor Godfrey Khotso Mokoena (RSA/8,47) und Mitchell Watt (AUS/8,37). Olympiasieger und Titelverteidiger Irving Saladino aus Panama war ohne gültigen Versuch bereits vorzeitig ausgeschieden. (APA/red)

 

 

 

 

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    Steve Mullings, Michael Frater, Usain Bolt und Asafa Powell (von re.) haben es lustig, im Olympiastadion zu Berlin.

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